Liebe Patient*innen und Angehörige,

Zum Schutz vor einer Einschleppung oder Ausbreitung des Virus haben wir frühzeitig sehr weitreichende Maßnahmen umgesetzt. Auf dieser Seite finden Sie umfangreiche Informationen dazu.

Wenn eine Diagnose oder eine Behandlung von ärztlicher Seite als notwendig erachtet wird, sollten Sie diese nicht ablehnen, aufschieben oder unterbrechen. Sie setzen sich sonst möglicherweise gesundheitlichen Gefahren aus, die zum Risiko einer Infektion mit dem Corona-Virus nicht im Verhältnis stehen.

Bei plötzlichen Brustschmerzen oder akuter Atemnot sollten Sie immer einen Notarzt rufen.

Werden auch am Deutschen Herzzentrum an COVID-19 erkrankte Patient*innen behandelt?

Die stationäre Versorgung COVID 19-kranker Patient*innen in Berlin folgt einem Konzept der Berliner Landesregierung, die die Krankenhäuser in drei verschiedene Kategorien unterteilt:

Einzige „Level 1“-Klinik ist demnach die Charité.  Sie koordiniert primär die Verteilung der intensivpflichtigen Patient*innen an 16 weitere Berliner Krankenhäuser, die als „Level 2“-Kliniken eingestuft wurden, und versorgt insbesondere auch schwerstkranke, intensivpflichtige COVID-Patient*innen. Die übrigen Notfallkrankenhäuser Berlins sollen als „Level 3“-Kliniken zunächst keine COVID-Patient*innen auf ihren Intensivstationen behandeln.

Das Deutsche Herzzentrum Berlin konzentriert sich ausschließlich auf die Versorgung der nicht an COVID-19 erkrankten Patient*innen – insbesondere auf Menschen mit Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Wie werden die Patient*innen am DHZB vor einer Infektion mit SARS CoV-2 geschützt?

Am DHZB gelten weitreichende und strenge Maßnahmen, um die Patient*innen und Mitarbeiter*innen vor einer Infektion zu schützen.
Dazu gehört:

  • Die Klinik ist ausschließlich für einbestellte Patient*innen und Mitarbeiter*innen zugänglich. Aktuell besteht ein Besuchsverbot (siehe bitte "Welche Besuchsregeln gelten aktuell?").
  • Mitarbeiter*innen werden gebeten, vor oder zum Dienstantritt die Körpertemperatur zu messen, bei ≥ 38°C erfolgt keine Arbeitsaufnahme.
  • Im DHZB-Klinikgebäude müssen Patient*innen, Mitarbeiter*innen und Besucher*innen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Patient*innen, die sich allein in ihrem eigenen Patient*innenzimmer befinden (ohne Besuch oder anwesendes Personal), dürfen den Schutz vorübergehend abnehmen. 
  • Alle Mitarbeiter*innen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt mit einem SARS-CoV-2-Infizierten hatten, aber keine Symptome aufweisen, werden bei Bekanntwerden dieses Kontakts sofort und 5 Tage später erneut getestet. Sie müssen 2 Wochen lang ein Symptomtagebuch führen und zweimal täglich ihre Temperatur messen. Bei Anstieg der Temperatur erfolgt ein erneuter Test. Mitarbeiter*innen mit einem Kontakt mit hohem Expositionsrisiko ohne adäquate Schutzausrüstung (beispielsweise: „direkt angehustet worden“) werden darüber hinaus sofort für 14 Tage vom Dienst freigestellt.
  • Mitarbeiter*innen mit Symptomen (auch mit leichten Symptomen) und Kontakt (ungeachtet der Intensität des Kontakts) mit einer an COVID-19-erkrankten Person werden sofort getestet und dürfen ihren Dienst nicht antreten, bis zwei negative Testergebnisse vorliegen.

Die Mitarbeiter*innen des DHZB werden kontinuierlich detailliert über alle notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen informiert und, wo notwendig, geschult.

Welche Besuchsregeln gelten aktuell?

Zurzeit gilt leider ein striktes Besuchsverbot, eine Ausnahme besteht für Patientinnen und Patienten unter 18 Jahren. Ausnahmen bei Erwachsenen in besonderen Härtefällen sind nur nach vorheriger telefonischer Rücksprache mit der Station möglich.

Die Besuchsregeln für die Station H4 (Kinderkardiologie / Angeborene Herzfehler)

Kinder und Jugendliche:

  • Wenn bereits ein Elternteil stationär mitaufgenommen wurde, darf der andere Elternteil eine Stunde pro Tag zu Besuch kommen, wenn die Eltern im selben Haushalt leben.
  • Alle anderen Kinder und Jugendlichen können von einem Elternteil beliebig oft und unbegrenzt besucht werden, wenn die Eltern im selben Haushalt leben. Die Eltern dürfen sich auch abwechseln.  
  • Bitte beachten Sie, dass sich pro Zimmer nur 2 Besucher*innen gleichzeitig aufhalten dürfen und rechnen Sie mit Wartezeiten.
  • Der Besuch von anderen Verwandten wird nur in begründeten Ausnahmefällen gestattet (z.B. wenn die Eltern nicht können). Sprechen Sie in diesen Fällen bitte unser Stationsteam an.

