20.01.2021

Wichtige Entscheidung

Berliner Senat beschließt Gesetzentwurf zur Etablierung eines vereinten "Deutschen Herzzentrums der Charité".

So könnte es aussehen: Ein Planungsentwurf für das DHZC auf dem Campus Virchow-Klnikum

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Der Senat hat heute auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und Senators für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Berliner Universitätsmedizingesetzes zugestimmt. Mit der Gesetzesänderung werden die rechtlichen Voraussetzungen für die Zusammenführung der Herz-Kreislaufeinrichtungen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) zu einem gemeinsamen „Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC)“ geschaffen. Die Vorlage wird nun dem Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung vorgelegt.

Mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Berliner Universitätsmedizingesetzes werden im Berliner Universitätsmedizingesetz die Rechtsgrundlagen für die Errichtung des DHZC im Rahmen einer besonderen Beteiligung mit dem DHZB als einer Stiftung des bürgerlichen Rechts geschaffen. Durch diese gesetzlichen Anpassungen wird eine weitere erforderliche Weichenstellung vorgenommen, damit das DHZB seinen Krankenhausbetrieb in die Charité und dort in das neu zu gründende gemeinsame Zentrum DHZC überführen kann.

Die Stiftung DHZB wird im neuen DHZC im Wege einer vertraglichen Beteiligung Rechte und Pflichten im Bereich der strategischen und operativen Steuerung erhalten. Die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung wird hierfür mit allen Beteiligten eine entsprechende Vereinbarung erarbeiten. Zudem erhält die Stiftung DHZB einen stimmberechtigten Sitz im Aufsichtsrat der Charité.

Das DHZC soll künftig eine international führende herzmedizinische Einrichtung in Berlin werden. Hierfür wird auch ein zukunftsweisender Neubau auf dem Campus Virchow der Charité in Berlin-Wedding entstehen. Das Land Berlin hat in seiner Investitionsplanung für den Neubau 286,9 Mio. € bereitgestellt. Dazu kommen Bundesmittel in Höhe von 100 Mio. €. 

Das Gebäude bietet auf einer Nutzfläche von rund 28.000 Quadratmetern rund 350 Patientenbetten, modernste OP-Säle, Labore und Hybrid-Eingriffsräume zur Behandlung sämtlicher Herz-Kreislauferkrankungen. Es soll bis 2028 fertig gestellt werden. Das DHZC wird künftig auch im Bereich der medizinischen Versorgung mit der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH zusammenarbeiten.

 „Wir errichten in Berlin Europas modernstes Herzzentrum“, sagt der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, „dafür bündeln wir künftig die große medizinische und wissenschaftliche Kompetenz von Charité und dem bisherigen Deutschen Herzzentrum Berlin. Mit dem neu entstehenden Deutschen Herzzentrum der Charité schaffen wir eine in Forschung, Lehre und Krankenversorgung international führende Einrichtung, die Patientinnen und Patienten eine Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen auf höchstem Niveau bietet.“

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