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Die neuesten Meldungen auf einen Blick

Genereller Pressekontakt

Christian Maier
Pressesprecher

Tel  +49 172 3211 647 
Fax +49 30 4593-2100

E-Mail: cmaier‎@‏‏dhzb.de

Alle Meldungen

August 2006

Uniklinik Sarajevo und DHZB eröffnen in Bosnien- Herzegowina ein Herzzentrum

Prof. Hetzer hält in Anwesenheit des Präsidenten der Föderation das Festreferat

Sein medizinisches und organisatorisches Know-how gab das Deutsche Herzzentrum Berlin für das sehr ambitionierte Projekt des Aufbaus eines Deutsch-Bosnisch-Herzegowinischen Herzzentrums in Sarajevo. Im Februar 2002 wurde auf Wunsch der Föderation Bosnien- Herzegowina zwischen dem Deutschen Herzzentrum Berlin als einer der namhaftesten europäischen Schwerpunktkliniken für Herz- und Gefäßchirurgie, Herz- und Lungentrans-plantation sowie Kunstherzimplantation, und der Universität Sarajevo ein Kooperations-vertrag geschlossen.

Ziel sollte es sein, eine Herzchirurgie in Sarajevo nach den schweren Kriegszerstörungen aufzubauen und auf modernen Standard zu bringen. Turnusmäßig fuhren DHZB-Teams (Herzchirurgen, Kardio-Anästhesisten und Kardiotechniker) nach Sarajevo und führten dort gemeinsam mit Ärzten der Universitätsklinik Sarajewo Herzoperationen durch. In den vergangenen vier Jahren konnten rund 30 bosnische Ärzte und Fachkräfte am DHZB aus-, fort- und weitergebildet werden.

Die stark kriegsbeschädigte alte Klinik in Sarajewo wurde zunächst teilsaniert und mit einem Herz-Operationssaal ausgestattet. Unterdessen begann der weitere Ausbau der schon vor den Kriegshandlungen als vielgeschossiger Rohbau bestehenden   neuen Universitätsklinik, in die in der Projektplanung des DHZB nunmehr ein  modernes Herzzentrum integriert wird.

Jetzt ist der erste Bauabschnitt des Deutsch-Bosnisch-Herzegowinischen Herzzentrums fertig und wird am 18. August 2006 mit einem Festakt in Anwesenheit des Präsidenten der Föderation Bosnien-Herzegowina eröffnet. Das Referat des Festakts hält Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin. Die Eröffnung nimmt der Generaldirektor des Universitätsklinikums Sarajevo, Prof. Dr. Faris Gafrankapetanovic vor.

 
Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB
Für Informationen und Interviewwünsche:
Tel. 030/832 41 37; Handy 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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September 2006

Pressekonferenz

Schneller als das schlagende Herz

Neuartiger CT für das Deutsche Herzzentrum Berlin

Als erste Klinik in Berlin hat das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) einen Dual Source Computer Tomographen in Betrieb genommen. Diese neuartige Gerätegeneration stellt einen Quantensprung in der Röntgendiagnostik des bislang immer schwierig abzubildenden kranken Herzens dar, das oft eine sehr hohe oder instabile Schlagfrequenz aufweist. Die Untersuchung im Dual Source CT ist besonders patientenschonend, da sie sehr schnell und mit einer um bis zu 50 Prozent reduzierten Strahlenbelastung erfolgt. Die Bildqualität zeugt von einer extrem hohen Auflösung und damit hervorragenden diagnostischen Aussagefähigkeit. Das Gerät ist für die Notfalldiagnostik sowie zur Klärung vieler Fragen vor oder nach einer Herz- oder Gefäßoperation einsetzbar.

Wir möchten Ihnen den neuen CT und seine erstaunlichen Einsatzmöglichkeiten während einer Patientenuntersuchung demonstrieren:

Pressekonferenz
Donnerstag, 21. September 2006, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 1. Stock und
CT-Kontrollraum, Untergeschoss
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


Referenten sind:
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB
André Hartung, Lt. Marketing CT, Siemens Medical Solutions
Dr. Lukas Lehmkuhl, Wiss.Mitarbeiter, Charité Strahlenklinik, CVK
Patient bei der CT-Untersuchung

Über Ihre Teilnahme an der PK würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB

DHZB AKTUELL September 2006: Neuer Dual Source CT für das DHZB

Für Informationen und Interviewwünsche:
Tel. 030/832 41 37; Handy 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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November 2006

Pressekonferenz

1000ster Kunstherzpatient am DHZB
Deutsches Herzzentrum Berlin feiert 20jähriges Jubiläum
Internationales Fest-Symposium zeigt die hohe Leistungsfähigkeit der Klinik

 
"Keinem Patienten, so fortgeschritten seine Erkrankung auch sein mag, wird unsere Hilfe versagt". Dieses hohe Ziel, das der Ärztliche Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB), Prof. Hetzer schon bei Inbetriebnahme der Herzklinik 1986 vorgab, hat bis heute – trotz Gesundheitsreform und Sparzwängen – Bestand. Mittlerweile wurden unter anderem fast 55.000 offene Herzoperationen und 15oo Herztransplantationen durchgeführt. Seit langem hat das Berliner Herzzentrum einen hohen internationalen Ruf als Klinik und wissenschaftliche Institution. Sie ist im In- und Ausland ein begehrter Kooperationspartner. Auf einem Fest-Symposium (24./ 25. 11.06) werden die wichtigsten Arbeitsschwerpunkte des DHZB aus internationaler Sicht beleuchtet: Herztransplantation, Kunstherzimplantation, Aortenoperation, Behandlung angeborener Herzfehler, Herzklappenfehler, Herzinsuffizienz etc.

Das DHZB verfügt über das größte Kunstherzprogramm der Welt. Kürzlich erfolgte die tausendste Kunstherzimplantation. Wir stellen Ihnen diesen Patienten vor und sprechen über 20 Jahre Arbeit am DHZB auf einer

Pressekonferenz
Donnerstag, 23. November 2006, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1,  13353 Berlin

Referenten
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztl. Direktor DHZB
Prof. Dr. Christian Cabrol, Herzchirurg, Paris (1968 erste Herztransplantation in Europa)
Prof. Dr. Felix Berger, DHZB- Dir. Angeborene Herzfehler/ Kinderkardiologie
1000ster Kunstherzpatient

Sperrfrist
23.11.06, 12.00 UHR



Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin


Für Informationen und Interviewwünsche:
Tel.: 030/ 832 41 37; Handy: 0172- 390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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April 2007

Statement von Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des DHZB, zum Tod von Boris Jelzin

Das Ableben des ehemaligen russischen Staatspräsidenten Boris Jelzin bedaure ich persönlich sehr und spreche seiner Ehefrau Naina mein tiefes Mitgefühl aus. Seit dem Jahr 2001 kam der schwer herzkranke Boris Jelzin, der sich 1996 einer Bypass-Operation in Moskau unterziehen musste, turnusmäßig zu einem jährlichen Check-up in das Deutsche Herzzentrum Berlin. Seine schlechte Herzfunktion führte damals bei uns zu der Überlegung, ob wir nicht eine künstliche Herzpumpe implantieren sollten. Ich empfinde es als glücklichen Umstand, dass er trotz seiner fortgeschrittenen Herzerkrankung noch so viele Jahre bei relativ guter Verfassung verleben konnte. Im Laufe der Jahre hat sich zwischen uns ein sehr  enges freundschaftliches Verhältnis entwickelt, in das er auch die ihn betreuenden leitenden Ärzte und das ganze Behandlungsteam des Deutschen Herzzentrums Berlin einbezog.

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin

Informationen
Tel.: 030/ 832 41 37; Handy: 0172- 390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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June 2007

Pressekonferenz

Im Cockpit fliegt der Kardiologe durch Gefäße und Herz

Erstmals weltweit: DHZB weiht EP-Cockpit mit Navigator zur Katheter- Behandlung spezieller Herzrhythmusstörungen ein

Das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) verfügt als erste Klinik weltweit über ein voll integriertes Elektrophysiologielabor (EP) mit Cockpit und Navigator. Die hoch moderne, sehr komplexe Anlage der Firma Philips wurde in das dritte Linksherzkatheterlabor des Hauses installiert.

Bei der Technik wird erstmals die Kombination von Durchleuchtung und mehrdimensionalen Schichtaufnahmen (durch CT oder MRT) bei der Katheter- Ablationsbehandlung des Vorhofflimmerns eingesetzt. Dadurch lässt sich in Bereiche des Herzens gezielt „vorfahren und hineinsehen“, die für das Auftreten der sehr häufigen Herzrhythmusstörung verantwortlich sind. Vom Vorhofflimmern sind mehr als 1 Million Menschen in Deutschland betroffen mit einer jährlichen Kostenbelastung für das Gesundheitssystem von über 600 Mio. €. Größtes Risiko des Vorhofflimmerns  ist ein hierdurch auslösbarer Schlaganfall.

Dieses Verfahren erlaubt es, noch sicherer, wirkungsvoller und schneller die Katheter- Ablationsbehandlung durchzuführen.

Aus Anlass der Einweihung des neuen EP- Cockpit möchten wir Ihnen die Anlage und das Therapieverfahren vorstellen auf einer

Pressekonferenz
Mittwoch, 27. Juni 2007, 11:30 Uhr
mit Begehung und Live-Demonstration ab 10:00 Uhr

Deutsches Herzzentrum Berlin, Kardiologische Ambulanz, Erdgeschoss
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Die Referenten sind:
Prof. Dr. Dr. h. c.  Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor
Prof. Dr. Eckart Fleck, Dir. Klinik f. Innere Medizin/Kardiologie
Steve H. Rusckowski, CEO Philips Medizin Systeme, Mitglied des Konzernvorstands
2 Patienten

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy: 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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November 2007

Pressekonferenz

Kunstherzen auf Dauer werden immer nötiger mangels Spenderherzen
Erste Berliner Erfahrungen mit Kunstherz "Jarvik 2000" am DHZB
Prof. Hetzer leitet Internationales Kunstherzsymposium


Herzchirurg Prof. Hetzer und sein Team haben kürzlich erstmals in Berlin das Linksherzunterstützungssystem Jarvik 2000 In Anwesenheit seines Entwicklers Dr. Robert Jarvik (USA) bei bislang 4 Patienten implantiert. Das System ist derzeit der am längsten (über 7 Jahre) in einem Patienten verbliebene Kunstherztyp.

Mit pro Jahr ca. 100 "Kunstherzen" (insges. rd. 1160  Herzunterstützungssystemen und totalen künstliche Herzen) hat das DHZB bei Anwendung von mehr als 15 verschiedenen Typen das weltweit größte Kunstherz-Programm der Welt. Kunstherzen dienen der kurzzeitigen, langzeitigen oder dauerhaften  Kreislaufunterstützung. In erster Linie werden sie zur Überbrückung der oft mehr als ein Jahr dauernden Wartezeit auf ein Spenderorgan eingesetzt. In einigen Fällen erholt sich das kranke Herz unter Entlastung des Kunstherzens, sodass eine Transplantation nicht mehr nötig ist. Dem Dauereinsatz auf Lebenszeit schenkt die derzeitige Forschung in Anbetracht des Organmangels besonderes Augenmerk.

Das DHZB- Symposium "Mechanical Circulatory Support", das  jetzt zum 5.Mal stattfindet, gilt in Fachkreisen weltweit als hochkarätige wissenschaftliche Veranstaltung, auf der wieder die namhaftesten Herzchirurgen aus Europa und den USA ihre neuesten Erfahrungen mit den verschiedensten Kunstherzsystemen diskutieren. Im Mittelpunkt des Symposiums stehen Fragen des dauerhaften Einsatzes, die Anwendung bei Kleinkindern und Kindern und Studien zur "Erholung" (Weaning) unter Kunstherzentlastung.

Wir stellen Ihnen mehrere Kunstherzsysteme (u. a. Jarvik 2000) anhand von Patientenberichten vor auf einer

Pressekonferenz
Donnerstag, 8. November 2007, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1 , 13353 Berlin


Die Referenten sind: Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztl. Direktor DHZB
Prof. Dr. Matthias Loebe, Herzchirurg, Houston /USA
Dr. Thorsten Drews, OA DHZB
mehrere Patienten am Kunstherz

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin
 
Für Informationen und Interviewwünsche: Tel.:030/ 832 41 37; E-Mail: nickolaus@dhzb.de;
Handy: 0172-390 83 34

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November 2007

Herzwoche 2007

Herzschwäche – Was nun?

Eine Infoveranstaltung des Deutschen Herzzentrums Berlin


Eintritt frei


Sonnabend, 17. November 2007, 10.00 – 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


Es sprechen:

Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des DHZB
Volkskrankheit Herzschwäche – kein Grund zur Angst

Dr. Hans B. Lehmkuhl, Oberarzt
Herzschwäche – Behandlungsmöglichkeiten aus internistischer Sicht (Ursachen der Erkrankung, Zukunftschancen, Medikamente und ihre Wirkungen etc.)

Dr. Elke Lehmkuhl, Kompetenznetz Herzinsuffizienz
Herzschwäche – Was ist anders bei Frauen?

PD Dr. Christoph Knosalla, Oberarzt
Herzschwäche  - Behandlungsmöglichkeiten aus herzchirurgischer Sicht (Bypass-Operation, minimalinvasive Verfahren, „Kunstherzen, Transplantation etc.)


Patienten berichten: So erlebe ich meine Herzschwäche und ihre Behandlung


Stellen Sie uns Fragen. Wir beantworten sie gern.

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December 2007

40 Jahre Herztransplantation – Wie sieht die Zukunft aus?

Am 3. Dezember 07 kommt es zu einem bedeutsamen Jubiläum. Vor 40 Jahren führte der Kapstädter Herzchirurg Dr. Christiaan Barnard die erste Herztrans-plantation durch – ein Ereignis, lang erwartet und von Norman Shumway in Stanford vorbereitet, das ein neues Kapitel in der jungen Geschichte der Herzchirurgie schrieb. Doch mangels geeigneter Medikamente gegen die gefürchteten Abstoßungsreaktionen schien damals der Transplantationsmedizin kein Erfolg beschieden zu sein. Erst mit der Entwicklung hoch potenter Immunsuppressiva nahm die Transplantationsmedizin ihren Siegeszug auf. Heute gehört sie zum Routinealltag großer operativer Zentren. Das DHZB hat das größte Transplantationsprogramm (für Herz und/oder Lunge) in Deutschland mit mittlerweile knapp 1600 Herztransplantationen, davon rd. 150 bei Kindern.
Doch Spenderorgane sind knapp. Gibt es Alternativen ? Diese Frage wollen wir mit Ihnen erörtern auf einer

Pressekonferenz
Montag, 3. Dezember 2007,  12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


Gesprächspartner:
Prof. Dr. med  Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor, DHZB
Mehrere transplantierte Patienten

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin

Für Infos und Interviewwünsche: Tel.: 030/832 41 37; Handy: 0172-390 83 34,
E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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March 2008

Pressekonferenz am 26. März 2008

Hybrid-OP eröffnet - OP-Trakt-Umbau, 1. Bauabschnitt, fertig gestellt

Bei laufendem Operations-Betrieb die Hälfte des OP-Trakts des DHZB komplett umzubauen und mit innovativer Technik auszustatten, ist ein planerischer, baulicher und logistischer Kraftakt. Nunmehr stehen am DHZB nach Abschluss des 1. Bauabschnitts die OP’s 4 bis 6 in neuer Pracht zur Verfügung. Besonders interessant ist dabei der OP 6, der zu einem hochmodernen sogenannten Hybrid-OP für gleich- oder zweizeitige operative und Katheter- Eingriffe umgerüstet wurde.

Diesen OP möchten wir Ihnen sowohl räumlich als auch mit seinem medizinischen Anwendungsspektrum vorstellen auf einer

Pressekonferenz
Vorstellung und Begehung des Hybrid-OP
Mittwoch, 26. März 2008, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
und anschl. Führung zum Hybrid-OP (Umziehen der Kleidung erforderlich)
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Referenten sind:
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor
Prof. Dr. Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie
OA Dr. Michael Hübler, Herzchirurg
OA Dr. Burkhart Zipfel, Herz- und Gefäßchirurg
Dipl.-Ing. Thomas Höhn, Verwaltungsdirektor
Jörg Peter Schmahl, Technischer Direktor

Über Ihre Teilnahme an der PK würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin

Ausnahmsweise bitten wir um Anmeldung
Tel: 030/832 41 37; Handy: 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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April 2008

Pressekonferenz am Freitag, 4. April 2008

20 Jahre Akademie für Kardiotechnik am DHZB
Bachelor- Studiengang wird eröffnet
Bundesweit kleinstes Frühgeborenes mit Baby- HLM operiert


Zwei Jahre nach Inbetriebnahme des Deutschen Herzzentrums Berlin wurde 1988 die Akademie für Kardiotechnik (AfK) gegründet. Initiator der Idee war Prof. Hetzer. Er wünschte sich für die ab den 80er Jahren rasant ansteigende Zahl offener Herzoperationen unter Anwendung der Herzlungenmaschine (HLM) umfassend ausgebildetes Fachpersonal zur Bedienung des Geräts, mit dem ein extrakorporaler Herz- und Lungenkreislauf errichtet wird. In Deutschland gab es damals keine geregelte Ausbildung für Kardiotechniker. Die AfK am DHZB wurde die erste, 1990 schließlich staatlich anerkannte Ausbildungsstätte in Europa. Sie ist seit Jahren beispielgebend für kardiotechnische Schulen des Auslands. Nunmehr wird in Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Hochschule Berlin auch ein Bachelor- Studiengang für Kardiotechnik eröffnet.

Eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe mit Kardiotechnikern hat eine sogenannte Baby-Herzlungenmaschine entwickelt, die speziell auf die körperlichen Bedürfnisse von Frühgeborenen ausgerichtet ist. Vor wenigen Wochen konnte ein Junge mit nur 900 g Gewicht mithilfe dieser miniaturisierten HLM operiert und gerettet werden. Es ist bundesweit das kleinste am offenen Herz operierte Kind. Auf einer

Pressekonferenz
Freitag, 4. April 2008, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

stellen wir Ihnen die Aufgaben der AfK vor und zeigen Ihnen die neueste Weiterentwicklung der Baby-Herzlungenmaschine.

Referenten sind:     
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor
Dipl.- med. Päd. Frank Merkle, Organisatorischer Leiter AfK
Dr. Michael Hübler, OA Herzchirurgie
Dr. Matthias Redlin, OA Kardioanästhesie
Wolfgang Böttcher, Kardiotechniker

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin


Tel: 030/832 41 37; Handy: 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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April 2008

Pressekonferenz und Fototermin am Mittwoch, 16. April 2008

Lassen sich Herzinfarkte vorhersagen?
Verbundforschung mit hoch innovativer Medizintechnik des DHZB klärt die Frage
 

Herzinfarkt und Schlaganfall sind Volkskrankheiten in einer ständig älter werdenden Bevölkerung. Das Erkrankungsrisiko des Menschen ist abhängig vom Zustand seiner Gefäße. Mit zunehmendem Alter bilden sich in den Blutgefäßen Ablagerungen (Plaques) an den Gefäßwänden, von denen einige eine potentielle Herzinfarkt-Gefahr darstellen, da sie aufreißen können und dann zum Gefäßverschluss führen.