Erwachsene:

  • Für erwachsene Patient*innen der Station H4 gilt das Besuchsverbot.

Besuchsregeln für die Kinderintensivstation

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir hier keine einheitlichen Regeln aufstellen. Die Besuchsmöglichkeiten werden ja nach Schwere der Erkrankung, voraussichtlicher Liegedauer und räumlichen Bedingungen individuell festgelegt. Bitte stimmen Sie sich immer vorab mit unserem Stationspersonal ab.

Wie führt das DHZB die Behandlungen in den Ambulanzen durch?

Wir kontaktieren alle Patient*innen telefonisch und schätzen anhand kurzer strukturierter Fragen das Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion ein, ebenso bei der Einbestellung.

Alle Patient*innen erhalten in den Eingangsbereichen einen Mund-Nasen-Schutz und werden gebeten, sich die Hände zu desinfizieren sowie den Mindestsicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Bei allen Patient*innen wird im Eingangsbereich die Körpertemperatur gemessen. Selbstverständlich tragen auch alle Mitarbeiter*innen der Ambulanzen einen Mund-Nasen-Schutz. 

Die Termine an die Patient*innen werden so vergeben, dass die Zahl an Patient*innen, die zeitgleich im Ambulanzbereich sind, möglichst gering ist.

Die Patient*innen dürfen in der Regel die Ambulanzen nur allein betreten. Eine Begleitung ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich (medizinische oder psychosoziale Betreuung, minderjährige Patient*innen, benötigte(r) Dolmetscher*in).

Wann sollte ich einen Termin am DHZB nicht wahrnehmen?

Kontaktieren Sie uns vorab telefonisch wenn:

-              Sie Kontakt zu einer Corona-positiven oder fraglich Corona-positiven Person hatten

-              Sie unter Fieber und/oder Husten leiden.

Sie erreichen unsere Ambulanzen unter

Kardiologische Ambulanz: (030) 4593-2420/2421

Herzchirurgische Ambulanz: (030) 4593-2139

Ambulanz für Angeborene Herzfehler – Kinderkardiologe: (030) 4593-2820

Was gilt für Kinder und Erwachsene mit Herz-Kreislauf-Erkrankung?

Menschen, die älter als 60 Jahre sind und an chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, haben bei einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Besonders Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten den üblichen Impfempfehlungen (Grippe- und Pneumokokkenimpfung) folgen, um etwa eine Doppelinfektion von Influenza (Grippe) und Covid-19 oder einer anderen Lungenkrankheit zu vermeiden. Achtung: Besteht die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung am Corona-Virus, sollte man sich nicht impfen lassen.

Für Kinder mit angeborenen Herzfehlern gelten die üblichen Empfehlungen zum Schutz vor Ansteckung und beim Vorliegen eines Verdachts. Sie sollten besonders sorgfältig befolgt werden. Ein Anlass zu besonderer Sorge besteht aber nicht.

Hier finden Sie ausführliche Informationen.

Studie: Ausschluss einer Herzschädigung bei COVID-19-erkrankten Kindern

Studien an Erwachsenen haben gezeigt, dass das „Corona-Virus“ auch das Herz befallen und zu langfristigen Entzündungen führen kann – selbst bei mildem Krankheitsverlauf. Ob und wie häufig dies auch bei Kindern der Fall ist, wollen Mediziner am DHZB jetzt herausfinden. Die Klinik bietet deshalb eine MRT-Untersuchung des Herzens für Kinder mit überstandener „Corona“-Infektion an. Die Eltern bekommen damit Gewissheit, ob das Virus auch das Herz geschädigt hat.

Hier finden Sie weitere Informationen.

Wo finde ich weitere aktuelle Informationen zum Corona-Virus?

•  RKI Das Robert-Koch-Institut gibt u.a. Risikobewertungen heraus und beantwortet häufig gestellte Fragen (FAQ). 

•  Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Hier finden Sie Informationen zum richtigen Verhalten, darunter Hygienetipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ).

•  WHO Hier finden Sie aktuelle Informationen der Weltgesundheitsorganisation auf Englisch.

•  Die Deutsche Herzstiftung Die Deutsche Herzstiftung teilt Informationen speziell für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

•  Der Regierende Bürgermeister von Berlin Über die aktuelle Lage und neue Maßnahmen speziell in Berlin informiert diese zentrale Website.