03.09.2019

Haltbare Herzklappen

Für seine Arbeit zur Entwicklung an lebenslang haltbaren und regenerierbaren Implantaten zum Ersatz erkrankter Herzklappen erhält Prof. Maximilian Emmert einen begehrten ERC Starting Grant.

Prof. Max Emmert

Prof. Max Emmert

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Der Europäische Forschungsrat vergibt die ERC Starting Grants an junge Wissenschaftler, die nach ihrer Promotion über mindestens zwei Jahre Forschungserfahrung verfügen und ein interessantes Projekt mit großem Potenzial präsentieren. Die hochbegehrte Förderung in Höhe von rund anderthalb Millionen Euro gilt aufgrund der starken Konkurrenz bei den Anträgen und dem Fokus auf die Exzellenz der Forschung als sehr wichtige wissenschaftliche Auszeichnung. Dank der hohen Fördersumme können die Wissenschaftler in den nächsten fünf Jahren eine eigene Forschungsgruppe auf- oder ausbauen.

Der Herzchirurg und Wissenschaftler Prof. Dr. Dr. med. Maximilian Emmert ist sowohl Professor am Institut für Regenerative Medizin der Universität Zürich als auch Professor für kardiovaskuläre Forschung an der der Charité - Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin.
 
Das Projekt:

Die minimal-invasive Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) ist ein kathetergestütztes minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von Herzklappenfehlern. Die körpereigene Aortenklappe wird dabei nicht entfernt, sondern durch eine Prothese verdrängt, die punktgenau an Stelle der erkrankten Klappe aufgespannt wird. Die Klappensegel dieser Prothese bestehen aus tierischem Gewebe und haben eine begrenzte Lebensdauer, so dass es zu Komplikationen kommen kann oder die Patienten oft mehrmals operiert werden müssen.

Maximilian Emmert verfolgt im Rahmen des Projekts TAVI4Life einen unkonventionellen, vom 3D-Druck inspirierten biotechnologischen Ansatz zur Lösung dieses Problems. Sein Ziel ist es, eine neuartige Transkatheter-Aortenklappenprothese zu entwickeln, die sich vollständig in eine körpereigene Klappe verwandelt, damit also regenrierbar ist ein Leben lang hält. «Die klinischen Auswirkungen wären enorm, denn gerade für junge Patienten würde eine solche Herzklappe die Lebenserwartung und Lebensqualität deutlich erhöhen», sagt Emmert.


Hier finden Sie weitere Infomationen zur von Forschung Prof. Emmert.
Mehr zum Thema TAVI erfahren Sie hier.

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