Bisher sind Plaques, die zum Abriss (Ruptur) neigen, nicht von ungefährlichen, dauerhaft der Wand anhaftenden abzugrenzen. Studien zeigen, dass es Vorstadien gibt, ehe es zur Ruptur kommt. Hier besteht hoher Forschungs- und Entwicklungsbedarf insbesondere im Bereich spezifischer hochauflösender Bildgebungsverfahren. Das DHZB als „Leuchtturm“ der Berliner Gesundheits-versorgung, Gesundheitswirtschaft und Gesundheitswissenschaft hat in den letzten Jahren durch innovative Medizintechnik in der kardialen Magnetresonanztomographie und durch Einweihung eines elektro-physiologischen Spezialkatheterlabors mit Cockpit und Navigation exzellente Möglichkeiten zur Patientenversorgung, aber auch internationalen Forschung geschaffen. Finanzielle Förderung über das Land Berlin mit seinem Zukunftsfonds und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Kommission halfen und helfen im Rahmen eines Verbundprojektes mit Technischer Universität, DHZB, Charité und Bayer Schering Pharma die Basis zu umfangreichen Studien wie etwa der nicht-invasiven Differenzierung von gefährlichen und ungefährlichen Plaques an Gefäßwänden zu schaffen.

Im Rahmen der Vorstellung des Operationellen Programms des Landes Berlin für den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 2007 bis 2013 laden wir Sie ein zu einer


Pressekonferenz und Fototermin

Präsentation des Verbundprojekts und der DHZB-Großgeräte
Mittwoch, 16. April 2008, 14.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Weißer Saal, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


Referenten sind:     

Staatssekr. Dr. Jens-Peter Heuer, Senatsverw. für Wirtsch., Technologie und Frauen
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB
Prof. Dr. Eckart Fleck, Direktor der Klinik für Innere Medizin-Kardiologie/DHZB
Prof. Dr. Kristof Graf, OA der Klinik für Innere Medizin-Kardiologie/DHZB
    

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin
   

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April 2008

Presse- und Fototermin zum Girls Day

Frauen im OP - DHZB beteiligt sich erstmals am Girls´Day

Handwerk, Technik und IT gelten noch immer als typische Männerberufe. Am Girls´Day sollen rd. 8000 Schülerinnen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren Einblick in diese Männerdomänen erhalten. Mehr als 250 Unternehmen, Bildungsein-richtungen und Handwerksfirmen beteiligen sich an dieser  von den Schulen
sehr unterstützten Berufsfindungsmaßnahme.

Erstmals nimmt auch das DHZB, das als international bekannte Hochleistungsklinik bis zu 5000 Herz- und Gefäßoperationen, Herz- und Lungentransplantationen sowie Kunstherz-Implantationen durchführt,  am Girls´Day teil. Hier werden Einblicke in die eher männlich dominierte Arbeitswelt im OP gewährt.

Drei Mitarbeiterinnen des DHZB wollen den 60 jungen Mädchen, die am Girls´Day Gast des DHZB sind, höchst verantwortungsvolle Berufe wie den der Herzchirurgin, Kardiotechnikerin oder Operationstechnischen Assistentin (OTA) näher bringen.
 

Presse- und Fototermin zum Girls Day

Donnerstag, 24. April 2008, 11.00 – 13.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Weißer Saal, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Über Ihre Teilnahme an der Veranstaltung würden wir uns freuen.Dr. Barbara NickolausPressesprecherin

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April 2008

Pressekonferenz am Dienstag, 29. April 2008

Mini-Roboter für das Herz
Weltweit erstmals neuartiger Herzschrittmacher am DHZB implantiert
Die erste Patientin spricht über ihre Erfahrungen


Zahlreiche herzkranke Patienten auf der Welt verdanken seit vielen Jahren einem Herzschrittmacher Sicherheit und gute Lebensqualität. Schrittmacher sind vom Typ und ihren Aufgaben sehr unterschiedlich. Sie geben elektrische Impulse an die rechte und linke Herzkammer dauerhaft ab oder auch einen Elektroschock bei Bedarf an die rechte Hauptkammer. Die Schrittmacher-Elektroden werden vom Kardiologen im Herz implantiert und der Impulsgeber im Hautgewebe der Brust positioniert.

Weltweit erstmals wurde vor wenigen Tagen von den Kardiologen der Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie bei einer 31jährigen Brandenburgerin mit angeborenem Herzfehler ein hoch innovativer roboterähnlicher Herzschrittmacher implantiert. Er ist ein fast vollautomatisches, kabelloses, digitales Dreikammer-Gerät, das mit einem telemetrischen System zur routinemäßigen Fernabfrage und ambulanten Nachsorge ausgerüstet ist. Der Schrittmacher steuert selbständig den Herzrhythmus. Man erhofft sich gerade bei jüngeren Patienten mit Herzschwäche, dass die Unterstützung durch diesen kleinen „Roboter“ zur Erholung des kranken Herzens führt und Transplantationen zu vermeiden hilft.

Wir möchten Ihnen dieses Gerät, das fast 20.000 Euro kostet, und seine großen Möglichkeiten vorstellen auf einer


Pressekonferenz

Dienstag, 29. April 2008, 10.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Die Referenten sind:

Prof. Dr. Felix Berger, Dir. der Klinik für Angeb. Herzfehler/Kinderkard.
OA Dr. Björn Peters, Klinik f. Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie
Erste Patientin mit dem neuartigen Mini-Roboter

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin

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June 2008

Pressekonferenz am Freitag, 20. Juni 2008, 11.30 Uhr

Über 20 Prozent der Herztransplantierten des DHZB überleben länger als 20 Jahre - Individuelle Nachsorgekonzepte erreichen gute Ergebnisse - Langzeittransplantierte sprechen über ihr Erleben

Lässt sich bei einem Patienten die Überlebenszeit nach einer Herztransplantation aufgrund genetischer Anlagen oder bestimmter Vorerkrankungen vorhersagen? Warum überleben manche Patienten mehr als 20 Jahre, andere nur 10 Jahre? Die Frage der Langzeitüberlebensrate bei Herztransplantierten steht im Zentrum eines internationalen Treffens der namhaftesten Herzspezialisten Europas und der USA, das unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer am DHZB am Wochenende veranstaltet wird              (21./22. Juni 2008).

Das DHZB, das über das größte Herztransplantationsprogramm in Deutschland verfügt, hat rd. 1700 Herzen bei Patienten zwischen drei Monaten und 72 Jahren transplantiert. Im internationalen Vergleich konnten am DHZB höhere Langzeitüberlebensraten nach Transplantation aufgrund sehr spezifischer medikamentöser, pflegerischer, psychologischer und Nachsorge-Konzepte erzielt werden. Dennoch bleibt unklar, welche Kriterien ausschlaggebend für das Langzeitüberleben (mehr als 20 Jahre nach Transplantation) von über 20 Prozent der Patienten sind. Eine Kooperation des DHZB mit der in der Transplantationsmedizin renommierten Stanford University/Kalifornien befasst sich mit diesen Fragen.

Wir laden Sie  im Vorfeld des Symposiums ein zu einer

Pressekonferenz
(Langzeitüberleben nach Herztransplantation)
Freitag, 20. Juni 2008, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Die Referenten sind:
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer
OA Dr. Hans B. Lehmkuhl
Langzeittransplantierte Patienten

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.Dr. Barbara Nickolaus, PressesprecherinInfos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy: 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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July 2008

Stiftung Europäische Gewebebanken

Konstituierende Stiftungsratssitzung

Am 08. 07. 08 fand in Berlin die Konstituierende Stiftungsratssitzung der Stiftung Europäische Gewebebanken statt. Zum Stiftungsratspräsidenten wurde Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin, gewählt. Sein Stellvertreter ist Prof. Dr. Bruno Reichart, Direktor der Herzchirurgischen Klinik, Klinikum Großhadern der Universität München.

Medizinischer Direktor der Stiftung ist PD Dr. Bruno Meiser, Direktor der Herzchirurgischen Klinik, Klinikum der Universität München. Kaufmännischer Direktor ist Dipl.-Ing. Thomas Höhn, Verwaltungsdirektor des Deutschen Herzzentrums Berlin.

Die Gründungsmitglieder der Stiftung sind das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, das Deutsche Herzzentrum München, das Deutsche Herzzentrum Berlin und die Herzchirurgische Klinik Großhadern der LMU München. Das Stiftungskapital wurde aufgebracht vom Deutschen Herzzentrum Berlin, Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, Herzzentrum Dresden - Universitätsklinik und der Burkart Verwaltungen GmbH -Singen. Die Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt.

Aufgabe der Stiftung des Bürgerlichen Rechts ist es, unabhängig und neutral die Koordination und Organisation der Entnahme und Transplantation von Geweben für alle sich der Stiftung anschließenden Kliniken und Einrichtungen flächendeckend für Deutschland und unter Einbeziehung von Bio Implant Service BIS für Europa zu gewährleisten.

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin

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June 2009

Kranke Mitralklappen lassen sich operativ reparieren

Prof. Hetzer hält Ehren-Vorlesung zur Herzklappenrekonstruktion

Internationaler Herzklappen-Kongress in Berlin


Herzklappenfehler sind unter den erworbenen Herzklappenerkrankungen des Erwachsenen sehr häufig. Sie sind Thema einer von ca. 1000 Herzchirurgen, Kardiologen, Radiologen besuchten, erstmals in Europa gemeinsam veranstalteten Tagung der internationalen und der amerikanischen Herzklappengesellschaften in Berlin (SHVD und HVSA, Präsidenten: Prof. Dr. Friedrich W. Mohr, Leipzig, und Dr. Jeffrey S. Borer, New York, 27.-30. Juni 09).

Der Kongress findet im Hotel The Ritz Carlton, Potsdamer Platz 3, Berlin-Mitte statt.

In ca. 20 % weisen Patienten der jüngeren und mittleren Altersstufe einen Mitralklappenfehler auf, der oft lange unbemerkt bleibt. Leistungsminderung, Atemnot, Schwindel, und Herzstolpern können erste Anzeichen einer Mitralklappenerkrankung sein. Stauungsvorgänge führen nach und nach zu einer Rechtsherzschwäche und evt. einer starken Vorwölbung (Prolaps) der sogen. Mitralsegel in den linken Vorhof. Hier gibt es neue Reparaturverfahren, mit denen die Mitralklappe operativ rekonstruiert werden kann. Durch sie lässt sich auf einen mechanischen oder biologischen Herzklappenersatz und eine dauerhafte gerinnungshemmende Medikamentengabe verzichten.

Auf einer Ehren-Vorlesung durch den Ärztlichen Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin, Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, wird er über diese neuen Techniken bei der Aorten- und Mitralklappe referieren (Montag, 29. Juni 09 von 14.30-15.15 Uhr, Ballsaal). 

Ebenfalls stehen die neuen Therapiemöglichkeiten im Mittelpunkt eines speziellen Mitralklappen-Symposiums, das von Prof. Mohr und Prof. Hetzer geleitet wird (29. 6. 09 von 7.30-13.30 Uhr).

Ferner weisen wir hin auf die

Pressekonferenz Herzklappenkongress

Montag, 29. Juni 2009, 10.30 Uhr

Hotel The Ritz Carlton, Salon Bellevue

Potsdamer Platz 3,  10786 Berlin

 

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin DHZB

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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January 2009

Preis für Hilfsprojekt des Deutschen Herzzentrums Berlin

DHZB-„Brücke“ ist „Ort im Land der Ideen“

Das DHZB wurde mit seinem humanitären Hilfsprojekt „Brücke zu herzkranken Kindern“ im Rahmen des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ von einer hochkarätigen 18köpfigen Jury als einer der diesjährigen Sieger ausgewählt.
Schirmherr des Wettbewerbs ist Bundespräsident Horst Köhler.
Die Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), demonstriert mit dem Preis die Zukunftsfähigkeit, Leistungs- und Innovationskraft des Standortes Deutschland.

                                         Preisverleihung

                               Freitag, 30. Januar 2009, 11.00 Uhr

                                        DHZB, Bibliothek

In der offiziellen Preisverleihung überreichen die Wettbewerbs-Veranstalter und Partner der bundesdeutschen Standortinitiative dem Ärztlichen Direktor des DHZB, Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, und dem Direktor der DHZB-Klinik für Angeborene Herzfehler/ Kinderkardiologie, Prof. Dr. Felix Berger, eine Ehrentafel für das DHZB und sein Hilfsprojekt. Das DHZB lädt zu gleicher Zeit die kleinen Patienten der Kinderstation H 4 und die Nutzer der Kindertagesstätte von Charité/DHZB zu einer heiteren Kinder-Veranstaltung ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

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April 2009

Die 100 sind erreicht

Neuartiger Herzklappenersatz mit einem Katheter durch die Herzspitze

Der 100. Aortenklappenersatz im ein Jahr alten hochmodernen Hybrid-Operationssaal des Deutschen Herzzentrums Berlin - dem ersten in Berlin - wurde vor wenigen Tagen an einem 81jährigen, ehemaligen kaufmännischen Angestellten aus Berlin durchgeführt. Dies ist die höchste Fallsteigerungsrate innerhalb eines Jahres in Bezug auf ein sehr schonendes und effektives Verfahren, das vor allem Hochrisikopatienten zuteil wird. Hierbei handelt es sich um Betagte, Voroperierte oder durch Vorerkrankungen stark geschwächte Patienten, also eine Gruppe, die infolge der demografischen Veränderungen immer größer wird.

Während man bei jüngeren Patienten einen Aortenklappenersatz der schlussunfähigen oder verengten Aortenklappe im Rahmen einer offenen Herzoperation unter Einsatz der Herzlungenmaschine vornehmen würde, kann dieser komplikationsarme Routineeingriff für den Organismus des alten Menschen sehr belastend sein. Für Risikopatienten kommt das schonendere neue Hybrid-Verfahren infrage, bei dem chirurgische Operations- und kardiologische Kathetertechniken kombiniert werden und ein Spezialkatheter mit innenliegender neuer Herzklappe meist durch die Herzspitze hindurch an den Einsatzort geführt wird. Eine Brustkorberöffnung oder Anwendung der Herzlungenmaschine ist dabei nicht notwendig. Der Patient erholt sich schnell und ist wieder altersentsprechend leistungsfähig.

Wir stellen Ihnen den 100. Patienten sowie weitere Patienten nach Aortenklappenersatz im Hybrid-Verfahren vor in einer

 


Pressekonferenz

Dienstag, 28. April 2009, 12.00 Uhr

Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


 Referenten sind:      Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor

                              OA Prof. Dr. Miralem Pasic

                              Mitglieder des Hybrid-Operationsteams

                              Patienten nach Aortenklappenersatz im Hybrid-Verfahren

 

Über Ihre Teilnahme an der Veranstaltung würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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May 2009

Prof. Hetzer kämpft für verändertes Transplantationsgesetz

Neues Medizingerät am DHZB zum Transport schlagender Spenderherzen

Transplantierte erzählen über ihr Schicksal

Immer weniger schwerkranke Menschen können aus Mangel an Spenderorganen transplantiert werden und damit wieder ein lebenswertes Leben gewinnen. Insgesamt sanken die Zahlen an Organspenden 2008 bundesweit um fast 9 Prozent. Zwar sind rund  80 Prozent aller Bundesbürger für eine Organspende, aber gerade einmal 14 Prozent tragen tatsächlich einen Organspenderausweis. Jährlich sterben mehr als 1000 Patienten auf der Warteliste.

Auch am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) mit einem der bundesweit größten Transplantationsprogramme sinken die Transplantationszahlen für Herz, Lunge und die Kombination von Herz und Lunge. Der Ärztliche Direktor des DHZB Prof. Dr. Roland Hetzer kämpft für die Änderung des derzeit geltenden Transplantationsgesetzes und befürwortet die in anderen Ländern erfolgreiche Widerspruchsregelung.

Ein neuartiges medizintechnisches Gerät (Spezial-Herzlungenmaschine), in dem ein schlagendes Spenderherz mit warmem sauerstoffreichen Spenderblut durchspült wird, erlaubt seit kurzem eine annähernde Verdopplung der Transportzeit von Spenderorganen auch aus weit entfernten Ländern. Hinzu kommt, dass keine Gewebeschäden, wie sie bei der bislang üblichen Kältekonservierung auftreten, mehr nachweisbar sind, sodass mehr und qualitativ bessere Herzen zur Transplantation zur Verfügung stehen.

Aus Anlass des „Tages der Organspende“ stellen wir Ihnen vier Patienten und ihre Schicksale vor und zeigen Ihnen die neue Maschine zur Blutperfusion von schlagenden Spenderherzen auf einer  

Pressekonferenz

                                              Dienstag, 2. Juni 2009, 12.00 Uhr

Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

 

Die Referenten sind:      Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor

                                       Oberarzt PD Dr. Christoph Knosalla, Herzchirurg

                                       Vier Patienten nach Herz- bzw. Lungentransplantation

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November 2009

Pressemitteilung

Herzblüter - Dinge, die ans Herz gehen

Eine Herzensangelegenheit: Unterstützung von Kindern

Etwa jedes 100. Kind in Deutschland kommt mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Viele von ihnen benötigen sofort und auch mehrfach während ihrer Kindheit lebensnotwenige Eingriffe und Operationen.

Häufig kann nicht jeder kleine Patient in dieser Zeit permanent durch die Familie unterstützt werden, mancher ist sogar ganz allein.

Diese Erfahrung als betroffene Mutter eines herzkranken Kindes war Anlass für die Gründung von herzblüter, die diese fehlende emotionale Zuwendung ausgleichen und eine Lücke schließen möchten.

herzblüter entwickelt hochwertige Produkte für Kinder, mit dessen Verkauf ein Beitrag für die Unterstützung herzkranker Kinder geleistet wird.

Fortsetzung

Link zur website herzblüter

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September 2009

Pressekonferenz am Welttag/Europäischer Tag der Organspende

Deutsches Herzzentrum Berlin beteiligt sich intensiv daran
Prof. Hetzer: Änderung des Transplantationsgesetzes ist dringend erforderlich


Der Mangel an Spenderorganen ist eklatant. Mehr als 80 Prozent aller Bundesbürger sind zwar für eine Organspende, aber nur knapp 17 Prozent tragen einen Spenderausweis bei sich. Jährlich gibt es rd. 1200 Patienten, die die Wartezeit auf ein Spenderorgan nicht überleben.

Das DHZB hat mit 1750 Herz- und Herzlungentransplantationen (160 bei Kindern) sowie 380 Lungentransplantationen (21 bei Kindern) eines der größten Transplantationsprogramme in Deutschland. Organe erhielten Patienten im Alter zwischen 8 Tagen und 71 Jahren. Mit sogen. 'Kunstherzen' (Kreislaufunterstützungspumpen) und Totalen Künstlichen Herzen kann die sehr lange Wartezeit auf ein Spenderorgan in vielen Fällen erfolgreich überbrückt werden. Das Kunstherzprogramm des DHZB ist mit der Anwendung von derzeit 16 verschiedenen Systemen an rund 1450 Patienten das größte der Welt.

Am Sonntag, 4. Oktober 2009 findet vor dem Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni zwischen 10.00 und 21.00 Uhr der erstmals in Deutschland durchgeführte Welttag/Europäische Tag der Organspende (Veranstalter Deutsche Stiftung Organtransplantation DSO) statt. Das DHZB als eines der größten Transplantationszentren für Herz und Lunge in Deutschland wird mit einem Pagodenzelt am Organspendetag teilnehmen und für Informationen und Gespräche Raum bieten. Zugleich informieren in dem Zelt die Stiftung Europäische Gewebebanken, für die das DHZB federführend ist, ferner der DHZB-Streetworker für Organspende, die Gesellschaft der Freunde des DHZB und der Senator für Gesundheit. Prof. Hetzer steht den Berlinerinnen und Berlinern ab 12.00 Uhr zu Gesprächen zur Verfügung. Der Festtag wird gegen 11.00 Uhr durch das Spektakel der durchziehenden 'Riesenmarionetten' und die Radtour transplantierter Sportler noch besonders aufgewertet.

