Das Pflegedashboard am DHZB

Wie wir unsere Stationen besetzen – und wie wir das kontrollieren

Am DHZB wurde –  noch vor der Einführung der Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG) durch die Bundesregierung – ein eigenes digitales Controlling-Instrument zur Personaleinsatzplanung augearbeitet: Das „Pflegemanagement-Dashboard“. Es erfasst Ist- und Sollwerte der Stationsbesetzung und macht sie in Form schnell erfassbarer Diagramme visuell abrufbar. In Echtzeit.

So können Pflegeleitung und Pflegemanagement bei drohenden Engpässen frühzeitig und bei unvorhergesehen Ausfällen auch kurzfristig reagieren. Dazu greift die Ausfallmanagerin in der DHZB-Pflegedirektion auf eine neue Betriebsvereinbarung für Ausfallkonzepte zurück, die gemeinsam mit dem Betriebsrat entwickelt wurde. Dazu gehört der „Pool“, ein Team von Pflegenden, die dank Ihrer Erfahrung und Ihres Könnens universell eingesetzt werden können und dafür auch besondere Vorteile genießen, inklusive eines monatlichen Bonus von 700 Euro.

Die mit Hilfe des Dashboards überwachbachbaren Pflegeschlüssel sind am DHZB weit strenger als die gesetzlich vorgegebenen Untergrenzen der PPGUV. So sieht die PPGUV etwa auf der Intensivstation ein Verhältnis von einer Pflegekraft zu 2,5 Patienten im Tagdienst und ein Verhältnis von 1:3 im Nachtdienst vor. Am DHZB dagegen gilt im Intensivbereich eine Vorgabe von 1:2 – rund um die Uhr.

Auch auf Normalstationen, die am DHZB wegen der erweiterten Anforderungen an die Pflegenden „N+“ genannt werden, sieht der Gesetzgeber eine Untergrenze von 1:11 (tagsüber) und 1:22 (nachts) vor ­ – am DHZB gelten die Verhältnisse 1:7 (tagsüber) und 1:12 (nachts); auf der größten chirurgischen Station H2 sogar 1:5 bzw. 1:8.