Die Normalpflegestationen am DHZB

Unser Video: Schwester Nathalie (Station H2) über Ihren Beruf.

Die peripheren Pflegestationen DHZB haben – ausgenommen der Kinderstationen – zusammen rund 100 Betten. Aufgrund der hohen Spezialisierung und stellt die Arbeit auf diesen Stationen hohe Ansprüche an das Wissen und Können der Pflegenden. Hier ein Überblick über unserer Stationen und ihre Schwerpunkte:

Die Station H1 Chirurgie (H1C)

Die Station H1 Chirurgie ist die periphere Pflegestation des DHZB, welche die Patienten mit einer mechanischen Herzunterstützungspumpe (Ventricular Assist Device „VAD“ ) betreut.
Sie verfügt über 21 Patientenbetten. Gemeinsam mit der Transplantationsstation H3 bildet sie bezüglich der Behandlung der terminalen Herzinsuffizienz eine Organisationseinheit.
Dies betrifft die Evaluation zur HTX Listung der Patienten, welche bereits  eine mechanische Herzunterstützungspumpe erhalten haben sowie die Evaluation zur Implantation eines mechanischen Herzunterstützungssystems.

Das Aufgabenspektrum der Station H1 Chirurgie umfasst hauptsächlich die postoperative Pflege der Patienten mit einem mechanischen Herzunterstützungssystem nach der Intensivphase bis zur Verlegung in eine Rehabilitationsklinik in enger Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten, den Kardioingenieuren und einem Team aus Ärzten und Pflegekräften, welche die Patienten während und nach ihrem stationären Aufenthalt in unserer „Assist“ Ambulanz weiter betreuen.

Des Weiteren werden auf der Station H1 Chirurgie Patienten  zur Bypass-,  Herzklappen  und Gefäßoperation präoperativ betreut sowie im Langzeitverlauf  Patienten nach  Herz-und /oder Lungentransplantation. An jedem Bettplatz besteht die Möglichkeit der Monitorüberwachung mit Anschluss an eine Zentralüberwachung.

Die Station H1 Kardiologie (H1K)

Die Station H1 Kardiologie befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes auf der linken Seite und zählt zu den peripheren Stationen im Haus. Die Station verfügt über 24 Betten, wovon vier Betten zur auf der Station integrierten Chest Pain Unit gehören. Über 20 Pflegekräfte versorgen im 3-Schichtsystem die Patienten. Eine professionelle und strukturierte Einarbeitung durch mehrere Praxisanleiter ermöglicht neuen Mitarbeiten einen optimalen Start auf der Station. Die Pflegeplanung und Dokumentation erfolgt mittels neuester EDV-Systeme zeitnah am Patientenbett.

Die Station H2

Die Station H2 zählt zu den peripheren Stationen des DHZB, die für die prä- und postoperative Patientenversorgung zuständig sind. Sie verfügt über 41 Betten und ist mit einem möglichen VIP-Bereich ausgestattet. Derzeit arbeiten über 50 Mitarbeiter im 3-Schichtsystem auf dieser Station.

Hier werden Patienten vor der OP aufgenommen und auf diese vorbereitet, sowie meist ein bis zwei Tage nach der OP wieder von der Intensivstation übernommen. Anschließend erfolgt die gezielte Betreuung und Mobilisation, damit die Patienten in das weiterbetreuende Paulinen-Krankenhaus verlegt werden können. Von dort aus erfolgt dann die Entlassung nach Hause oder in eine passende Reha-Einrichtung.

Und hier finden Sie unsere Stellenausschreibungen für die peripheren Pflegestationen!

Interview mit Nathalie (Station H2)

Schwester Nathalie über Ihren Beruf: das Video!

Natalie ist seit 12 Jahren am DHZB. Sie arbeitet auf der chirurgischen Pflegestation H2

Wie kamst Du zur Pflege?

Eigentlich wollte ich mal Medizin studieren und die Ausbildung nur zur Überbrückung der Wartezeit nutzen. Aber je länger ich dabei war, um so weniger wollte ich etwas anderes machen. Sicher gibt’s auch mal schlechte Tage. Aber im Großen und Ganzen mag ich den Job doch sehr.

Wie sieht der typische Tagesablauf aus?