Aus Anlass des Welttages/Europäischen Tages der Organspende laden wir Sie ein zu einer

Pressekonferenz
Mittwoch, 30. September 2009, 10.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


Referenten sind:
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor
OA Dr. Hans B. Lehmkuhl
Prof. Dr. Peter Fissenewert, Ges. der Freunde des DHZB
4 Patienten unterschiedlichen Alters nach Herz- bzw. Lungentransplantation

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin

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October 2009

Auftakt der Organspende-Kampagne des DHZB

Superman und seine Heldin landeten am 19. Oktober in Berlin

Auch schwerwiegende Themen sollte man nicht unbedingt mit dem erhobenen Zeigefinger des Oberlehrers darbieten, sondern zum Beispiel mit der Leichtigkeit von Comic-Figuren und ihren jedermann verständlichen Geschichten. Unter dem Motto „Das kannst Du auch – Organspenden heißt Leben retten“ zeigen Superman und seine Heldin mit einem Augenzwinkern, dass jedermann als Organspender zum Lebensretter werden kann – vorausgesetzt er füllt einen Organspenderausweis aus.

Die von Prof. Hetzer und dem DHZB initiierte Kampagne, die zum Welttag für Organspende am Brandenburger Tor mit der Präsentation von 10 Fragen, die jeder zur Organspende stellt, begonnen wurde, nimmt stetig größere Konturen an, immer mehr namhafte Förderer beteiligen sich daran, z. B. die Wall AG, Verlag Axel Springer, Telekom AG, Techniker Krankenkasse, Video World usw.

Schauen Sie sich die Plakate an, die überall in Berlin zu finden sind.

Gehen Sie auf unsere Sonder-Website: www.proorganspende.de

Helfen Sie mit, damit die Kampagne ein Supermann/-frau- Erfolg wird.

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin

Infos: Tel: 030/832 41 37; Handy: 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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November 2009

High-Tech Pumpen zur akuten Lebensrettung

Auf dem Weg zum Dauereinsatz von „Kunstherzen“

Prof. Hetzer stellt auf  intern. Kunstherzkongress ein neues Verfahren vor

DHZB hat größtes Kunstherzprogramm der Welt

 

 

Patienten ohne messbaren Puls oder Blutdruck gelten bei Laien als “gruselig“, Experten wissen, hier handelt es sich um schwer herzkranke Menschen, denen zur Überbrückung der Wartezeit auf ein Spenderherz ein sogen. „Kunstherz“ implantiert wurde.

Versuche mit Kunstherzen gibt es in Berlin seit den 60iger Jahren. Mittlerweile konkurrieren International eine Vielzahl sehr ausgereifter Kreislaufunterstützungspumpen verschiedener Hersteller. Statt der ursprünglich pulsatilen Pumpen wurden in den letzten Jahren zunehmend mehr Rotationspumpen entwickelt, die einen kontinuierlichen Blutfluss erzeugen. Die neuen Pumpen sind kleiner, verschleissfrei, lautlos und verbrauchen weniger Energie.

Zu dieser neuen Generation gehört auch das HeartWare-System zur Linksherzunter-stützung. Dieses miniaturisierte System erlaubt verkürzte Operationszeiten.

Mit einem von Prof. Hetzer modifizierten HeartWare- Implantationsverfahren lässt sich dieses vollimplantierbare System jetzt auch zur Unterstützung beider Herzkammern auf Dauer nutzen. Damit können auch Patienten behandelt werden, für die es bisher keine Lösung mit Lebensqualität gab.

Aus Anlass des 6. Internationalen Kunstherzkongresses des DHZB (6. – 8. 11. 09) möchten wir Ihnen die Einsatzgebiete von Kunstherzen (Überbrückung bis zur Transplantation, Erholung am Kunstherz, Einsatz bei Kleinkindern, Dauereinsatz) sowie  neuartige Entwicklungen vorstellen und Patienten über ihre Erfahrungen mit Kunstherzen berichten lassen.

 

                                               Pressekonferenz

 Freitag, 6. November 2009, 11.00 Uhr

Hotel Maritim proArte

Friedrichstr.151, 10177 Berlin

Referenten sind:      Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor

                                 Dr. Ewald Hennig, DHZB-Assist-Gruppe

                                 Oberarzt PD Dr. Thomas Krabatsch

                                 Patienten am Kunstherz

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin

Infos: Tel: 030/832 41 37; Handy: 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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June 2010

Lange Nacht der Wissenschaften 2010

Programm ab sofort online

Liebe Freunde der Wissenschaft,
ab sofort gibt es das komplette Programm zur Langen Nacht der Wissenschaften, die am 5. Juni 2010 stattfindet, im Internet unter www.langenachtderwissenschaften.de.

Das umfangreiche Angebot der „Klügsten Nacht des Jahres“ mit mehr als 2.000 Programmpunkten verspricht auch in diesem Jahr viele spannende Überraschungen.

Unter den 70 teilnehmenden Einrichtungen öffnen mehr als zehn Institutionen ihre Türen erstmals in einer Langen Nacht, darunter das Europäische Patentamt sowie das Deutsche Patent- und Markenamt, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.

Das Programm in den anderen Einrichtungen ist nicht weniger interessant und abwechslungsreich – hier werden insgesamt 800 ganz neue Veranstaltungen angeboten.

Im Internet können Sie sich das Programm wieder nach Orten und Routen, nach Sc hlagworten und anderen Kategorien individuell zusammenstellen. Dort finden Sie auch umfangreiche Informationen zu den Shuttlebus-Routen und zum Ticketverkauf.

Das gedruckte Programmheft erhalten Sie ab dem 20. Mai, dem Start des Vorverkaufs, in Berlin an allen Verkaufsstellen der S-Bahn und der BVG sowie in Potsdam bei der ViP, den Tourismusinformationen und der MAZ-Ticketeria geben. Darüber hinaus liegen Programmhefte in den Filialen der Berliner Bank aus.

Ihr Lange-Nacht-Team

Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin und Potsdam
5. Juni 2010
www.langenachtderwissenschaften.de

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March 2010

Pressekonferenz

Zeitenwende in der Thrombosetherapie?

Mehr als 600.000 Patienten sind vom lebensgefährlichen Thromboserisiko betroffen
Patienten zeigen Blutgerinnungswert-Selbstkontrolle mit Taschengerät

Rund 600.000 Menschen bedürfen dauerhaft einer medikamentösen Thrombose verhindernden Therapie, z. B.  nach Operationen wie Hüftgelenkersatz, künstlichen Herzklappenersatz, Kunstherz-Implantation oder aber bei Vorhofflimmern, nach Herzinfarkt, Schlaganfall und bei Herzinsuffizienz etc.

 

Häufig entwickelt sich an einer geschädigten Gefäßwand ein Blutpfropf, der in Herz- oder Hirngefäße abwandert und zum lebensgefährlichen Infarkt oder zur Embolie führt. Der große Pathologe Rudolf Virchow wies bereits im 19. Jahrhundert auf die drei Faktoren einer Embolie und ihrer fatalen Folgen hin. Da die Blutgerinnung kein stabiler Vorgang ist, bedarf es einer sorgfältigen ärztlichen Überwachung der Patienten unter einer blutgerinnungshemmenden Therapie, um z. B. einer übermäßigen Blutungsneigung rechtzeitig vorzubeugen. Patienten unter entsprechender Therapie können in Kursen auch das Blutgerinnungs-Selbstmanagement erlernen und zuhause mithilfe eines kleinen Taschengerätes (INR-Testgerät) ihre Gerinnungswerte messen und die Dosierung ihrer Medikamente dem Wert anpassen. Mittlerweile führen dies rund 160.000 Patienten in Deutschland durch. Seit rund 15 Jahren schult in Berlin MTBASA (Medizin-Technische Beratungsstelle der Arbeitsgemeinschaft Selbstkontrolle der Antikoagulation) und hat bereits 8000 Patienten in der Methodik des Gerinnungsselbstmanagements unterwiesen. Vor einem Jahr erhielten neuartige, sogenannte Faktor Xa- und Thrombin-Inhibitoren in Tablettenform eine Zulassung für Hochrisikofälle und zur Prophylaxe von Thrombosen. Die Zulassung auch zur Therapie wird in diesem Jahr erwartet. Diese neuen Medikamente könnten die Thrombosevorbeugung und Therapie stark verändern.

 

Wir möchten Ihnen im Vorfeld eines vom DHZB und MTBASA veranstalteten Symposiums zur möglichen Zeitenwende in der Antikoagulationstherapie Informationen zu den neuen Entwicklungen und zur Selbstkontrolle bei der Gerinnungstherapie geben auf einer

Pressekonferenz

Montag, 15. März 2010, 12.00 Uhr

Deutsches Herzzentrum Berlin, Treffpunkt Eingangshalle im  EG

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

 

Referenten:     Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB

                     Prof. Dr. Hanno Riess, Stellv. Dir. der Klinik für Hämatologie und Onkologie

                     Charité, Virchow-Klinikum

                     Ines Hartwig-Zaidan, MTA, Leiterin MTBASA

                     Patienten, die das Gerinnungs-Selbstmanagement demonstrieren

 

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus

Pressesprecherin DHZB

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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April 2010

Presse- und Fototermin

Girls´Day im DHZB

Herzchirurgin – noch immer ein seltener Beruf
DHZB präsentiert am Girls´Day Berufe im OP

Feuer und Flamme sind rund 120 junge Mädchen, um Einblicke in die eher männlich dominierte Arbeitswelt im Operationssaal durch das Deutsche Herzzentrum  Berlin (DHZB) zu erhalten. Innerhalb kürzester Zeit waren die im Internet angebotenen Plätze der DHZB- Veranstaltung ausgebucht.

Der Girls´Day wird in diesem Jahr rund 10.000  jungen Mädchen typische Männerberufe aus Handwerk, Technik, IT oder Medizin vorstellen. Dieser Berufsfindungstag wird von mehr als 250 Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Handwerksfirmen etc. maßgeblich unterstützt. Zweck ist es, junge Mädchen und Frauen für sogen. „Männerberufe“ zu interessieren, über deren Bedingungen sie meist viel zu wenig wissen.

Das DHZB  als international bekannte Hochleistungsklinik mit bis zu 5000 Herz- und Gefäßoperationen, Herz- und Lungentransplantationen sowie Kunstherz-Implantationen nimmt nach guten Ersterfahrungen nun zum dritten Mal am Girls´Day teil.

Fünf Mitarbeiterinnen wollen den 120 jungen Mädchen, die am Girls´Day Gast des DHZB sind, höchst verantwortungsvolle Berufe wie den der Herzchirurgin, Kardiotechnikerin, Physician Assistant oder Operationstechnischen Assistentin (OTA) näher bringen. Dabei zeigen u. a.  Herzchirurginnen in einem echten OP Operationsinstrumente und eine Herz-Lungen-Maschine.

Wir laden Sie ein zum

                           Presse-/ Fototermin Girls´Day im DHZB

                      Donnerstag, 22. April 2010, 10.00 – 12.30 Uhr

                 Deutsches Herzzentrum Berlin, Weißer Saal, 2. Stock

                       Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

 

Über Ihre Teilnahme an der Veranstaltung würden wir uns freuen.

 

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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April 2010

BERLIN CAPITAL CLUB

Club Life - Magazin Frühjahr 2010

Interview mit Prof. Dr. med.Dr. h.c. Roland Hetzer

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June 2010

Pressekonferenz

Erst Superman, dann Matthias Schweighöfer und und und…

DHZB wirbt für die Organspende

 

Zwei Drittel der Bundesbürger bejahen eine Organspende, aber nur 14 Prozent tragen auch tatsächlich einen Organspendeausweis bei sich. Rund 12.000 Menschen warten auf ein Spenderorgan, davon etwa 800 auf ein Spenderherz, 30 Prozent unter ihnen werden die oft über ein Jahr lange Wartezeit nicht überleben, es sei denn, sie können mit einem Kreislaufunterstützungssystem („Kunstherz“) versorgt werden.

Die rückläufigen Organspendezahlen sind dramatisch (347 Herzen im Jahr 2009). Die bundesweit mit Porträts namhafter Schauspieler und Sportler werbende Organspendekampagne „Proorganspende“ des DHZB und weitere Kampagnen mehrerer Institutionen versuchen die Menschen aufzurütteln und dazu anzuregen, einen Spenderausweis bei sich zu führen.

Wir wollen Sie informieren über Aktionen unserer Pro-Kampagne und über die Problematik des Transplantationsgesetzes; ferner sollen transplantierte Patienten (Herz und Lunge) sowie eine Betroffene, die vor Jahren die Interessengemeinschaft Organtransplantierter Patienten ins Leben rief, zu Worte kommen.

Aus Anlass des Tages der Organspende (5. Juni 2010) laden wir Sie ein zu einer

Pressekonferenz

Dienstag, 1. Juni 2010, 12.00 Uhr

Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Referenten sind:   Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor, DHZB

                             Dr. Claus Wesslau, Deutsche Stiftung Organsspende DSO

                             OA Dr. Reinhard Pregla, Kampagne Proorganspende

                             Ute Opper, Interessengemeinschaft Organtransplantierter Patienten

                             Transplantierte Patienten sprechen über ihr „zweites“ Leben

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

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September 2010

Pressekonferenz

Gute Ergebnisse mit Herzoperationen im hohen Alter

DHZB informiert zum 10. Weltherztag über Herzchirurgie im Zeichen des demografischen Wandels

 

Kurze Zeit nach der Herzoperation verließ eine 99jährige Patientin das DHZB mit dem Hinweis, sie verzichte auf das Entlassungsgespräch und werde „jetzt endlich shoppen gehen“.

Herzoperationen bei Hochbetagten waren noch vor wenigen Jahren ein großes Risiko, dem man die Patienten nicht aussetzen wollte. An die steigende Lebenserwartung (heute werden 50 Prozent der Männer über 80 Jahre und 51 Prozent der Frauen über 85 Jahre alt) passen sich Geist und Körper der älteren Menschen recht gut an. Diese bleiben trotz zunehmender körperlicher Einschränkungen länger fit, mobil, selbständig und selbstbewusst. Im Krankheitsfall wünschen sie nicht unbedingt eine Lebensverlängerung, aber eine Verbesserung ihrer Lebensqualität. Diesen hohen Ansprüchen kann eine moderne und innovative Herzchirurgie, Kardiologie und Kardio-Anästhesie durchaus entsprechen, z. B. mit  einer Bypass-Operation oder mit schonenderen Eingriffen wie der katheterunterstützten Aortenklappenoperation sowie durch kleine, leistungsfähige Kreislaufunterstützungs-pumpen, die auf Dauer implantiert werden.

 

Aus Anlass des 10. Weltherztages (26. 9. 2010) laden wir Sie ein zu einer

 

Pressekonferenz

Mittwoch, 22. September 2010, 12.00 Uhr

Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

 

 

Referenten sind:   Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor, DHZB

                              Prof. Dr. Hermann Kuppe, Direktor Inst. für Anästhesiologie, DHZB

                              OA Dr. Thorsten Drews, Herzchirurg

                              Ältere Patienten nach Herzoperation/mit Kunstherz

 

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

 

Dr. Barbara Nickolaus

Pressesprecherin DHZB

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October 2010

Pressekonferenz

Rotationspumpe auf Dauer – Hoffnung für viele Herzkranke

Neue Wege zur immer besseren Herzunterstützung
Internationale ISRBP-Tagung – Prof. Hetzer ist Kongresspräsident


An der Herzschwäche (Herzinsuffizienz) versterben jährlich rund 300.000 Menschen. Kreislaufunterstützungssysteme und Totale Kunstherzen übernehmen in steigender Zahl die Arbeit der versagenden Herzkammer(n) bei Patienten mit Herzinsuffizienz im Endstadium. Die Kunstherzforschung hat bereits seit den 70iger Jahren in Berlin Tradition. Am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) wurde in den 80iger Jahren das größte Kunstherzprogramm der Welt für Kinder und Erwachsene aufgebaut (über 1600 Patienten, davon 130 Kinder, 25 verschiedene Systeme und System-Kombinationen).

Nachdem anfangs überwiegend pulsatile Systeme beim Patienten implantiert wurden, gelang es Dr. Michael DeBakey (Houston) gemeinsam mit der NASA das erste Rotationssystem (DeBakey-Ventricular Assist Device VAD) zu entwickeln, das 1998 im DHZB von Prof. Hetzer weltweit erstmals implantiert wurde. Mittlerweile entstand eine Vielzahl dieser kleinen, leichten, geräuschlosen und wenig Energie verbrauchenden Rotationspumpen, die einen kontinuierlichen Blutfluss im Patienten erzeugen. Ihre Entwicklung wurde von vielen Studien begleitet. Rotationspumpen haben die alte Generation pulsatiler Systeme fast verdrängt.

Rund 300 Experten aus Europa, USA und Asien treffen sich vom 14. bis 16. Oktober zum Erfahrungsaustausch auf dem 18. Kongress der Internationalen Gesellschaft für Rotationspumpen (ISRBP, Tagungspräsident ist Prof. Dr. Roland Hetzer). Im Mittelpunkt stehen Fragen zur technischen Weiterentwicklung der Rotationspumpen bis hin zum Totalen Künstlichen Herz (TAH), zur Biokompatibilität, zum Dauer- oder Langzeiteinsatz bei Erwachsenen und Kindern, zum Tragekomfort oder zur verbesserten Unterweisung von Patient und Dritten im Umgang mit den Systemen. Wir informieren Sie über Schwerpunkte des Kongresses auf einer

Pressekonferenz

Freitag, 15. Oktober 2010, 10.00 Uhr, Raum: Ludwig Erhard
NH Hotel, Leipziger Straße 106 – 111; 10117 Berlin

Referenten

Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Tagungspräsident, Ärztl. Direktor DHZB
Dr. James W. Long, INTEGRIS Advanced Cardiac Care, Oklahoma City, Präsident der ISRBP
Prof. Dr. Ing. Ulrich Steinseifer, AME-Dept. Of Applied Medical Engineering, Helmholtz-Institut Aachen
Dr. Yoshiyuki Taenaka, Dept. of Organ Transplantation National Cardio Vascular Center, Osaka
Dr. Matthias Loebe, The Michael DeBakey Dept. of Surgery Clinic, Baylor College of Medicine, Houston
Patienten mit unterschiedlichen Rotationspumpen-Systemen

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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February 2011

Pressekonferenz

Angeborene Herzfehler bei der schwangeren Mutter oder beim Kind bedürfen der einfühlsamen ärztlichen Begleitung

Neue Behandlungskonzepte - Herzmediziner, Geburtshelfer und Neonatologen arbeiten Hand in Hand

Heute erreichen rund 90 Prozent der Kinder mit angeborenem Herzfehler das Erwachsenenalter. In den 60er Jahren waren es nur ca. 30 Prozent. Dank der rasanten Erfahrungsfortschritte in der Herzchirurgie, Kinderkardiologie, Geburtsmedizin und Neonatologie leben mehr als 250.000 Menschen mit angeborenem Herzfehler derzeit in der Bundesrepublik. Sie haben mit meist nur geringen Leistungseinschränkungen Kita, Schule und Berufsausbildung durchlaufen und denken nun über eine Familienplanung nach. Junge Frauen mit angeborenem Herzfehler haben oft große Ängste. Sie fragen sich, ob sie eine Schwangerschaft und natürliche Geburt durchhalten können, ob ein Kaiserschnitt sinnvoller wäre, ob ihr Baby ebenfalls einen angeborenen Herzfehler haben könnte und ob er ausreichend behandelbar ist.

