Magnet4Europe“ ist eine internationale Interventionsstudie zur Um- und Ausgestaltung des Arbeitsumfelds im Krankenhaus, basierend auf den in den USA entwickelten „Magnet-Prinzipien“.

Das Konzept der „Magnetkrankenhäuser“ wurde in den 80er Jahren in den USA entwickelt. In einer Studie der ANA (Academy of Nursing, America) wurden die Stärken von Kliniken analysiert, die herausragende Patient*innenversorgung, ausreichend Mitarbeiter*innen in der Pflege hatten, mit geringen Kündigungsraten und einer hohen Zufriedenheit des Personals. Dabei wurden fünf Schlüsselprinzipien identifiziert, die ein Krankenhaus zu einem erstklassigen Krankenversorger wie auch Arbeitgeber und damit „magnetisch“ machen: Konsequente Messung des empirischen Outcomes, transformationale Führung, exemplarisch professionelle Praxis, strukturelles Empowerment sowie Innovation, neues Wissen und Forschung. Die Magnetprinzipien stellen die Versorgungsqualität, also den Therapieerfolg sowie die Kultur der Klinik in den Mittelpunkt – erreicht durch respektvolle interprofessionelle Zusammenarbeit, flache Hierarchien und mit dem Fokus auf die Gesundheit und persönliche Entwicklung und Bildung aller Mitarbeitenden.

Durch die GAP-Analyse des DHZB wurde das Ziel der gesamten Initiative noch einmal klar vor Augen geführt: Eine exzellente Patientenversorgung durch enge Zusammenarbeit der medizinischen Berufsgruppen, innovative Ideen, sichere Arbeitsbedingungen und eine gute Personalausstattung. Die dazu nötigen Schritte legt das DHZB nun in einem auf drei Jahre angelegten Plan konkret fest. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung eines Bildungskonzeptes für Pflegende, risikoadjustierte Personalplanung, Implementierung von gemeinsamer, multiprofessioneller und hierarchieübergreifender Entscheidungsfindung, Etablierung eines Qualitätsdashboards sowie der Aufbau von entsprechenden Projektteams.