Das ist von Schicht zu Schicht sehr unterschiedlich. Der Frühdienst ist der aktivste Dienst, da werden die Patienten morgens gewaschen und versorgt, dann kommt die Visite, danach Verlegungen und Neuaufnahmen - da ist ständig was los.
Im Spätdienst ist es erstmal bisschen ruhiger, weil die Patienten ja alle da sind. Wir bereiten die Patienten vor, die am nächsten Tag operiert werden müssen, wir begleiten und versorgen die Menschen über den Abend und in die Nacht.
Zur Nachtschicht muss man sagen, dass wir hier keine ganz normale periphere Station sind, wo die Mehrheit der Patienten einfach schläft. Viele unserer Patienten brauchen noch intensive Pflege. Für viele Menschen ist der Übergang von der Intensivstation zu uns auch nicht ganz leicht, hier ist ja alles viel ruhiger und dunkler. Das löst bei manchen Patienten Angstgefühle aus, und dann müssen wir da sein.

Wie genau wisst ihr eigentlich Bescheid über die Patienten?

Medizinisch sehr genau. Bei der Dienst-Übergabe oder bei der Verlegung von der Intensivstation zu uns gibt es eine sehr detaillierte Übergabe. Es wird gesagt, wann der Patient operiert wurde, was er bekommen hat, was passiert ist, worauf man speziell zu achten hat.
Je nachdem, welche OP bei unseren Patienten gemacht wurde, gibt es ganz unterschiedliche Therapien und Maßnahmen, die hinterher gemacht werden müssen.

Und menschlich?

Das hängt auch von der Schicht ab. Im Nachdienst geht es ja darum, die Patienten gut über die Nacht zu bringen, also sie zu beruhigen, sie zum Schlafen zu bringen. Aber im Frühdienst lernt man seine Patienten schon ziemlich kennen, weil beim Waschen auch nachfragt, tut es irgendwo weh, haben sie Rückenschmerzen, Knieschmerzen, und so weiter. Wir erklären, was wir tun, wir fragen nach, wir sind freundlich – dann sind die Patienten auch entspannter und arbeiten besser mit, ganz klar.
Das passiert aber alles parallel zur pflegerischen Arbeit. Dass wir uns zum Patienten ans Bett setzen und mit ihm reden – dafür ist eigentlich keine Zeit.

Tun Dir die Patienten eigentlich leid?

Klar. Wenn zum Beispiel ein Mensch in meinem Alter, also mit Ende 20 , wegen einer verschleppten Erkältung eine neue Herzklappe braucht, zum Beispiel, dann ist das schon hart. Aber man muss eine professionelle Distanz schaffen. Vor allem am Anfang ist das nicht besonders leicht. Ich sage immer:  Man ist Krankenschwester auf dem Papier nach den drei Jahren Ausbildung – erst in der Praxis lernt man, worum es wirklich geht. Das betrifft auch die hohen Erwartungen, die man an sich selbst hat. Natürlich haben wir eine große Verantwortung und es gibt Fehler, die einfach nicht passieren dürfen. Aber man muss innerlich auch loslassen können nach der Schicht, auch wenn vielleicht nicht alles perfekt war.

Bist Du stolz darauf, hier zu arbeiten?

Sagen wir so – ich könnte mir nicht vorstellen woanders zu arbeiten. Der Anspruch ist hier hoch, man braucht schon ein sehr großes Wissen. Aber darauf bilde ich mir nichts ein. Man ist halt Krankenschwester. Und entweder ist man das mit Herz oder gar nicht - völlig egal, wo man arbeitet!

Die Station H3

Patientenzimmer auf der Station H3
Mitglieder des Ärzte- und Pflegeteams der H3

Die Station H3 umfasst zwölf Einzelzimmer und einen Aufnahmeraum. Jeder Bettplatz ist für die Intensivüberwachung mit einer Monitoranlage, Perfusoren und einem Beatmungsanschluss ausgestattet.

Aufgrund dieses Intensivmedizinischen Potentials und eines entsprechendem Ärzte- und Pflegeschlüssels ist die Station H3 bettenplanerisch den Intensivstationen zugeordnet. 

Zu jedem Zimmer gehört eine hochmoderne Lichtanlage, die den Tag- und Nachtrhythmus imitiert.

Nach der intensivpflichtigen Phase werden auf dieser Station frisch herz- und lungentransplantierte Patienten bis zum Beginn ihrer Rehabilitationsphase betreut. Das Team der H3 versorgt auch Langzeittransplantierte, die im Rahmen von Routineuntersuchungen, Infekt-Therapien oder Abstoßungsbehandlungen stationär aufgenommen werden müssen. Außerdem werden auf der H3 Patienten im Rahmen von Listungsuntersuchungen für eine Transplantation aufgenommen.

Zum Pflegeteam der Station H3 gehören spezialisierte Transplantations- und Herzinsuffizienz-Fachpflegekräfte.  Die entsprechende Weiterbildung wurde hinsichtlich Freistellung und Finanzierung durch das DHZB unterstützt.