Wir informieren Sie über die innovativen Behandlungskonzepte, die am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) und der Charité, Campus Virchow Klinikum gemeinsam bei Fällen von mütterlichen und/oder kindlichen angeborenen Herzfehlern durchgeführt werden auf einer

Pressekonferenz
Mittwoch, 9. Februar 2011, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

 

Referenten

Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB
Prof. Dr. Felix Berger, Dir. der Klinik für Ang. Herzfehler/Kinderkard., DHZB Prof. Dr. Wolfgang Henrich, stellv. Leiter der Klinik f. Geburtsmed., Charité CVK
OA Dr. Michael Hübler, Herzchirurg, DHZB
OA PD Dr. Nicole Nagdyman, Kinderkardiologin DHZB
Patientinnen

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.Dr. Barbara NickolausPressesprecherin DHZBInfos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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August 2011

Pressekonferenz

Psychische Probleme bei herzkranken Patienten müssen schnell behandelt werden


Erstmals in Deutschland Modellstudiengang „Medizinische Psychologie"

Kooperation von Steinbeis-Hochschule und Deutschem Herzzentrum Berlin

Eine Transplantation, die Implantation eines Kreislaufunterstützungssystems „Kunstherz" oder eingreifende Herzoperationen bzw. Kathetermaßnahmen stellen für den schwer herzkranken Patienten nicht nur körperlich, sondern gerade auch seelisch eine extreme Ausnahmesituation dar. Vereinzelt kommt es zu Ängsten, Schuldgefühlen, Depressionen, Konzentrationsstörungen etc. und bedarf schneller psychosomatischer Hilfe durch den Experten, um nicht in eine chronisch-dauerhafte Störung einzumünden. Oftmals sind auch Partner, Eltern oder Geschwister seelisch mitbetroffen.

Schon seit 1987 erhielten bei Bedarf vor allem Transplantations- und Kunstherz-Patienten des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) eine psychosomatische Behandlung in Form einer medikamentengestützten Gesprächstherapie. Bis zu 30 Prozent der betroffenen Patienten bedürfen zeitweiliger psychosomatischer Begleitung, die sich über die Jahre als außerordentlich erfolgreich erwiesen hat.

Die Steinbeis-Hochschule hat nunmehr in Kooperation mit dem DHZB einen zweijährigen Master-Modell-Studiengang „Medical Psychology" entwickelt, mit dem sich junge Psychologen nach abgeschlossenem Bachelor-Studium zu klinisch tätigen Psychologen weiterqualifizieren können. Die ersten zehn Studenten nehmen Mitte Oktober ihr Studium auf. Direktor des Steinbeis-Transfer-Instituts „Research in Medical Psychology" ist der Arzt und Diplom-Psychologe Prof. Dr. Wolfgang Albert, der am DHZB seit 1987 die psychosomatische Medizin und seit Jahren auch das Medizinische Versorgungszentrum leitet.

Wir laden Sie ein, vor Beginn des ersten Studienganges zur

Pressekonferenz

Freitag, 26. August 2011, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

 

Die Referenten sind:
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB
Prof. Dr. Dr. h. c. Johann Löhn, Präsident Steinbeis-Hochschule
Prof. Dr. Dipl.-Psych. Wolfgang Albert, Direktor Transfer-Institut „Research in Medical Psychology", DHZB Psychosomatik
Prof. Dr. Felix Berger, Dir. Angeb. Herzfehler/Kinderkardiologie, DHZB

Patienten nach Transplantation bzw. Kunstherz-Implantation

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin DHZB Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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October 2011

Presse-/Fototermin (Ambulanz der Kinderstation)

Großzügige Unterstützung durch die Stiftung KinderHerz für die kranken Kinder des Deutschen Herzzentrums Berlin

Hochmodernes Echogerät für 114.000 € an die DHZB-Klinik für Angeborene Herzfehler
Die herzkranke Lena profitierte als eines der ersten Kinder

Die 18 Monate alte Lena aus Rostock war eines der ersten Kinder, das mit dem neuen hochspezifischen 4 D kardiovaskulären Ultraschallgerät untersucht werden konnte. Bei dieser nicht-invasiven, völlig schmerzlosen Diagnostik vor einer geplanten Herzoperation zeigte sich in der detaillierten hoch auflösenden Bilddarstellung, dass Lenas schwerer angeborener Herzfehler durch eine Rekonstruktion ihrer Aortenklappe behandelt werden konnte und sie keine künstliche Herzklappe benötigte. Der Kinderherzchirurg konnte dies allein anhand des hochwertigen, genauen Bildmaterials vor der Operation entscheiden.

Die Stiftung KinderHerz unterstützt finanziell und ideell in Kliniken medizinische und wissenschaftliche Projekte rund um Herzfehler von Säuglingen und Kindern.

Das Deutsche Herzzentrum Berlin hat deutschlandweit das größte Kinderherzprogramm mit jährlich rund 550 offenen Herzoperationen an Frühgeborenen, Säuglingen, Kleinkindern und Kindern sowie über 800 Katheter-Eingriffen, ferner Herz- und Lungentransplantationen bei Säuglingen bzw. Kindern sowie Kunstherzimplantationen bei Säuglingen und Kindern.

Wir laden Sie ein zur offiziellen Scheckübergabe und Vorstellung des neuen Echogeräts.

Presse-/Fototermin (Ambulanz der Kinderstation)
Mittwoch, 19. Oktober 2011, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Treffpunkt: Eingang Erdgeschoss
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

 
Referenten sind:
Prof. Dr. Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler/ Kinderkardiologie, DHZB
Sylvia Paul, Vorstand Stiftung KinderHerz
OA Dr. Michael Hübler, Herzchirurg
OA PD Dr. Nicole Nagdyman, Lt. der Ambulanz für Angeb. Herzfehler
Lena, 18 Monate alt, und Eltern

Über Ihre Teilnahme an dem Termin würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus

Pressesprecherin DHZB

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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November 2011

Presse-/Fototermin

Kunstherzen auch für 80jährige?

Kunstherzen  bald so regelmäßig wie Defibrillatoren  - so Prof. Hetzer
Patienten sprechen über "ihr" Kunstherz
Der dramatische Mangel an Spenderorganen hat dazu geführt, dass geradezu fieberhaft die Weiterentwicklung und Perfektionierung von sogenannten „Kunstherzen“ (Kreislaufunter-stützungspumpen) betrieben wurde und wird. Längst gelten die störungsarmen, leisen und kleinen Systeme als akzeptiert und patientenfreundlich und werden in hoher Zahl bei Patienten im Zustand des fortgeschrittenen Herzversagens implantiert. Mit dieser Maßnahme rettet man viele Patienten vor dem Tod auf der Warteliste um ein Spenderorgan. Andere Patienten, die aufgrund ihres Alters (über 80 Jahre) oder eine Transplantation ausschließender Vorerkrankungen, kein Spenderorgan erhalten können, wird auf Lebensdauer ein Kunstherz implantiert, mit dem man ihnen Überleben und verbesserte Lebensqualität gewährleisten kann.

Im Jahr 2010 wurden am Deutschen Herzzentrum Berlin, das über das weltweit größte Kunstherz-Programm verfügt, nur 40 Spenderherzen transplantiert, aber 180 Kunstherzen implantiert. Kunstherzen werden nach Meinung Prof. Hetzers schon in naher Zukunft mit ähnlicher Frequenz implantiert wie Defibrillatoren, die heute zahlreich und unkompliziert eingesetzt werden. Mittlerweile gibt es sogar Bestrebungen, Kunstherzen in Krankenhäusern zu implantieren, die nicht über ein Transplantationsprogramm verfügen.

Innerhalb des 7. Internationalen Mechanical Circulatory Support (MCS)-Symposiums, das das DHZB alle zwei Jahre ausrichtet, wollen wir Patienten über „ihr“ Kunstherz sprechen lassen und Ihnen die neuesten Entwicklungen auf dem Kunstherz-Sektor vorstellen. Wir laden Sie ein zu einem


Presse-/Fototermin
Freitag, 4. November 2011, 10.50 bis 11.30 Uhr
nh Hotel Berlin-Mitte, Raum Charles de Gaulle
Leipziger Straße 106 – 111 in 10117 Berlin

 

Die Referenten sind: Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB
Prof. Dr. Matthias Loebe, Houston/USA
Frau Dr. Lori West, Präsidentin der International Society for Heart and Lung Transplantation, Kanada
Frau Dr. Mariell Jessup, USA
Prof. Dr. Paul Mohasci, Bern/Schweiz
Patienten mit verschiedenen Kunstherztypen


Über Ihre Teilnahme an der Presseveranstaltung würden wir uns freuen.
Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin DHZB
Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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November 2011

Infoveranstaltung

Herzwochen 2011

Bluthochdruck
Ist er wirklich so gefährlich?

Sonnabend, 19. November 2011, 11-13 Uhr

   
Deutsches Herzzentrum Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

 

                     

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July 2012

Pressekonferenz

Herzchirurgie wird immer effektiver


70.000ste offene Herzoperationen am Deutschen Herzzentrum Berlin
Professor Hetzer – 25 Jahre Kunstherzen am DHZB


Am 20. Juli 1987 implantierte der Ärztliche Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin, Prof. Roland Hetzer, am noch sehr jungen DHZB (gegründet 1986) bei einem 53jährigen Mann aus Süddeutschland ein Totales Künstliches Herz TAH, ein System, das von Prof. Emil Sebastian Bücherl
unter dem Namen „Berliner Herz“ entwickelt worden war.
Das war in Berlin die erste erfolgreiche Kunstherzimplantation und die in Deutschland erste erfolgreiche Überbrückung zur Transplantation.
Mittlerweile hat das DHZB das größte Kunstherzprogramm der Welt mit fast 2000 Kunstherzeinsätzen.
Die 70.000ste Herzoperation unter Anwendung der Herzlungenmaschine (sogenannte offene Herzoperation) führte das Deutsche Herzzentrum Berlin am 26. Juni 2012 durch.
Eine schwerkranke Patientin im Alter von 84 Jahren mit einer komplexen Aortenerkrankung (Typ A Dissektion) wurde von Prof. Hetzer in einem hochgradig lebensbedrohlichen Zustand operiert.
Die Patientin hat sich wieder gut erholt und ist voller Lebensmut. Die Erfolge der modernen Herzchirurgie werden gerade bei den besonders schwierigen Patientengruppen der sehr jungen bzw. hochbetagten Patienten immer
evidenter.

Wir laden Sie herzlich ein zu einer Pressekonferenz
Montag, 16. Juli 2012, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Die Referenten sind:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB
Dr. Ewald Hennig, Ingenieur am Assist Team DHZB
Ekkehard Gutsch, Leitender Kardiotechniker DHZB
2 Patienten nach Kunstherzimplantationen 1989
70.000ste Patientin nach offener Herzoperation

Über Ihre Teilnahme an dem Pressetermin würden wir uns freuen.
Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB
Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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April 2013

Presse-/Fototermin

Großzügige Forschungsunterstützung durch die Stiftung KinderHerz für die kranken Kinder des Deutschen Herzzentrums Berlin

Wenn eine Gefäßerkrankung das Spenderherz bei Kindern bedroht.
Großzügige Forschungsunterstützung durch die Stiftung KinderHerz für die kranken Kinder des Deutschen Herzzentrums Berlin.
Hochmodernes Messverfahren wird mit 100.000 € gefördert

Spenderherzen sind dramatisch knapp, insbesondere für Kinder. Umso gefürchteter ist die – zum Glück seltene – sogen. „Transplantatvaskulopathie“,eine Erkrankung, die zum allmählichen, anfangs nicht bemerkbaren Versagen des transplantierten Herzens führt.la
Ursachen sind zunehmende Verengungen und damit verbundenen Durchblutungsstörungen in den Herzkranzarterien des Spenderorgans. Je früher man diese erkennen könnte, umso eher ist das transplantierte Herz zu retten und es bedarf keiner erneuten Transpntation.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde am Deutschen Herzzentrum Berlin eine neue Methode etabliert, die mittels Mess-Kathetern eine Aussage über den Zustand der Herzkranzarterien von Spenderorganen bei Kindern machen können.
Dies erfolgt mit der „optischen Kohärenztomographie“, dabei wird von innen das Gefäß auf Veränderungen der Gefäßwandstruktur und Verengungen mittels Laser und Nahinfrarotlicht hin untersucht. Man kann damit frühzeitig auch minimale Veränderungen erkennen und behandeln. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden und ist aufgrund der geringen Größe der Mess-Sonden auch bei kleineren Kindern anwendbar. Die Stiftung KinderHerz unterstützt mit einer Spende von zunächst 100.000 Euro diese Forschung von PD Dr. Schubert (Oberarzt und Leiter des Herzkatheterlabors am DHZB in der Klinik für Angeborene Herzfehler/ Kinderkardiologie).
Die Stiftung KinderHerz unterstützt finanziell und ideell in Kliniken medizinische und wissenschaftliche Projekte rund um Herzfehler von Säuglingen und Kindern.
Das Deutsche Herzzentrum Berlin hat deutschlandweit das größte Kinderherzprogramm mit jährlich rund 550 offenen Herzoperationen an Frühgeborenen, Säuglingen, Kleinkindern und Kindern sowie ca. 800 Katheter-Eingriffen, ferner Herz- und Lungentransplantationen bei Säuglingen bzw. Kindern sowie Kunstherzimplantationen bei Säuglingen und Kindern. Wir laden Sie ein zur offiziellen Scheckübergabe und Vorstellung des Forschungsprojekts sowie Besichtigung des Kinderherz-Katheterlabors

Presse-/Fototermin

Montag, 15. April 2013, 11.00 Uhr

Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock und anschl. Katheterlabor

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Referenten sind:  

Prof. Dr. Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler/ Kinderkardiologie, DHZB
Sylvia Paul, Vorstand Stiftung KinderHerz
OA PD Dr. Stephan Schubert, Kinderkardiologe

Kleine Patienten und ihre Eltern

Über Ihre Teilnahme an dem Termin würden wir uns freuen.
Dr. Barbara Nickolaus, Pressesprecherin DHZB

Infos: Tel.: 030/ 832 41 37; Handy: 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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April 2013

Pressekonferenz

Mitralklappenfehler – tödliche Gefahr, anfangs unbemerkt

Roland Hetzer Gesellschaft tagt erstmals zum Thema Mitralklappenfehler in Berlin
Atemnot, Husten, Schwäche, gerötete Wangen, Vorhofflimmern, arterielle Embolien können Zeichen einer Mitralklappenerkrankung sein, die relativ häufig und auch in Verbindung mit weiteren Klappenfehlern auftritt. Die Mitralklappe schließt nicht ausreichend und stört den gesamten Blutfluss im Herz. Ursache des Defekts sind Herzinfarkt, Marfan-Syndrom, Rheuma, Verkalkung etc. Der Klappenfehler, anfangs unbemerkt, führt unbehandelt nach längerer Zeit zum Tod...

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March 2013

Pressemitteilung

Jubiläumsausstellung des Ronald McDonald Hauses

Mehr als 6.300 Familien haben seit der Eröffnung im Weddinger Elternhaus ein Zuhause auf Zeit gefunden. Das sind 6.300 Schicksale voller Sorgen, Hoffnungen, Kummer und Freude. 15 dieser Familien hat die
Fotografin My-Linh Kunst während ihrer Zeit in der Klinik und im Ronald McDonald Haus begleitet. Die entstandenen Bilder sind jetzt in der Fotoausstellung >15 Jahre - 15 Familien< im Deutschen Herzzentrum Berlin zu sehen...

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March 2013

Pressekonferenz

Gesellschaft der Freunde des DHZB feiert 25jähriges Bestehen

Ulla Kock am Brink wird „Botschafterin“ der Freundesgesellschaft
Kinderherzchirurg PD Dr. Photiadis wurde neuer Chefarzt am DHZB


 

„Wir sind knapp ausgedrückt eine Gesellschaft von Freunden, deren wichtigste Aufgabe es ist, Geld zu verdienen, um anderweitig nicht finanzierte, aber dringend notwendige Ziele des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) zu unterstützen.“, erklärte Prof. Dr. Peter Fissenewert, Präsident der jetzt auf eine 25jährige Geschichte zurückblickenden Freundesgesellschaft. Auf Initiative von Prof. Hetzer wurde im Februar 1988 die Gesellschaft der Freunde des DHZB e. V. gegründet. Aufgaben: 1. Vergabe von Fortbildungsstipendien für besonders talentierte Nachwuchswissenschaftler,

2. Druckkostenübernahme für DHZB-Publikationen, 3. Finanzierung von Forschungsvorhaben, Vorträgen etc., 4. Unterstützung von Spenden für lebensrettende Operationen bei mittellosen herzkranken Kindern aus Krisengebieten. Im Jahr 1988-1991 übernahm die Freundesgesellschaft die Anschubfinanzierung der Akademie für Kardiotechnik des DHZB. Heute ist diese Institution staatlich anerkannt und kooperiert bei Bachelorstudiengängen mit der Steinbeis Hochschule.

Die bekannte Fernsehmoderatorin Ulla Kock am Brink hat sich nunmehr als „Botschafterin“ in den Dienst der Freundesgesellschaft gestellt und will die Ziele der Gesellschaft unterstützen.

Kürzlich wurde am DHZB eine neue Abteilung gegründet. Chefarzt der Abteilung für Kinderherzchirurgie angeborener Herzfehler ist PD Dr. med. Joachim Photiadis, der über seine Zukunftsvorstellungen sprechen wird. Die Neugründung der Abteilung ist den außerordentlichen Erfolgen der Behandlung angeborener Herzfehler geschuldet, die einer hochspezialisierten Kinderherzchirurgie, Anästhesie und Intensivpflege zu verdanken ist. Das DHZB hat europaweit mit rd. 550 Operationen und ca. 700 Katheterinterventionen bei angeborenen Herzfehlern aller Altersstufen vom Frühgeborenen bis zum Erwachsenen eines der größten Behandlungsprogramme.

Wir laden Sie zu den genannten Themen ein zu einer

Pressekonferenz

Dienstag, 5.März 2013, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


Referenten:

• Prof. Dr.med.  Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB
• Prof. Dr. med. Felix Berger, Dir. der Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie
• PD Dr. med. Joachim Photiadis, Chefarzt der Abt. für Kinderherzchirurgie angeborener Herzfehler
• Prof. Dr. iur. Peter Fissenewert, Präsident der Gesellschaft der Freunde des DHZB e. V.
• Ulla Kock am Brink, Fernsehmoderatorin, Botschafterin der Freundes-Gesellschaft
• Operiertes Kind mit angeborenem Herzfehler/Eltern

Über Ihre Teilnahme an der Presseveranstaltung würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB
Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

 

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May 2013

Pressekonferenz

Herzunterstützungssystem C-Pulse – Europaweit erste Implantation durch Prof. Hetzer

Hoffnung für Patienten mit schwerer Herzschwäche

Am 7. Mai 2013 wurde im Rahmen einer multizentrischen Studie bei einem 63 jährigen Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, Stadium III-IV, ein neuartiges Herzunterstützungssystem „C-Pulse-System“ der Sunshine Heart Incorporation, Minneapolis/USA und Australien, implantiert. Diese europaweit erste Implantation wurde vom Ärztlichen Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB), Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roland Hetzer, und Dr. Holger Hotz, Cardio Centrum Berlin, in einer Studienkooperation durchgeführt. Der Patient hat sich schnell erholt, befindet sich auf einer Normalstation des DHZB und sieht seiner baldigen Rehabilitation entgegen. Bei der Operation war auch der Entwickler des Systems, Dr. William S. Peters aus Australien anwesend...

