Unser Beitrag zum Fortschritt der Medizin

Intensive Forschung für eine immer bessere Herz-Kreislaufmedizin gehört neben der klinischen Versorgung zu den wichtigsten Aufgaben des DHZB. Das ist auch in der Satzung unserer Klinik als Stiftung des bürgerlichen Rechts niedergelegt.

Derzeit ist das Team der Studienambulanz für 28 laufende Studien mit mehr als 720 Patient*innen zuständig, darunter auch große internationale multizentrische Studien. Jährlich kommen etwa fünf neue Studien dazu.

Immer sicher – und oft vorteilhaft

  • Die Durchführung einer klinischen Studie bedeutet immer, dass eine neue Therapiemöglichkeit erprobt wird. Damit eine solche Studie überhaupt zugelassen wird, muss dieses neue Verfahren oder Medikament seine erfolgversprechende Wirkung bereits in vielen Tests unter Beweis gestellt haben. Damit ist die Teilnahme oft insbesondere für Patient*innen aussichtsreich, die auf bereits zugelassene Therapien nicht ansprechen oder unter Nebenwirkungen leiden.
  • Selbstverständlich unterliegen alle am DHZB – oder mit unserer Beteiligung – durchgeführten Studien strengsten ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Standards und erfüllen alle diesbezüglich notwendigen gesetzlichen Vorgaben und Normen.
  • Studienpatient*innen haben feste Ansprechpartner*innen und werden besonders umfassend, intensiv und kontinuierlich über die Behandlung und die Alternativen informiert und engmaschig betreut.
  • Nebenwirkungen und gesundheitliche Veränderungen können schnell erkannt und gezielt therapiert werden.
  • Neben regulären Untersuchungen und Tests bekommen die Studienpatient*innen häufig auch spezielle Untersuchungen (z.B. Echokardiographie, Magnetresonanztomographie) sowie bei Bedarf auch Behandlungen nach neuestem Wissenstand.
  • Alle Untersuchungen und Behandlungen im Rahmen einer klinischen Studie sind selbstverständlich kostenfrei. Damit erhalten Studienpatient*innen häufig auch Leistungen, die von der Krankenkasse regulär nicht abgedeckt werden.
  • In einigen Fällen wird auch eine Aufwandentschädigung (z.B. Reisekosten) geleistet.

Auswahl laufender Projekte

Aktuelle Studien prüfen unter anderem:

  • Einsatz von Mineralocorticoid-Rezeptorantagonisten bei herzinsuffizienten Patient*innen mit erhaltener Pumpfunktion,
  • Eisensubstitution bei herzinsuffizienten Patient*innen mit erhaltener oder reduzierter Pumpfunktion,
  • Optimierung von Blutverdünnung bei Patient*innen mit kombiniertem Thromboembolierisiko,
  • Effektivität von Herzimplantaten (Klappenersatz, Kammerverkleinerung, Verschluss des linken Vorhofohrs),
  • Den prognostischen Stellenwert bestimmter Parameter in der Früherkennung von Herzerkrankungen,
  • Anwendung neuer bildgebender Techniken,
  • Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion.

Für die Weiterentwicklung der Herzmedizin

Klinische und translationale Forschung ist wesentliche Grundlage der Arbeit der gesamten Abteilung für Kardiologie. Fester Bestandteil aller Arbeitsgruppen sind Kooperationen mit Forschergruppen im In- und Ausland sowie die regelmäßige Betreuung von Doktorarbeiten an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Mehrere Mitarbeiter der Abteilung stehen hierfür auch ausgewiesen durch hochrangige Publikationen sowie mehrjährige Auslandserfahrung zur Verfügung. Die verschiedenen Arbeitsgruppen sind eng miteinander verzahnt, wodurch eine konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit die Durchführung klinischer sowie translationaler Projekte gewährleistet. Mehr über unsere Forschungsprojekte können Sie hier lesen. 

Weitere Forschungsbereiche

MRT-Forschung

Das DHZB zählt seit 1996 zu den Vorreitern auf dem Gebiet der kardiovaskulären Magnetresonanztomographie (CMR). Das klinische Leistungsspektrum umfasst alle Klasse I und II Indikationen der internationalen kardiologischen Fachgesellschaften. Die hier beispielhaft betriebene Anwendung der CMR und die weltweite wissenschaftliche Tätigkeit des DHZB haben dazu beigetragen, dass sich die Methode in den vergangenen Jahren bei der Diagnostik und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen fest etabliert und stets weiterentwickelt hat. 

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Herzinsuffizienz und Kardiomyopathien

Die Arbeitsgruppe von PD Dr. med. Daniel Messroghli beschäftigt sich mit innovativen Therapie- und Versorgungskonzepten für Patient*innen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz sowie mit Möglichkeiten der nicht-invasiven Diagnostik von primären und sekundären Herzmuskelerkrankungen. Beispiele für aktuelle eigene Projekte sind die Entwicklung des Berliner Herzinsuffizienz-Programms sowie die Validierung eines systematischen Screenings auf Amyloidose bei Patient*innen mit Aortenklappenstenose (SAVER - Screening for Amyloidosis before Aortic Valve Elective Replacement).

Zudem ermöglichen wir als lokale Studienleiter gemeinsam mit der kardiologischen Studienambulanz unseren Patient*innen die Teilnahme an nationalen und internationalen Multi-Center-Studien zu neuen medikamentösen und interventionellen Therapieansätzen im Bereich der Herzinsuffizienz, u.a. im Rahmen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK).

Weitere Projekte

Hier erfahren Sie mehr über weitere Projekte im Bereich der Grundlagenforschung und der Echokardiographie.

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