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Pressekonferenz

Dienstag, 21. Mai 2013, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

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July 2013

Pressekonferenz

Rekord: Kind 841 Tage am 'Kunstherz', dann endlich Herztransplantation

Mangel an Spenderorganen ist bedrückend
Der 5jährige Pascal (geb. 2008) kam mit nur einer Herzkammer, die andere ist unterentwickelt, zur Welt (hypoplastisches Linksherzsyndrom). Das Kind kennt seit den ersten Lebenstagen nur Herzzentren, Operationen und seit 2,5 Jahren eine Maschine so groß wie ein schwerer Kinderwagen, die als Kreislaufunterstützungssystem („Kunstherz“) seinen Organismus am Leben erhielt bis endlich die ersehnte Herztransplantation möglich wurde. 841 Tage am Excor-System der Berlin Heart GmbH ist ein Weltrekord, den Pascal und seine Eltern im Deutschen Herzzentrum Berlin und im Ronald McDonald Haus durchleben mussten. Erst jetzt werden Kind und Eltern ein normales Familienleben zuhause führen können.
Ebenfalls durch eine Herztransplantation konnte der heute 15jährige Hadi gerettet werden. Sein komplexer angeborener Herzfehler wurde zunächst im Jahr 2000 mit einer sehr schwierigen, sog. Fontan-Operation behandelt. Daraufhin besserten sich zunächst seine Herzfunktionen, aber 2012 entwickelte sich ein lebensbedrohlicher Zustand, der eine schnellstmögliche Herztransplantation nötig machte. Zwei Monate nach Listung stand eine Organspende zur Verfügung. Bei der Operation wurde Hadi auch ein Telemetrie-Schrittmacher zur Frühdiagnose von Abstoßungsreaktionen implantiert. Seit der Reha lebt er wieder zu Hause. 
Rd. 1000 Patienten warten derzeit auf ein Herz. Viele von ihnen werden die sehr lange Wartezeit nicht überleben, da Organspenden immer rarer werden. “Kunstherzen“ können in einigen Fällen die Wartezeit überbrücken, doch nicht bei allen Patienten. Wir möchten Sie anhand der beiden Patientenschicksale über die dramatische Organspende-Situation informieren auf einer


Pressekonferenz

Mittwoch, 31. Juli 2013, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


Referenten sind:
Prof. Dr.med. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor
Prof. Dr. med. Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler/ Kinderkardiologie
Pascal und Hadi mit Eltern

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November 2013

Presse-/Fototermin

Ersetzen „Kunstherzen“ bald die Herztransplantation?

Internationaler Kunstherzkongress unter Leitung von Prof. Hetzer

Die kleinen, leisen und störungsarmen Kreislaufunterstützungssysteme, sogen. „Kunstherzen“ oder Ventricular Assist Devices VAD, sind heute oft ultima ratio in der Behandlung von Patienten mit Herzschwäche im Endstadium. Mit diesen Systemen, die in einer offenen Herzoperation unter Anwendung der Herzlungenmaschine implantiert werden, rettet man viele Patienten vor dem Tod auf der Warteliste um ein Spenderorgan. Patienten, die aufgrund ihres höheren Alters (über 80 Jahre) oder wegen Vorerkrankungen, die eine Transplantation von vornherein ausschließen, lässt sich auf Lebensdauer ein Kunstherz implantieren (Destination Therapy), um ihnen das Überleben und eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen.

Auch (Klein-)Kindern können Kunstherzen implantiert werden. Kürzlich hatte der Rekord des fünfjährigen Pascal, der 2,5 Jahre bis zur Herztransplantation am Kunstherz lebte, ein großes Medienecho. Je dringlicher leistungsfähige Kunstherzen mangels Spenderorganen benötigt werden, umso fieberhafter forschen Hersteller in aller Welt, um die Systeme zu optimieren, zu verkleinern und leichter implantierbar zu machen.

Das 8. Internationale Mechanical Circulatory Support (MCS) Symposium gibt alle zwei Jahre einen Überblick über Entwicklungsfortschritte auf diesem Gebiet.

Wir laden Sie ein zum

Presse-/Fototermin
Freitag, 8. November 2013, 12.00 Uhr
Hotel Palace Berlin, Raum Gobelin
Budapester Str. 45, 10787 Berlin

Die Referenten sind:   

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Dir. DHZB
Prof. Dr. Matthias Loebe, Houston/USA
Prof. Dr. Paul Mohasci, Bern/Schweiz
Prof. Dr. Michael Dandel, VAD-Team DHZB
Dr. Juliane Vierecke, VAD-Team DHZB
Dr. Oliver Miera, Kinderkardiologe/DHZB
Patienten an verschiedenen Kunstherztypen

Über Ihre Teilnahme an der Presseveranstaltung würden wir uns freuen.

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April 2014

Pressemitteilung

Professor Hetzer wird Ehrenmitglied der Berliner Medizinischen Gesellschaft

Die Berliner Medizinische Gesellschaft, gegründet 1860, Rechtsfähig durch Königlich-Preußisches Dekret vom 6. Juli 1887 e. V., verleiht an Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin, die Ehrenmitgliedschaft. 

Die Berliner Medizinische Gesellschaft gehört zu den ältesten und renommiertesten Fachgesellschaften Berlins und Deutschlands. Die Reihe ihrer Vorsitzenden vereint die berühmtesten Mediziner ihrer Zeit wie z. B. Albrecht von Graefe (Ophtalmologe), Rudolf Virchow (Pathologe), Bernhard von Langenbeck (Chirurg), Ernst von Bergmann (Chirurg) und aus heutiger Zeit Karl-Otto Habermehl (Virologe), Hans Freiherr von Kress (Internist) und Helmut Hahn (Mikrobiologe). Zu Ehrenmitgliedern wurden u. a. gewählt: Dr. h. c. Ludwig Georg Braun (Vorstand B. Braun/Melsungen), Prof. Dr. Karl Max Einhäupl (Vorstand Charité), Dr. h. c. Lothar de Maizière (Bundesminister a. D.), Prof. Dr. Detlef Ganten (ehemaliger Vorstand Charité).

Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Prof. Hetzer findet im Rahmen des 7. RHICS Experten-Forums (Roland Hetzer International Cardiothoratic and Vascular Surgery Society), 5. und 6. April 2014, mit dem Thema “Treatment of Heart Failure: Drugs, Cath or Cut?” statt.

Festveranstaltung zu Ehren Prof. Hetzers
Sonnabend, 5. April 2014, 10.00 – 13.00 Uhr
Historischer Hörsaal, Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin

Die Verleihung der Urkunde wird ca. gegen 11.30 Uhr durch den Präsidenten der Berliner Medizinischen Gesellschaft, Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Helmut Hahn, vorgenommen. 

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June 2014

Pressekonferenz

Prof. Hetzer: Organspendezahlen sinken auf einen Tiefpunkt Der Tod auf der Warteliste wird immer bedrückender

Dramatisch sinken von Jahr zu Jahr die Zahlen der Organtransplantationen. Der Zahl von insgesamt 3248 Organspenden (Vorjahr 3706) im Jahr 2013, davon 313 (Vorjahr 345) beim Herz, stehen rund 12.000 Patienten gegenüber, die auf ein Spenderorgan warten. Der Rückgang der Organspendezahlen in den DSO-Regionen (Deutsche Stiftung Organspende) variiert und ist in der Region Nord-Ost mit 9,7 Prozent am geringsten, in der Region Bayern am höchsten (23,9 Prozent).
Während rund 80 Prozent aller Bundesbürger sich pro Organspende aussprechen, tragen dennoch nur 15 bis höchsten 20 Prozent von ihnen einen Organspenderausweis bei sich. Das Tabuthema Tod, über das weder in Familien noch unter guten Freunden miteinander gesprochen wird, und der Manipulationsbetrug einiger weniger Kliniken im Hinblick auf die Warteliste, führt vermutlich zu diffusen Ängsten bzw. einem Vertrauensverlust gegenüber dem Thema Organspende.
Für das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) heißt dies: Es wird immer weniger transplantiert (Herz und/oder Lunge) an einer Klinik, die mit ihrem Transplantationsprogramm zu den größten in Deutschland gehört. Als Ausweg für rund 1000 auf ein Herz wartende Patienten ist ein sogenanntes „Kunstherz“ (Kreislaufunterstützungssystem/Assist-Device) die letzte Rettung. Seit Anbeginn (1986) und mit Blick auf die immer drängendere Spenderproblematik wurde am DHZB das größte Kunstherzprogramm der Welt mit mittlerweile weit über 2100 Assist-Implantationen bei Kleinkindern, Jugendlichen und Erwachsenen (bis ins hohe Alter) aufgebaut.
Aus Anlass des Tages der Organspende, 7. Juni 2014, besprechen wir mit Ihnen Fragen zur Organspende, stellen Ihnen mehrere Patienten (Kinder, Erwachsene) und ihre Schicksale vor und zeigen Ihnen das Organ Care System zur Verdoppelung der Transportzeit von Spenderherzen.

Pressekonferenz
Dienstag, 3. Juni 2014, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


Die Referenten sind:

  • Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor
  • PD Dr. Joachim Photiadis, Chefarzt der Abteilung Kinderherzchirurgie angeborener Herzfehler
  • OA Dr. Christoph Knosalla, Herzchirurg
  • OA Dr. Dagmar Kemper, Lungenfachärztin
  • Ute Opper, Interessenverband Organtransplantierter Patienten, IOP
  • Kinder und Erwachsene nach Herz und/oder Lungentransplantation und Assist-Implantationen


Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

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August 2014

Pressekonferenz

HOCM-Operation an Berliner Patienten war die 75.000ste offene Herzoperation am DHZB

Prof. Hetzer: "Die offene Herzchirurgie bleibt den besonders schwierigen Fällen vorbehalten"

Kürzlich führte das DHZB die 75.000ste offene (d. h. unter Einsatz der Herzlungenmaschine) Herzoperation durch, ferner kam es zur 1800sten Herztransplantation und zur 2300sten Kunstherzimplantation. Dies zeigt die hohe chirurgische Leistungsfähigkeit des Hauses, die zur Spitzenmedizin Deutschlands zählt.

Im Fall der 75.000sten offenen Herzoperation wurde von Prof. Hetzer nach einem von ihm entwickelten chirurgischen Verfahren ein 47jähriger Mann mit einer relativ seltenen angeborenen Herzmuskelerkrankung, sogen. HOCM (Hypertrophe obstruktive Kardiomyo-pathie), behandelt. Dabei wurde eine typische Verdickung und Verengung im Bereich der Muskulatur der linken Herzkammer chirurgisch entfernt und eine spezielle Rekonstruktion der Mitralklappe vorgenommen. Bei dem Patienten waren zuvor schwere Atemnot, Rhythmusstörungen, Anfälle von Bewusstlosigkeit und die Gefahr eines plötzlichen Herztodes aufgetreten. Mittlerweile hat sich der Patient wieder gut erholt. Auch die beiden Patienten nach Herztransplantation und Kunstherzimplantation sind auf dem Wege der Besserung.

In all diesen Fällen von offenen Herzoperationen zeigt sich der Erfolg der Herzchirurgie, die gerade bei sehr schwierigen Krankheitsformen und -verläufen oder bei hochbetagten Patienten am meisten zum Einsatz kommt und den Patienten eine gute und nachhaltige Lebensqualität bietet. Wir stellen Ihnen unsere "Jubiläums"-Patienten vor auf einer

 
Pressekonferenz
Freitag, 15. August 2014, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin



Die Referenten sind: Prof. Dr. med. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor
Lt. OA PD Dr. Christoph Knosalla, Herzchirurg
Prof. Dr. Thomas Krabatsch, Herzchirurg
3 "Jubiläums"-Patienten

Über Ihre Teilnahme an dem Pressetermin würden wir uns freuen.

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May 2015

DHZB stellt neue Operationstechnik vor

Bei der Mitral Conclave, einer amerikanischen Fachtagung der American Association of Thoracic Surgery (AATS) zur Behandlung der Mitralklappenerkrankungen Ende April in New York, stellte das Team des DHZB eine neue Schlüssellochmethode zur minimal invasiven Mitralklappenrekonstruktion mit Hilfe der 3D-Endoskopie vor. Dieses in den USA noch nicht verfügbare Verfahren wird am DHZB routinemässig zur Rekonstruktion der Mitralklappe eingesetzt.
Mit Hilfe spezieller Übertragungstechnik konnten sich die Teilnehmer, ca. 1200 internationale Fachkollegen, von den Vorteilen dieser neuen Technik überzeugen.
Prof. Falk, der als einer der Programmdirektoren auch an der inhaltlichen Ausrichtung der dieser weltweit einzigartigen Fachtagung zur Mitralklappenbehandlung beteiligt war, zeigte sich zufrieden über die wachsende Teilnehmerzahl und zunehmend auch interventionelle Ausrichtung des Meetings.

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May 2015

DHZB setzt neues Verfahren zur Neuroprotektion bei Kunstherz-Patienten ein

Blutgerinnsel (Thromben) können bei Patienten mit Kunstherzsystemen zu Schlaganfällen führen. In manchen Fällen können diese Gerinnsel auch zu einer Fehlfunktion der implantierten Pumpe führen (sog. Pumpenthrombose).

In diesen Fällen muss entweder die Pumpe ausgetauscht werden, oder, falls das nicht möglich ist, durch ein spezielles Manöver das Gerinnsel ausgewaschen werden. Dieses Verfahren ist mit einem deutlich erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden.
Das VAD-Team des DHZB hat nun eine katheterbasierte Methode zum Schutz vor Schlaganfällen erstmals bei LVAD-Patienten erfolgreich eingesetzt. Bei der Methode, die ursprünglich für den Einsatz bei katheterbasierten Klappenimplantationen entwickelt wurde, wird ein Filter vor die Kopfschlagadern platziert, sodass fortgespülte Gerinnsel keine Blutgefäßverschlüsse im Gehirn auslösen können.
Prof. Krabatsch, Leiter des VAD-Teams am DHZB, zeigt sich zuversichtlich, das der Einsatz der Filter-Technologie in kritischen Fällen die Komplikationsrate weiter senken kann. Im Jahr 2014 hat das DHZB 162 Patienten mit Herzunterstützungssystemen versorgt.

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May 2015

Neue Studie belegen Überlegenheit der Bypassoperation bei ausgeprägter koronarer Herzerkrankung

Sowohl in den Leitlinien der europäischen Fachgesellschaften für Herzchirurgie und Kardiologie, wie auch in der nationalen Versorgungsleitlinie zur Behandlung der chronischen koronaren Herzerkrankung werden für Patienten mit schwerer koronarer Herzerkrankung eindeutige Empfehlungen zugunsten der Bypasschirurgie abgegeben. Bei den dieser Empfehlung zugrunde liegenden Studien, die bezüglich des Langzeitüberlebens, Myokardinfarkt und Notwendigkeit erneuter Eingriffe Vorteile der Bypassoperation gegenüber der interventionellen Therapie belegt haben, waren jedoch ältere Stents eingesetzt worden. Die nun im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie  zeigt jedoch auch für neuere Stents ähnliche Ergebnisse (Park SJ et al. NEJM 2015;372-1205-12). In der Bypassgruppe gab es im Langzeitverlauf signifikant weniger schwere Komplikationen. Prof. Falk, der als Ko-Autor an den europäischen und deutschen Leitlinien mitgewirkt hat, sieht die Ergebnisse als Bestätigung für die derzeit gültigen Leitlinien-Empfehlungen.


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January 1970

EACTS VAD Co-ordinators Training Course

Bildrechte  bei Theo de By

EACTS VAD Course

In der Akademie für Kardiotechnik (AfK) des DHZB fand vom 28. Mai bis 30. Mai der erste, von der europäischen herzchirurgischen Fachgesellschaft EACTS, organisierte Kurs zur Weiterbildung von VAD-Koordinatoren statt.
Im Rahmen der EACTS Academy veranstalteten Prof. Volkmar Falk, Theo de By und Frank Merkle den mit 26 Teilnehmern sehr gut besuchten Workshop.
Die Teilnehmer kamen vorwiegend aus europäischen Ländern, z.T. aber auch aus Lateinamerika und Asien. Die Referenten wurden aus dem DHZB sowie aus europäischen Kliniken mit Kunstherzprogrammen sowie  der medizintechnischen Industrie angeworben. Inhalt des Kurses war die praxisorientierte Vermittlung von Kenntnissen in der Behandlung von Patienten mit Kunstherzsystemen.
Ein besonderes Highlight war die Simulation von uni- und biventrikulärem Unterstützungssystem im Simulations-OP der AfK.

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July 2015

Pressemitteilung

Zukunft Deutsches Herzzentrum Berlin - Herzmedizin Berlin

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Deutsche Herzzentrum Berlin – Stiftung des bürgerlichen Rechts (DHZB) werden künftig noch enger zusammenarbeiten. Beide Institutionen bündeln ihre Expertise im Bereich der Herzmedizin als „Universitäres Herzzentrum Berlin“.
Damit entsteht ein leistungsstarkes Zentrum der Krankenversorgung, Forschung und Lehre mit dem Ziel, eine national und international führende Stellung zu konsolidieren und weiter auszubauen.
Das Universitäre Herzzentrum Berlin gründet sich auf einer optimal ausgestalteten räumlichen und personellen Kooperation der herzmedizinischen Einrichtungen der Charité und des DHZB. Im Rahmen einer sich ergänzenden Leistungserbringung wird sich die Charité künftig auf das kardiologische Leistungsprofil konzentrieren und keine Betten mehr in der Herzchirurgie vorhalten. Im Gegenzug baut das DHZB seinen Schwerpunkt der herzchirurgischen Versorgung weiter aus und wird sein stationäres Leistungsprogramm der Kardiologie, mit Ausnahme der Kinderkardiologie, nicht fortführen. In einer Grundsatzvereinbarung, der bereits der Stiftungsrat des DHZB am 3. Juni 2015 und der Aufsichtsrat der Charité am 9. Juli 2015 zugestimmt haben, sind die Elemente der Zusammenarbeit festgelegt. Insbesondere die Neustrukturierung der Kardiologie und der Kardiochirurgie wird dazu führen, dass die Versorgungsqualität sowie die Bedingungen für exzellente Forschung im Bereich der Herzmedizin weiter verbessert werden können...

Fortsetzung...

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September 2015

Lebensrettende Hotline

Das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) richtet als erste Klinik Europas ein „Aorten-Telefon“ ein.

So soll ein akut lebensbedrohliches Krankheitsbild durch effektive Zusammenarbeit der Berliner und Brandenburger Rettungsdienste, Notärzte und Kliniken schneller und besser behandelt werden.

Hinter dem nüchternen Fachbegriff „akute Aortendissektion“ verbirgt sich ein dramatischer Notfall: Meist ohne Vorwarnung reißt dabei die innere Wand der Hauptschlagader (Aorta) unmittelbar am Herzen. Die Folge ist starker Blutverlust, der sofort oder innerhalb weniger Stunden zum Tod führt.

Bis zu 1000 Patienten erleiden in Berlin und Brandenburg jedes Jahr eine akute Aortendissektion. Die Ursachen der Erkrankung sind noch weitgehend unbekannt. Sicher ist aber, dass nur eine sofortige Operation die Patienten retten kann.

Was die Aortendissektion besonders tückisch macht: Ihre Symptome – vor allem die starken Brustschmerzen – können von Rettungassistenten und Notärzten vor Ort kaum von den Anzeichen eines Herzinfarkts unterschieden werden, der ganz anders behandelt werden muss.

Eine sichere Diagnose kann deshalb meist nur mit Hilfe eines Computertomographen (CT) gestellt werden, der nicht an jeder Klink zur Verfügung steht.

„Und selbst dann dauert es in vielen Fällen mehr als sieben Stunden bis zum Beginn einer Operation“, sagt Stephan Kurz, Notfallmediziner und Anästhesist am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB), „dabei geht es oft um jede Minute“.

Wie viele Patienten jedes Jahr an einer Aortendissektion sterben, sei nicht eindeutig belegt, so Kurz, „fest steht aber, dass viel mehr Patienten überleben könnten, wenn die Operation früher erfolgt“.

Das DHZB hat deshalb das Projekt „Aortentelefon“ gestartet: Eine medizinische Hotline, die ab sofort allen Berliner und Brandenburger Ärzten rund um die Uhr koordinierend und beratend zur Seite steht. So soll die Zeit vom Ereignis bis zur OP nicht nur verkürzt, sondern auch besser genutzt werden.

„Wir wollen bereits während der Erstversorgung gemeinsam mit den Ärzten vor Ort die Behandlungsstrategie festlegen, den Transport so schnell wie möglich in die Wege leiten und gleichzeitig die Operation am DHZB optimal vorbereiten“, so Stephan Kurz. „Dazu gehört zum Beispiel auch, dass uns sämtliche Patientendaten und Messwerte bereits vorliegen, bevor der Patient eintrifft“.

Auf diese Weise wollen die DHZB-Mediziner die sogenannte „Pain-Cut-Time“, also die Zeit vom Auftreten der ersten Symptome bis zum Beginn der Operation auf unter vier Stunden senken.

Stephan Kurz und seine Kollegen haben dazu entsprechende medizinische Richtlinien erarbeitet und sie mit Rettungsdiensten, leitenden Notärzten und den Rettungsstellen der Kliniken in Berlin und Brandenburg abgestimmt. Zum Start des Aortentelefons werden nun noch einmal alle Beteiligten informiert.

„Wir sind überzeugt, dass wir die Überlebensrate bei der akuten Aortendissektion erheblich steigern können“, sagt Prof. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin, „wenn wir länderübergreifend, interdisziplinär und effektiv zusammenarbeiten.“

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen zu Verfügung. Auch einen Interviewtermin mit Dr. Kurz vermitteln wir gerne.

Christian Maier
Pressesprecher Deutsches Herzzentrum Berlin
cmaier@dhzb.de
+49 30 4593 1211

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October 2015

Gutes Leben mit „halbem Herz“

Das Deutsche Herzzentrum Berlin richtet als erste Herzklinik eine spezielle „Fontan-Ambulanz“ ein: Patienten mit schwersten angeborenen Herzfehlern soll ein immer längeres und immer besseres Leben ermöglicht werden.

Hinter dem nüchternen medizinischen Fachbegriff „hypoplastischer Ventrikel“ verbirgt sich ein schwerer angeborener Herzfehler: Nur eine der beiden Herzkammern hat sich entwickelt, betroffene Kinder kommen also mit einem „halben Herz“ zur Welt, das außerdem noch weitere schwere Fehlbildungen aufweist.

Noch vor wenigen Jahrzehnten bedeutete diese Missbildung den sicheren Tod bereits kurz nach der Geburt.
Heute aber kann das Herz chirurgisch so umgestaltet werden, dass es den Körper auch mit nur einer Kammer gut mit sauerstoffreichem Blut versorgen kann. Man spricht dann von einem „Fontan-Kreislauf“.

Meist sind dazu drei komplizierte Operationen innerhalb der ersten Lebensjahre nötig, die erste bereits kurz nach der Geburt. Dann aber können viele „Fontan-Patienten“ nahezu wie gesunde Kinder aufwachsen.

„Es geht heute nicht mehr in erster Linie ums Überleben dieser Patienten, sondern um eine immer bessere Lebensqualität“, sagt Professor Felix Berger, Direktor der Klinik für Kinderkardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB), wo bereits über 300 Patienten durch einen Fontankreislauf das Leben gerettet werden konnte.

Nach und nach werden diese Patienten nun erwachsen. Ein großer medizinischer Erfolg, der die Ärzte aber auch vor neue Herausforderungen stellt: Denn ihren Patienten drohen nun verschiedene Langzeit-Komplikationen, von denen einige auch lebensbedrohlich sein können, erklärt Priv. Doz. Dr. Joachim Photiadis, Direktor der Klinik für Kinderherzchirurgie am DHZB.

Das Deutsche Herzzentrum Berlin richtet deshalb als erstes Herzzentrum überhaupt eine standardisierte Fontan-Ambulanz ein.

Das bedeutet: Alle DHZB-Patienten mit einem Fontankreislauf werden nun regelmäßig nach einem exakt festgelegten medizinischen Schema untersucht und die Ergebnisse entsprechend ausgewertet.

Bisher erfolgten Untersuchungen und Nachbehandlungen individuell für jeden Fall, erläutert Priv. Doz. Dr. Ovroutski, Oberarzt der Fontan Ambulanz: „Aber wir brauchen eine breitere und exakte wissenschaftliche Basis, um die Langzeit-Komplikationen unserer Fontan-Patienten besser zu verstehen. Denn wir wollen ihnen frühzeitig vorbeugen oder sie gezielt behandeln. Und dabei dürfen wir keine Zeit verlieren!“

Kontakt und Termine über kinderkardiologische Ambulanz:

Priv. Doz. Dr. Stanislav Ovroutski
Fr. Dr. Friederike Danne
Tel.: +49 30 4593-2820
E-Mail: kika-ambulanz@dhzb.de

 

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January 2016

Beste Reputation

DHZB häufigste Experten-Empfehlung bei Herzkatheter-Eingriffen

Prof. Pieske

Die von niedergelassenen Ärzten am häufigsten empfohlene Berliner Klinik für Herzkatheter-Eingriffe ist das Deutsche Herzzentrum Berlin. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt das Magazin „Kliniken Berlin 2016“ des Berliner Tagesspiegels.

Insgesamt hat die Redaktion rund 3000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten zu ihren Empfehlungen bei 44 Diagnosen und Therapien unterschiedlicher medizinischer Fachbereiche befragt.

Dabei wurde die Klinik für Innere Medizin / Kardiologie am DHZB unter Leitung von Prof. Dr. Burkert Pieske in der Rubrik „Herzkatheter“ unter 24 Berliner Kliniken mit Abstand am häufigsten genannt.

„Ich freue mich sehr, dass wir bei den niedergelassenen Berliner Kolleginnen und Kollegen einen so guten Ruf genießen“, sagt Professor Pieske, „ein Erfolg, der der Arbeit unseres gesamten Teams zu verdanken ist. Und der gleichzeitig für uns auch ein Ansporn ist, unseren Patienten weiterhin die bestmögliche Herzmedizin anzubieten.“

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January 2016

Lebensrettende Technik bei unheilbaren Herzkrankheiten

Am Deutschen Herzzentrum Berlin wurde die europaweit 100. künstliche Herzpumpe der neusten Generation implantiert.

HeartMate3

Zum europaweit 100. Mal haben Herzchirurgen am Deutschen Herzzentrum Berlin jetzt ein Kreislauf-Unterstützungssystem des neusten Typs „HeartMate 3“ implantiert. Dem 46jährigen Patienten geht es gut, er konnte bereits in eine Rehabilitationsklinik entlassen werden.

Mechanische Kreislaufunterstützungssysteme, die oft nicht ganz korrekt als „Kunstherzen“ bezeichnet werden, sind Pumpsysteme, die die Funktion eines unheilbar geschädigten Herzmuskels übernehmen.

Meist wird direkt an der linken Kammer des erkrankten Herzens (das im Körper des Patienten bleibt) eine nur wenige Zentimeter große Pumpe eingesetzt und mit der Hauptschlagader (Aorta) verbunden. Die Pumpe ist durch ein Kabel mit einer Steuereinheit und Akkus außerhalb des Körpers verbunden, die der Patient in einem kleinen Rucksack oder einer kleinen Tasche mit sich trägt. 

Die Patienten können so häufig ein weitgehend normales Leben außerhalb der Klinik führen, ihrem Beruf nachgehen und auch Sport treiben.

In der Fachsprache werden solche Pumpsysteme kurz als VAD („Ventricular Assist Device“) bezeichnet. Je nach Notwendigkeit kann ein VAD auch an der rechten oder an beiden Kammern des Herzens eingesetzt werden.

Patienten mit einem VAD stehen meist auf der Warteliste für ein Spenderherz, immer häufiger werden Kunstherz-Systeme aber auch zu einer dauerhaften Alternative zur Transplantation, da nicht genügend Spender zu Verfügung stehen oder auch weil der Zustand eines Patienten eine Transplantation nicht zulässt.

In einigen Fällen erholt sich das eigene Herz der Patienten während der Entlastung durch die künstliche Pumpe sogar, so dass sie wieder entfernt werden kann.

HeartMate3

Das „HeartMate 3“ des amerikanischen Herstellers St. Jude Medical gilt als derzeit modernstes Unterstützungssystem für die linke Herzkammer und hat im Oktober 2015 die europaweite Zulassung erhalten.

Das Deutsche Herzzentrum Berlin betreibt das größte Kunstherz-Programm der Welt, seit 1988 wurden bereits über 2500 Systeme implantiert.

Dank dieser Erfahrung und intensiver Forschungsarbeit können die Patienten nicht nur immer länger, sondern auch mit immer mehr Lebensqualität auf ein Spenderorgan warten oder sogar dauerhaft mit einem VAD leben.

Weitere Informationen:

Christian Maier
Pressesprecher
Deutsches Herzzentrum Berlin
cmaier@dhzb.de
mobil: 0172 32 11 647
tel.: 030 4593 1211

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January 2016

Medizinische Pionierleistung

Gruppenbild mit kleinem Held: Mandy und Maja M., Prof. Felix Berger,  Mi-Young Cho - und John

Gruppenbild mit kleinem Held: Mandy und Maja M., Prof. Felix Berger, Mi-Young Cho - und John

John M. kommt im Mai 2015 mit mehreren schweren Herzfehlern zur Welt. Um sein Leben zu retten, sind vier komplizierte Operationen nötig. Eine davon wurde weltweit nur wenige Male durchgeführt. Jetzt konnte John aus dem Deutschen Herzzentrum Berlin entlassen werden. Die Geschichte von starken Eltern, einer mutigen Chirurgin - und einem Baby, das leben will.

Die Diagnose bekommen Maja und Mandy M., ein gleichgeschlechtliches Paar aus Berlin bereits in der 13. Schwangerschaftswoche: Ihr Sohn John hat einen schweren multiplen Herzfehler.

Es gibt bei einer solchen Diagnose immer die Möglichkeit zum Abbruch der Schwangerschaft. Doch Johns Eltern entscheiden sich fürs Leben. Auch wenn sie wissen, dass ihrem Baby mehrere schwere Operationen bevorstehen. Ohne Garantie auf Erfolg.

John kommt am 5. Mai 2015 zur Welt und wird sofort ins Deutsche Herzzentrum Berlin verlegt. Mi-Young Cho übernimmt den Fall. Sie ist leitende Oberärztin am Herzzentrum und eine der deutschlandweit erfahrensten Kinderherz-Chirurginnen.

Bei schweren angeborenen Herzfehlern unterscheiden die Experten zwischen „therapeutischen“ und „palliativen“ Eingriffen: Operationen, die eine dauerhafte „Reparatur“ des Herzens ermöglichen. Oder solche, die nur lebenserhaltend wirken. Mi-Young Cho will trotz Johns schwerer Fehlbildungen ein therapeutisches Ergebnis bewirken. Doch sie weiß auch, dass dazu mehrere Operationen nötig sein werden.

Sechs Tage nach seiner Geburt operiert Mi-Young Cho ihren winzigen Patienten zum ersten Mal. Sie nimmt dabei die wichtigsten, überlebensnotwendigen Korrekturen an Johns Herz vor, das etwa so groß ist wie eine Walnuss. Die Operation dauert 11 Stunden und verläuft wie geplant. Sechs Wochen später können Maja und Mandy M. ihren John nach Hause holen.

Anfang Dezember erfolgt die zweite Operation. Mi-Young Cho korrigiert weitere Fehlbildungen. Mit am schwierigsten dabei ist die Korrektur der sogenannten Mitralklappe. Diese Herzklappe wirkt wie ein Ventil zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer, die das sauerstoffreiche Blut in den Körper pumpt. Johns Klappe schließt nicht richtig. Mi-Young Cho will dieses Leck beheben. An einer Klappe, die so groß ist wie der Daumennagel eines Erwachsenen.

Auch dieser Eingriff gelingt. Doch das Gewebe der Klappe erweist sich als zu zart, um den Belastungen standzuhalten. Nun steht fest, dass nur eine künstliche Herzklappe John retten kann. Doch selbst die kleinste Mitralklappen-Prothese auf dem Markt ist eigentlich zu groß für Johns winziges Herz. Und selbst wenn sie sich einpflanzen ließe: Sie würde nicht mitwachsen und müsste schon bald wieder ausgetauscht werden.

Es gibt nur eine Alternative. Eine Herzklappe aus biologischem Material, aufgebracht auf ein Drahtgerüst, das zumindest einige Jahre lang im Herzkatheter unkompliziert erweitert und damit dem Wachstum angepasst werden kann. Doch diese sogenannte „Melody-Klappe“ ist eigentlich nur für den Ersatz einer anderen Herzklappe vorgesehen und zugelassen. Der Eingriff wurde weltweit nur etwa 15mal durchgeführt, es gibt keine Langzeiterfahrungen. Mi-Young Cho berät sich mit erfahrenen Kollegen, sie spricht mit Johns Eltern. Und entschließt sich schließlich zur Operation. „Einen Fall wie John erfolgreich zu behandeln kann nur im Team gelingen“, sagt die Chirurgin, „die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen aus der Kinderkardiologie ist mindestens so wichtig wie meine“. Aber sie weiß: „Im OP trage ich dann alleine die Verantwortung“.

Am Nachmittag des 29. Dezember müssen Maja und Mandy M. ihr Baby wieder an der OP-Schleuse abgeben. Nicht nur wer selbst Kinder hat ahnt, dass es für Eltern kaum bangere Momente geben kann. „Es gab nur einen Trost“, sagt Maja M: „Das unbedingte Vertrauen in Frau Cho. Wir waren uns sicher: Wenn sie es nicht schafft, dann niemand.“

Um 19:25 Uhr ist der Eingriff beendet. John hat ihn überstanden. Am 4. Januar muss das Gerüst der Herzklappe noch einmal leicht nachgedehnt werden, so dass es sich optimal anpasst. Doch dann erholt John sich schnell. Nicht einmal zwei Wochen später kann er aus dem Deutschen Herzzentrum entlassen werden. Und abgesehen von den Narben auf seiner Brust würde man es dem Baby nicht anmerken, was es bereits hinter sich hat.

Maja und Mandy M. haben den Gedanken an Johns Tod nie verdrängt: „Uns war immer klar, dass es eine Grenze geben muss, die wir nicht mehr überschreiten wollen. Und wir standen oft kurz davor.“

Doch sind sie den Weg mit ihrem Kind weiter gegangen, auch dank der menschlichen Zuwendung des DHZB-Teams, insbesondere der Chirurgin. „Noch nach elf Stunden am OP-Tisch ist Frau Cho sofort zu uns gekommen und hat uns alles genau erklärt“, sagt Maja M., „das werden wir nie vergessen.“  Ihre Frau gibt zu: „Ein bisschen stolz sind wir auch auf uns selbst. Dass wir durchgehalten, dass wir funktioniert haben. Hätte mir das vorher jemand gesagt, wäre ich mir sicher gewesen: Wir schaffen das nicht. Aber es ist Wahnsinn, wie man da 'reinwachsen kann.“

Wie sich Johns Herz langfristig entwickeln wird, ist noch nicht absehbar, zu gering sind die weltweiten Erfahrungen mit dem neuartigen Verfahren. Im besten Fall wird John jahrelang keine Operation mehr benötigen. Um dem Wachstum seines Herzens angepasst zu werden, kann die neue Klappe im Herzkatheter erweitert werden.

Irgendwann wird John aber wieder eine neue Herzklappe brauchen. Maja und Mandy M. sind sich dessen bewusst. Sie wissen auch, dass es immer wieder Rückschläge geben kann. Aber im Moment sind sie vor allem glücklich, dass ihr Sohn endlich das Berliner Herzzentrum verlassen kann. Nur eine echte Hürde warte noch, meint Maja M. - nämlich die Autofahrt in die Reha-Klinik: „John hasst Kindersitze!“

Hintergrundinformationen:

Die „MelodyTM Transkatheter Pulmonalklappe“ ist eine biologische, dehnbare Prothese, die bis auf 22 Millimeter Durchmesser aufgedehnt werden kann. Sie besteht aus einer präparierten Halsvenenklappe eines Rinds, die in einem Drahtgeflecht aus Platin und Iridium vernäht ist.
Normalerweise wird sie schonend minimalinvasiv eingesetzt: Dabei sind Klappe und Stent schmal zusammengefaltet auf einem Ballonkatheter installiert und werden an der richtigen Stelle entfaltet.
Die Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie am Deutsche Herzzentrum Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Felix Berger gehörte vor zehn Jahren zu den beiden ersten Kliniken in Deutschland, die dieses Verfahren angewendet haben.

Mi-Young Cho (40) ist koreanischer Abstammung und in Berlin geboren. Seit 2012 gehört sie als Leitende Oberärztin zum Team der Klinik für Angeborene Herzfehler/ Kinderherzchirurgie unter Leitung von PD Dr. Joachim Photiadis am Deutschen Herzzentrum Berlin. Mi-Young Cho ist eine von nur wenigen Fachärztinnen für Kinderherzchirurgie in Deutschland, die auch komplexeste angeborene Herzfehler operativ behandeln können.

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February 2016

Doppelt guter Zweck

Kardiologinnen und Kardiologen des DHZB und der Berliner Charité unterstützen „Arche“ und „Ärzte ohne Grenzen“

Kardiologie-MRT-Patient.jpg

Letztendlich kommt jede medizinische Fortbildung von Ärzten den Menschen zu gute - ein von Kardiologinnen und Kardiologen des Deutschen Herzzentrums Berlin und der Berliner Charité (Campus Buch) gemeinsam veranstalteter Workshop aber hatte jetzt gleich einen doppelt guten Zweck: Denn einen Großteil der Teilnahmegebühren haben die Veranstalter an Hilfsorganisationen weitergegeben. 

„Der Workshop über Herzbildgebung mit Hilfe der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) war der erste, den wir gemeinsam mit den Charité-Kolleginnen und Kollegen aus Buch veranstaltet haben“, sagt DHZB-Kardiologe Dr. Sebastian Kelle, „und mit dieser Premiere wollten wir einen kleinen Beitrag über die medizinische Fortbildung hinaus leisten“. 

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March 2016

30 Jahre Kunstherzen – eine Berliner Erfolgsgeschichte

Am 7. März vor 30 Jahren implantierte der Herzchirurg Prof. Emil Bücherl am Berliner Klinikum Westend zum ersten Mal in Deutschland ein künstliches Herz. Sein Patient überlebte damals nur wenige Tage. Heute aber können Patienten mit mechanischen Herzpumpen viele Jahre lang ein weitgehend normales Leben führen. Zunehmend gelten die modernen Systeme als dauerhafte Alternative zur Transplantation.

Fast 25 Jahre hatte Emil Bücherl an der Entwicklung gearbeitet, ehe er am 7. März 1986 das von ihm entwickelte Kunstherz einem 39jährigen Berliner Handwerksmeister einsetzte, für den kein Spenderherz zur Verfügung stand. Das mit Druckluft betriebene Kunstherz funktionierte, nur wenige Tage später konnte es gegen ein - nun verfügbares - Spenderherz ausgetauscht werden. Dann aber kam es zu schweren Komplikationen, am 13. März 1986 ist der erste deutsche Kunstherzpatient verstorben.

Doch trotz dieses Rückschlags wurde in Berlin immer wieder und bis heute Kunstherz-Geschichte geschrieben. Mit zunehmendem Erfolg.

Am Deutschen Herzzentrum Berlin - am 1. Januar 1986 in Betrieb genommen und am 29. April 1986 offiziell eröffnet - wurde Prof. Bücherls herzchirurgisches Programm weitergeführt. Bereits 1987 wurde hier die erste Kunstherz-Implantation vorgenommen, 1990 konnte weltweit zum ersten Mal die Wartezeit auf eine Transplantation bei einem Kind erfolgreich mit einem Kunstherz überbrückt werden.
Fünf Jahre später kam es zum nächsten Durchbruch: Das natürliche, bislang schwerkranke Herz eines 38-jährigen Thüringers erholte sich am Kunstherz so gut, dass es explantiert werden konnte und dem Patienten eine Transplantation erspart blieb. Auch dies war weltweit der erste Fall.
Aus der Forschung am DHZB ging auch die Firma „Berlin Heart“ hervor. Das Berlin Heart „Excor Pediatric“ ist heute das weltweit einzige Kreislauf-Unterstützungssystem, das bei Säuglingen und Kleinkindern zugelassen ist und weltweit über 100 mal pro Jahr eingesetzt wird.

Moderne Systeme zur Kreislaufunterstützung

Für erwachsene Patienten wurden in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Systeme zur künstlichen Kreislaufunterstützung entwickelt, mit unterschiedlichem Erfolg.
Sogenannte „Total Artificial Hearts (TAH)“, die das Herz des Patienten tatsächlich komplett ersetzen, werden heute nur sehr selten benötigt und eingesetzt.
Das derzeit weltweit einzige zugelassene TAH wird von dem US-Unternehmen Synkardia hergestellt. Das DHZB gehört auch für dieses System zu den zertifizierten Zentren.
Heute werden in den allermeisten Fällen Unterstützungssysteme eingesetzt, bei denen das erkrankte Herz im Körper des Patienten bleibt.

Diese Systeme werden in der Fachsprache kurz als VAD, von englisch „Ventricular Assist Device“ bezeichnet. Sie bestehen aus einer wenigen Zentimeter großen elektrisch betriebenen Pumpe, die direkt am Herz des Patienten eingesetzt wird. Die Pumpe ist durch ein Kabel mit einer Steuereinheit und Akkus (Gesamtgewicht 2-3 kg) außerhalb des Körpers verbunden, die der Patient in einem kleinen Rucksack oder einer kleinen Tasche mit sich trägt. Das VAD unterstützt meistens die linke Herzkammer (Ventrikel), kann aber - je nach medizinischer Notwendigkeit - auch an die rechte oder an beiden Kammern des Herzens implantiert werden.

Die Patienten können ein weitgehend normales Leben außerhalb der Klinik führen, ihrem Beruf nachgehen und auch Sport treiben. Über die Hälfte der Träger eines VAD stehen auf der Warteliste für ein Spenderherz, immer häufiger werden Kunstherz-Systeme aber auch zu einer dauerhaften Alternative zur Transplantation, da nicht genügend Spender zu Verfügung stehen oder auch weil der Zustand eines Patienten eine Transplantation nicht zulässt.

Die derzeit am häufigsten eingesetzten kardialen Unterstützungssysteme sind das „Heartware HVAD“ und das „Thoratec Heartmate 3“. Beide Geräte kommen aus den USA. Welches System sich am besten eignet, entscheidet der Chirurg individuell mit jedem Patienten.

Die häufigsten Komplikationen sind die Bildung von Blutgerinnseln aufgrund der künstlichem Bestandteile des Systems sowie Infektionen an oder entlang der Austrittsstelle des Strom- und Steuerungskabels aus dem Körper.

VAD-Patienten müssen daher dauerhaft Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen, der Verband an der Austrittsstelle muss regelmäßig und korrekt gewechselt werden.
Es werden derzeit auch neue Systeme entwickelt, die den benötigten Strom drahtlos ins Körperinnere übertragen und damit das Infektionsrisiko weiter senken können. Frühere Systeme dieser Art wurden wegen zu häufiger Komplikationen nicht weiter verwendet.

Kunstherzen am DHZB – eine Erfolgsgeschichte

Mit bisher über 3000 Implantationen insgesamt und rund 200 pro Jahr hat das Deutsche Herzzentrum Berlin unter ärztlicher Leitung von Prof. Volkmar Falk heute das größte Kunstherz-Programm weltweit. Hier wurden zahlreiche Innovationen entwickelt und in die Praxis umgesetzt. Dazu gehören moderne minimalinvasive Operationsverfahren sowie die Entwicklung spezieller Instrumente. Die Spezialisten des DHZB führen regelmäßig Ausbildungsseminare durch und werden weltweit angefragt, um bei schweren und komplexen Operationen in anderen Kliniken in Deutschland und im Ausland mit ihrer Erfahrung zu helfen.

Über 100 Unterstützungssysteme konnten am DHZB wieder explantiert werden, weil sich der Herzmuskel der Patienten während der dauerhaften Unterstützung durch ein VAD wieder erholt hat. Unsere Klinik verfügt über ein spezielles Programm zur Verbesserung des Erholungspotentials des Myokards (Herzmuskelgewebes) von Kunstherzpatienten und hat Verfahren entwickelt, die eine genaue Beurteilung der Erholung des Herzmuskels ermöglichen.  Die Kunstherz-Entnahme erfolgt schonend über einen kleinen Schnitt mit Verwendung eines im DHZB entwickelten speziellen Verschlussystems. Diese Methode wird weltweit auch von meisten anderen Chirurgen verwendet.
Der Erfolg einer VAD-Implantation hängt von einer rechtzeitigen Operation, aber vor allem auch von einer kontinuierlichen Nachsorge ab. Das DHZB verfügt deshalb über eine eigene VAD-Ambulanz, in der alle unsere VAD-Patienten betreut werden.

Allen unseren VAD-Patienten steht zudem rund um die Uhr unsere VAD-Hotline zur Verfügung.

Christian Maier
Pressesprecher
Deutsches Herzzentrum Berlin
cmaier@dhzb.de
mobil: +49 172 32 11 647
Tel.: +49 30 1211

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March 2016

30 Jahre Kunstherzen – eine Berliner Erfolgsgeschichte

Am 7. März vor 30 Jahren implantierte der Herzchirurg Prof. Emil Bücherl am Berliner Klinikum Westend zum ersten Mal in Deutschland ein künstliches Herz. Sein Patient überlebte damals nur wenige Tage. Heute aber können Patienten mit mechanischen Herzpumpen viele Jahre lang ein weitgehend normales Leben führen. Zunehmend gelten die modernen Systeme als dauerhafte Alternative zur Transplantation. 

Fast 25 Jahre hatte Emil Bücherl an der Entwicklung gearbeitet, ehe er am 7. März 1986 das von ihm entwickelte Kunstherz einem 39jährigen Berliner Handwerksmeister einsetzte, für den kein Spenderherz zur Verfügung stand. Das mit Druckluft betriebene Kunstherz funktionierte, nur wenige Tage später konnte es gegen ein - nun verfügbares - Spenderherz ausgetauscht werden. Dann aber kam es zu schweren Komplikationen, am 13. März 1986 ist der erste deutsche Kunstherzpatient verstorben. 

Doch trotz dieses Rückschlags wurde in Berlin immer wieder und bis heute Kunstherz-Geschichte geschrieben. Mit zunehmendem Erfolg. 

Am Deutschen Herzzentrum Berlin - am 1. Januar 1986 in Betrieb genommen und am 29. April 1986 offiziell eröffnet - wurde Prof. Bücherls herzchirurgisches Programm weitergeführt. Bereits 1987 wurde hier die erste Kunstherz-Implantation vorgenommen, 1990 konnte weltweit zum ersten Mal die Wartezeit auf eine Transplantation bei einem Kind erfolgreich mit einem Kunstherz überbrückt werden. 

Fünf Jahre später kam es zum nächsten Durchbruch: Das natürliche, bislang schwerkranke Herz eines 38-jährigen Thüringers erholte sich am Kunstherz so gut, dass es explantiert werden konnte und dem Patienten eine Transplantation erspart blieb. Auch dies war weltweit der erste Fall. 

Aus der Forschung am DHZB ging auch die Firma „Berlin Heart“ hervor. Das Berlin Heart „Excor Pediatric“ ist heute das weltweit einzige Kreislauf-Unterstützungssystem, das bei Säuglingen und Kleinkindern zugelassen ist und weltweit über 100 mal pro Jahr eingesetzt wird.

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January 2016

Medizinische Pionierleistung

John M. kommt im Mai 2015 mit mehreren schweren Herzfehlern zur Welt. Um sein Leben zu retten, sind vier komplizierte Operationen nötig. Eine davon wurde weltweit nur wenige Male durchgeführt. Jetzt konnte John aus dem Deutschen Herzzentrum Berlin entlassen werden. Die Geschichte von starken Eltern, einer mutigen Chirurgin - und einem Baby, das leben will.

Die Diagnose bekommen Maja und Mandy M., ein gleichgeschlechtliches Paar aus Berlin bereits in der 13. Schwangerschaftswoche: Ihr Sohn John hat einen schweren multiplen Herzfehler.

Es gibt bei einer solchen Diagnose immer die Möglichkeit zum Abbruch der Schwangerschaft. Doch Johns Eltern entscheiden sich fürs Leben. Auch wenn sie wissen, dass ihrem Baby mehrere schwere Operationen bevorstehen. Ohne Garantie auf Erfolg.

John kommt am 5. Mai 2015 zur Welt und wird sofort ins Deutsche Herzzentrum Berlin verlegt. Mi-Young Cho übernimmt den Fall. Sie ist leitende Oberärztin am Herzzentrum und eine der deutschlandweit erfahrensten Kinderherz-Chirurginnen.

Bei schweren angeborenen Herzfehlern unterscheiden die Experten zwischen „therapeutischen“ und „palliativen“ Eingriffen: Operationen, die eine dauerhafte „Reparatur“ des Herzens ermöglichen. Oder solche, die nur lebenserhaltend wirken. Mi-Young Cho will trotz Johns schwerer Fehlbildungen ein therapeutisches Ergebnis bewirken. Doch sie weiß auch, dass dazu mehrere Operationen nötig sein werden.

Sechs Tage nach seiner Geburt operiert Mi-Young Cho ihren winzigen Patienten zum ersten Mal. Sie nimmt dabei die wichtigsten, überlebensnotwendigen Korrekturen an Johns Herz vor, das etwa so groß ist wie eine Walnuss. Die Operation dauert 11 Stunden und verläuft wie geplant. Sechs Wochen später können Maja und Mandy M. ihren John nach Hause holen.

Anfang Dezember erfolgt die zweite Operation. Mi-Young Cho korrigiert weitere Fehlbildungen. Mit am schwierigsten dabei ist die Korrektur der sogenannten Mitralklappe. Diese Herzklappe wirkt wie ein Ventil zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer, die das sauerstoffreiche Blut in den Körper pumpt. Johns Klappe schließt nicht richtig. Mi-Young Cho will dieses Leck beheben. An einer Klappe, die so groß ist wie der Daumennagel eines Erwachsenen.

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January 2016

Ende einer Ära

Hubertus Moser übergibt nach 16 Jahren die Präsidentschaft des DHZB-Stiftungsrates

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21 Jahre, mehr als ein Viertel seines bisherigen Lebens, hat sich Senator E.h. Hubertus Moser als Mitglied des Stiftungsrates dem Deutschen Herzzentrum Berlin verschrieben, 16 Jahre lang hat er dem Gremium als dessen Präsident vorgestanden. Nun gibt Hubertus Moser das Ehrenamt ab. Für das DHZB geht damit eine Ära zu Ende.

Der 1935 in Zerbst (Sachsen-Anhalt) geborene Hubertus Moser ist gelernter Betriebswirt und Bankkaufmann. Er war Vorstandsmitglied der Hessischen Landesbank in Frankfurt/Main, später Vorstandsvorsitzender der Berliner Sparkasse und der Landesbank Berlin.

Bereits im Mai 1994 wurde er Mitglied des DHZB Stiftungsrates, im Mai 1999 – drei Jahre nach seinem beruflichen Abschied bei der Berliner Landesbank – wurde er schließlich zum Präsidenten gewählt.

Die Satzung des Deutschen Herzzentrums als Stiftung des bürgerlichen Rechts bestimmt, dass der Stiftungsrat die „Geschäftsführung des Vorstandes überwacht“ und „die Grundzüge der Verwirklichung des Stiftungszwecks bestimmt“ - nämlich die  gemeinnützige „Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und von Wissenschaft und Forschung“.

Solche hehren Satzungsworte aber wollen auch in die Praxis umgesetzt werden - was große Verantwortung für das DHZB und entsprechende Pflichten bedeutet.

Es galt für Hubertus Moser, gemeinsam mit dem Vorstand tragfähige Zukunftsstrategien für das DHZB und seine Kooperation mit der Charité zu gestalten und diese unter wechselnden politischen Rahmenbedingungen auch umzusetzen.

So wurde unter seiner entschlossenen Beteiligung etwa die eigenständige Klinik für die Chirurgie der Angeborenen Herzfehler/Kinderherzchirurgie geschaffen und mit PD Dr. Joachim Photiadis als leitenden Arzt besetzt.

Moser wirkte auch am Generationenwechsel am DHZB durch die Bestellung und Berufung  von Prof. Dr. Volkmar Falk und Prof. Dr. Burkert Pieske als neuen Klinikdirektoren sowie Charité-Professoren entscheidend mit und bahnte den Weg für die gemeinsame Zukunft der Berliner Herzmedizin von DHZB und Charité als Universitäres Herzzentrum Berlin.

Hubertus Moser hat sich den Herausforderungen als ausgewiesener Finanzfachmann und erfahrene Führungspersönlichkeit mit großem Können und mit größtem Engagement gestellt. Ehrenamtlich. Und erfolgreich.

„Hier hat sich ein Bürger Berlins für eine Stiftung des bürgerlichen Rechts mit all seiner Kraft und Leidenschaft eingesetzt“, sagt DHZB-Verwaltungsdirektor Thomas Michael Höhn, „und mit seiner Lebenserfahrung, seinem Wissen und seinem klugen Pragmatismus über Jahrzehnte zum Gemeinwohl beigetragen. Durch eine unbeirrte, glaubwürdige und völlig uneigennützige Politik, ganz im Sinne der Ziele und Zwecke einer Stiftung des bürgerlichen Rechts.“

Hubertus Moser, Ehrensenator der Freien Universität Berlin und Träger des Bundesverdienstkreuzes, hat im Oktober letzten Jahres seinen 80. Geburtstag gefeiert und am 9. Dezember seine Präsidentschaft des DHZB Stiftungsrats aus Altersgründen an Dr. Reinhard Uppenkamp, Vorstandsvorsitzender der Berlin-Chemie AG, übergeben.

„Er war nicht ein Präsident, er war unser Präsident“, sagt Thomas Höhn: „Hubertus Moser gebührt unser größter Respekt und unser herzlichster Dank.“

 

 

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May 2016

TV-Reportage über Organtransplantation am DHZB

Über das Thema Organspende wird viel diskutiert, doch viele Menschen kommen damit nie persönlich in Berührung. Um den Zuschauern einen persönlichen Eindruck zu vermitteln, hat das RBB-Fernsehen über viele Monate hinweg mehrere Patienten in der Charité und im Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) mit der Kamera begleitet.

Zum Teil warten die Patienten bis heute auf ein Spenderorgan, zum Teil wurden sie bereits transplantiert. Entsprechend konnte RBB-Autor auch den Eingriff selbst, die Intensivpflegephase und den stationären Aufenthalt bis zur Entlassung nach Hause dokumentieren.

Die Reportage begleitet auch eine junge Frau, der eine Spenderlunge und -Leber in einer Operation gemeinsam von Chirurgen des DHZB und der Charité eingesetzt wurden. Ein Eingriff, der nur sehr selten vorgenommen wird.

Der Film „Neues Organ – neues Leben“ wird am Mittwoch, 11. Mai um 20:15 (bis 21:00) im RBB-Fernsehen gesendet.

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May 2016

Neue Leitlinien zur Behandlung der Herzinsuffizienz veröffentlicht

DHZB-Spezialisten gehören zum Autorenteam

Auf dem „Heart Failure“ Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Florenz wurden jetzt die neuen europäischen Leitlinien zur Diagnose und Behandlung der chronischen und akuten Herzinsuffizienz veröffentlicht.

Zum 21köpfigen internationalen Autorenteam gehören auch die Berliner Herzmediziner Prof. Dr. Volkmar Falk und Prof. Dr. Burkert Pieske. Prof. Volkmar Falk ist Ärztlicher Direktor und Direktor der Klinik für Herz-Thorax-, und Gefäßchirurgie am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) sowie Ordinarius für Kardiochirurgie der Berliner Charité; Prof. Burkert Pieske ist Direktor der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie am DHZB und leitet zugleich die Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie am Campus Virchow-Klinikum der Charité.

Die jetzt veröffentlichten Leitlinien sind vier Jahre gültig. Sie bewerten alle derzeit verfügbaren Verfahren zur Diagnostik und Therapie der chronischen und akuten Herzinsuffizienz und geben den Medizinern entsprechende Handlungsempfehlungen, beruhend auf sämtlichen relevanten klinischen Daten und wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Diese Empfehlungen sind entsprechend differenziert, je nach dem wie sicher sie belegt werden können. Die Bewertungsgrundlagen sind vollständig transparent.

Die Herzinsuffizienz bezeichnet Erkrankungen des Herzmuskels verschiedener Ursache. Sie gilt in Deutschland derzeit als vierthäufigste Todesursache, nach koronarer Herzkrankheit, akutem Herzinfarkt und Bronchial- oder Lungentumoren (Stand 2014).

„Die Herzinsuffizienz betrifft vor allem ältere Menschen. Angesichts des steigenden Altersdurchschnitts unserer Bevölkerung gewinnt dieser Bereich unserer Arbeit damit weiter an Bedeutung“, sagt Prof. Volkmar Falk, „Prof. Burkert Pieske und ich freuen uns deshalb, als Berliner Ko-Autoren der ESC-Leitlinien unseren internationalen Kolleginnen und Kollegen Empfehlungen an die Hand geben können, die mit größter Sorgfalt erarbeitet wurden und helfen sollen, das Behandlungsangebot für unsere Patienten kontinuierlich weiter zu verbessern.“

Die „European Society of Cardiology (ESC)“ wurde 1950 gegründet und vertritt rund 95.000 Ärzte und Pflegekräfte aus dem Bereich der Herzmedizin. Ihr gehören 56 nationale Kardiologie-Gesellschaften an, darunter auch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK).

 

Die neuen ESC-Leitlinien finden Sie hier...

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June 2016

Lange Nacht der Wissenschaften am 11. Juni 2016, 17-24 Uhr

Herzmedizin auf höchstem Niveau - Das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) öffnet seine Türen

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Lange Nacht der Wissenschaften am 11. Juni 2016, 17-24 Uhr

Herzmedizin auf höchstem Niveau - Das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) öffnet seine Türen

Das Deutsche Herzzentrum Berlin gehört zu den größten und innovativsten Herzzentren Europas. Über 100.000 Herzoperationen wurden hier bereits durchgeführt. In der Langen Nacht der Wissenschaften öffnen sich Türen, die für Besucher sonst strikt verschlossen bleiben müssen: Zum Operationssaal und zum Herzkatheterlabor. Welche faszinierenden Fortschritte die Herzmedizin gemacht hat und welche modernsten Behandlungsverfahren heute eingesetzt werden – darüber können Sie sich in dieser Nacht umfassend informieren. Herzmedizin auf höchstem Niveau – zum Anschauen, Anfassen und: zum Staunen.

Unsere Angebote im Einzelnen:

„Schlüsselloch-Chirurgie in 3D“

Über nur wenige Zentimeter große Schnitte schiebt der Herzchirurg seine Instrumente und eine Kamera in den Brustkorb, dann operiert der Spezialist mit Blick auf einen 3D-Monitor - wo er das Herz des Patienten in 3D vor sich sieht. Was sich wie Science-Fiction anhört, ist am DHZB bereits Alltag. Setzen Sie die 3D-Brille auf und nehmen Sie die Instrumente in die Hand: An einem Simulationsmodell in unserem OP können Sie in der Langen Nacht der Wissenschaften selbst ein Herzchirurg sein.

Wie funktioniert ein Kunstherz?

Was heute meist als „Kunstherzen“ bezeichnet wird, sind Pumpen, die das kranke Herz des Patienten nicht ersetzen, sondern unterstützen. Die Systeme können nahezu komplett in den Körper eingesetzt werden, viele Patienten können mit einem Kunstherzen ein fast völlig normales Leben führen. Das Deutsche Herzzentrum Berlin betreibt eines der größten und innovativsten Kunstherz-Programme des Welt. In der Langen Nacht der Wissenschaften können Sie Kunstherzen, anschauen, anfassen und lernen, wie sie funktionieren.  

 

Die Herz-Lungen-Maschine

Die Erfindung der Herz-Lungen-Maschine hat moderne Herzchirurgie erst möglich gemacht: Denn um komplizierte Eingriffe vornehmen zu können, muss der Motor unseres Kreislaufs vorübergehend still gelegt werden. Die Funktion von Herzen und Lunge übernimmt in dieser Zeit die Herz-Lungen-Maschine, gesteuert von einem Kardiotechniker. Das Deutsche Herzzentrum Berlin nimmt eine weltweite Führungsposition ein, was den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine bei Neugeborenen und Kleinkindern angeht. Warum – das können Sie in der Langen Nacht der Wissenschaften erfahren.

Der Hybrid-OP

„Saal 8“ im DHZB gehört zu den modernsten Operationssälen Deutschlands: Der sogenannte Hybrid-OP ist mit modernsten Bildgebungsverfahren ausgestattet und ermöglicht kombinierte katheterbasierte und herzchirurgische Eingriffe. DHZB-Spezialisten stehen ihnen zur Seite, wenn Sie in der Langen Nacht der Wissenschaften unseren „Saal 8“ besuchen und verstehen möchten.

Das Herzkatheterlabor

Im Frühjahr 1929 wagte der Berliner Mediziner Werner Forßmann einen spektakulären  Selbstversuch: Über einen Schnitt im Oberarm führte er einen dünnen Schlauch über die Blutgefäße bis in sein schlagendes Herz. Für diesen ersten dokumentierten Herzkatheter-Eingriff bekam Forßmann später den Nobelpreis. Heute ermöglicht das Herzkatheterverfahren die genaue Diagnose und auch Behandlung vieler Herzerkrankungen, ohne dass dafür eine Operation nötig ist. In den  Herzkatheterlaboren des DHZB können Sie erfahren, wie dieses in der Herzmedizin alltägliche und dennoch faszinierende Verfahren funktioniert. 

Einblick ins Herz – Diagnostik am DHZB:

Keine Therapie ohne genaue Diagnose: Im Deutschen Herzzentrum Berlin werden modernste Verfahren zur genauen Feststellung von Herzerkrankungen durchgeführt. Unsere Untersuchungsräume für Computer- und Magnetresonanztomographie (MRT) stehen Ihnen offen. Und wenn Sie Ihr eigenes Herz einmal schlagen sehen wollen, können Sie sich von einem unserer Kardiologen mit einem „4D-Ultraschall“ untersuchen lassen.

Biofilmzentrum

Biofilme sind organisierte Lebensgemeinschaften von Mikroorganismen, die sich an nahezu jeder Oberfläche ansiedeln können. Unter dem Mikroskop erscheinen Biofilme in faszinierender Schönheit, für Patienten im Krankenhaus können Sie eine tödliche Gefahr sein. In der Langen Nacht der Wissenschaften können Sie die Forschungsarbeit des DHZB-Biofilmzentrums im Kampf gegen die Erreger kennen lernen.

Weitere Angebote:

Treffen Sie Menschen, die seit vielen Jahren mit einem Spenderherz leben, sprechen Sie mit unseren Psychologen darüber, wie wichtig psychische Betreuung von Herzpatienten ist, lernen Sie die Forschungsarbeit unserer Experten zur Verhinderung von Infektionen kennen. Und: Begreifen Sie die Funktionsweise Ihres Herzens, in dem Sie hineinlaufen – in unser begehbares Herz!

Die Lange Nacht der Wissenschaften am DHZB: Herzlich Willkommen!

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June 2016

Marcus Polle wird zum 1. Januar 2017 neuer Verwaltungsdirektor des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB)

Prof. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZB; Marcus Polle, zukünftiger Verwaltungsdirektor; Thomas Michael Höhn, amtierender Verwaltungsdirektor; Dr. Reinhard Uppenkamp, Präsident des…

Prof. Volkmar Falk, Marcus Polle, Thomas Michael Höhn, Dr. Reinhard Uppenkamp, Günter Dibbern

Marcus Polle wurde 1967 in Dortmund geboren. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der FH Dortmund arbeitete er im Evangelischen Krankenhaus Schwerte (heute Marienkrankenhaus Schwerte), zunächst als Controller, später auch als Verwaltungsleiter und Stellvertretender Geschäftsführer. 2003 wurde er Kaufmännischer Direktor des Brüderkrankenhauses St. Josef in Paderborn und des St.-Marie-Hospitals in Marsberg.

Im September 2006 wurde Marcus Polle Geschäftsführer des Universitären Herzzentrums Dresden und des Sana Herzzentrums Cottbus, vier Jahre später schließlich Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses in Oberhausen, einem Schwerpunktversorger mit über 500 Betten, 16 Kliniken bzw. Instituten und über 1.000 Mitarbeitern.

Vor seinem Wechsel ans DHZB war Marcus Polle als Geschäftsführer der Kliniken des Landkreises Sigmaringen tätig.

Die universitäre Herzmedizin als Verbindung von Krankenversorgung, Forschung und Lehre ist Marcus Polle aus Dresden bereits sehr vertraut, auch was die enge Zusammenarbeit mit einem benachbarten Uni-Klinikum und den politischen Instanzen angeht.

Der neuen Aufgabe sieht Marcus Polle mit großer Vorfreude entgegen: „Das DHZB als gemeinnützige Stiftung mit einem klar formulierten Stiftungszweck, sein hervorragender internationaler Ruf, die Innovationskraft und fachliche Exzellenz des Hauses hatten mich seit vielen Jahren beeindruckt.“

Die Qualität und Sicherheit der medizinischen Leistungen am DHZB auf höchstem Niveau zu halten, die Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen, erfolgreiche Mitarbeitergewinnung und hohe Personalzufriedenheit, den Erhalt der Wirtschaftlichkeit sowie die bauliche Weiterentwicklung nennt Polle als wichtigste Herausforderungen beim weiteren Ausbau der nationalen wie internationalen Spitzenposition des DHZB.

Dazu gehöre insbesondere die enge Kooperation von Charité – Universitätsmedizin Berlin und DHZB als Universitäres Herzzentrum Berlin, so Polle: „Ein sicherlich komplexer und langfristiger Prozess, aber eben auch eine große Chance für die Berliner Herzmedizin.“

Marcus Polle übernimmt zum Jahreswechsel die Nachfolge von Dipl. Ing. Thomas Michael Höhn, der das DHZB seit 1992 mit großem Erfolg kaufmännisch geleitet hat und der in den Ruhestand gehen wird. „Mit Marcus Polle konnten wir einen Nachfolger gewinnen, der sein Wissen und seine Fähigkeiten durch seine bisherigen Erfolge eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat“, so Thomas Michael Höhn, „ich weiß das DHZB auch nach meinen Abschied in den besten Händen.“

Das Foto zeigt (von links): Prof. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZB; Marcus Polle, zukünftiger Verwaltungsdirektor; Thomas Michael Höhn, amtierender Verwaltungsdirektor; Dr. Reinhard Uppenkamp, Präsident des DHZB-Stiftungsrates und Günter Dibbern, Mitglied des DHZB-Stiftungsrates.

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June 2016

„Mehr Forschung für Kinderherzen!“

Dritte PSD Herzfahrt startet am 3. Juli 2016

Die PSD-Herzfahrt 2015

Die PSD-Herzfahrt 2015

Unter dem Motto "Mehr Forschung für Kinderherzen" startet am 3. Juli 2016 zum dritten Mal die „PSD HerzFahrt“ auf dem Tempelhofer Feld: Eine gemeinsame Aktion des ADFC Berlin, des „Berliner helfen e.V.“ und der PSD Bank Berlin-Brandenburg. Für jede gefahrene Runde spendet die PSD Bank Berlin-Brandenburg vier Euro zugunsten der Klinik für Angeborene Herzfehler am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB). 

Der Gesamtbetrag fließt in die Anschaffung eines sogenannten „NIRS“-Geräts, mit dem die Sauerstoffversorgung des Gehirns junger Herzpatienten während einer Operation kontinuierlich und schonend überwacht werden kann. Ziel ist es, einen möglichst großen Teil der Gesamtkosten von 30.000 Euro zu „er-radeln“.

Eingeladen sind alle, die gerne Rad fahren, egal wie schnell. Ob Kinder, Alltagsradler und ambitionierte Sportler - wir freuen uns auf Sie! Beginn: 15 Uhr; Dauer: 3 Stunden.

Hintergrundinformationen zum NIRS-Monitoring 

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Während großer Herzoperationen übernimmt meist eine Herz-Lungen-Maschine die Funktion dieser Organe. Trotz modernster Technik wissen die Mediziner, dass sie vor allem die Sauerstoffversorgung des Gehirns in dieser Phase genau beobachten müssen. 

Sogenannte Nahinfrarotspektroskopie („NIRS“) - Geräte ermöglichen eine kontinuierliche und gefahrlose Messung des Sauerstoffgehalts im Gewebe.

Dazu wird den Patienten nur eine harmlose Sonde auf die Stirn geklebt, regelmäßige Blutentnahmen sind nicht mehr nötig. 

Bereits kleinste Veränderungen werden in Echtzeit angezeigt. So können die Ärzte wenn nötig sofort und gezielt reagieren, um Hirnschäden vorzubeugen – und darüber hinaus auch wissenschaftliche Erfahrung sammeln, wie sich das empfindliche Organ in Zukunft noch besser schützen lässt.

„Natürlich bekommt jedes herzkranke Kind am DHZB die bestmögliche medizinische Versorgung“, sagt Prof. Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler am Deutschen Herzzentrum Berlin, „wir sind darüber hinaus jedoch immer bemüht, die Qualität unserer Arbeit weiterzuentwickeln. Dazu gehört nicht nur die Behandlung des Herzens, sondern auch der Schutz aller anderen Organe.  Aus diesem Grund soll immer auch neueste Technik und weiterführender Forschung eingesetzt werden, was die knappen Forschungsbudgets häufig aber übersteigt. Um die Diagnostik und Therapie für Kinder mit angeborenen Herzfehlern dennoch stetig verbessern zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen.“

Das Deutsche Herzzentrum Berlin mit seinen Kliniken für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie und für die Chirurgie der Angeborenen Herzfehler / Kinderherzchirurgie gehört zu den weltweit führenden Zentren für Kinderherz-Medizin.

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June 2016

Offene Türen am DHZB

Mehr als 1000 Besucher in der Langen Nacht der Wissenschaften

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Trotz Biergarten-Wetter und Fußball-EM: Weit über 1000 Menschen haben in der Langen Nacht der Wissenschaften am 11. Juni das Deutsche Herzzentrum Berlin besucht. 

Publikumsmagnet war dabei sicherlich „Saal 8“, ein hochmoderner sogenannter Hybrid-OP, in dem kardiologische und herzchirurgische Maßnahmen gleichzeitig durchgeführt werden können und der mit modernsten Bildgebungsverfahren ausgestattet ist. 

  

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Hier konnten die Besucher einen Eindruck bekommen, wie moderne minimalinvasive Herzoperationen durchgeführt werden, bei denen der Chirurg den Brustkorb nicht durchtrennen muss und mit 3D-Brille über eine endoskopische Kamera operiert.

  

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Und auch die jungen Besucher konnten hier ihr chirurgisches Talent unter fachkundiger Aufsicht mit einem Elektro-Messer testen. 

  

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Herzkatheterlabor, MRT, CT – alle Diagnose- und Behandlungsräume standen den Besuchern offen. Ärzte und Pfleger beantworteten dabei nicht nur Fragen, sondern machten die Behandlungsmethoden der modernen Herzmedizin anhand von Modellen erfahrbar. 

Ein Abend voller Einblicke in die Welt der Herzmedizin, in technischer und menschlicher Hinsicht. Wir danken allen Besuchern für ihr Interesse! 

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June 2016

Unabhängige Auszeichnung

„Focus“ benennt DHZB-Chirurgen als „Deutschlands Top-Ärzte“

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Prof. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) und Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie Prof. Joachim Photiadis, Direktor der Klinik für die Chirurgie der Angeborenen Herzfehler/Kinderherzchirurgie gehören zu Deutschlands „Top-Medizinern“: Zu diesem Ergebnis kommt „Focus Gesundheit“ in seiner aktuellen Ausgabe. 

Die von einem unabhängigen Recherche-Institut im Auftrag von „Focus“ ermittelte Bestenliste beruht auf Empfehlungen anderer Mediziner, den Einschätzungen von Selbsthilfegruppen und natürlich auch der Patienten. Außerdem wird die Häufigkeit von Fachpublikationen bewertet und wie oft Studien zur kontinuierlichen Verbesserung von Diagnostik und Therapie durchgeführt werden. 

Prof. Volkmar Falk ist seit 18 Jahren Facharzt für Herzchirurgie und seit Oktober 2014 Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin sowie Ordinarius für Herzchirurgie an der Berliner Charité. Sein Spezialgebiet sind minimal-invasive Eingriffe zum Erhalt oder Ersatz erkrankter Herzklappen. 

Prof. Joachim Photiadis ist seit 2012 Direktor einer eigenständigen Klinik für die Chirurgie der Angeborenen Herzfehler/Kinderherzchirurgie am DHZB. In der chirurgischen Behandlung auch seltener und schwerer angeborener Herzfehler nimmt das Deutsche Herzzentrum Berlin eine weltweite Führungsrolle ein. 

Gehören laut Focus zu den Besten Ihres Fachs: Prof. Volkmar Falk und Prof. Joachim Photiadis

Gehören laut "Focus" zu den Besten Ihres Fachs: Prof. Volkmar Falk und Prof. Joachim Photiadis

Die „Top-Ärzte“ Prof. Falk und Prof. Photiadis sind sich einig: „Ein Herzchirurg kann nur so gut sein, wie sein Team es ihm ermöglicht“, so Falk: „Diese Auszeichnung gebührt also allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ob Ärzte, Pflegekräfte oder Kardiotechniker.“  Im Jahr 2015 wurden am DHZB insgesamt über 6700 Operationen durchgeführt, davon über 1.000 Eingriffe zur Korrektur oder dem Ersatz von Herzklappen. Über 650 Operationen wurden in den Abteilungen für angeborene Herzfehler durchgeführt.

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June 2016

Entscheidung für das Leben

Die Mutter eines Kindes mit einem schweren angeborenen Herzfehler in einem bewegenden Interview

Salih Miran

Das „Hypoplastische Linksherz-Syndrom“ ist einer der schwersten angeborenen Herzfehler. 

Es bedeutet, dass sich die linke Herzkammer, die den Körper mit sauerstoffreichem Blut versorgt, nicht entwickelt hat. Vereinfacht gesagt kommen Kinder mit einem Hypoplastischen Linksherz-Syndrom mit einem halben Herzen zur Welt. 

Noch vor wenigen Jahrzehnten bedeutete diese Fehlbildung den sicheren Tod kurz nach der Geburt. 

Heute können Kinderherzchirurgen das unterentwickelte Herz so umgestalten, dass es den Körper dennoch gut mit Blut versorgen kann.

Dazu sind drei komplizierte Operationen in den ersten beiden Lebensjahren notwendig. Dann aber können die Kinder weitgehend normal aufwachsen, zur Schule gehen und auch Sport treiben. 

Die Sterblichkeit bei diesen hochkomplexen Eingriffen konnte am Deutschen Herzzentrum Berlin durch spezielle Verfahren in den letzten Jahren auf unter 5 Prozent gesenkt werden. 

Das Hypoplastische Linksherz-Syndrom wird heute meist bereits während der Schwangerschaft festgestellt. Die Eltern stehen dann vor der  schweren Entscheidung, ob sie die Schwangerschaft abbrechen wollen oder sich für die Behandlung entscheiden. 

Kommt das Kind zur Welt, beginnt für die Eltern und Angehörigen eine lange und schwere Zeit im Krankenhaus. 

Die Mutter des zweijährigen Salih Miran aus Berlin ist diesen Weg gemeinsam mit Ihrem Kind, Ihrem Mann, den Ärzten und Pflegekräften gegangen. Salih konnte nun aus dem Deutschen Herzzentrum Berlin entlassen werden. 

Im folgenden Video spricht seine Mutter Gülcan I. offen darüber, wie sie die Zeit von der Diagnose bis zur dritten Operation erlebt hat. 

Der Film soll nicht suggerieren, dass alle Fälle ähnlich gut verlaufen. Während und nach jedem Eingriff können auch schwere Komplikationen eintreten, mitunter sind mehr als drei Operationen am Herzen notwendig. 

Gülcan I. möchte mit diesem Film dennoch allen Eltern, deren Kind mit einem schweren angeborenen Herzfehler geboren wird, Mut machen. Mut, sich den Spezialisten am Deutschen Herzzentrum Berlin anzuvertrauen, Mut zum Glauben an die eigene Kraft. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaffen kann, aber ich bin an meinen Aufgaben gewachsen“, sagt sie. „Und ich habe meine Entscheidung noch keine Sekunde bereut“. 

Wir möchten Gülcan I. und Ihrer Familie für die Bereitschaft zu diesem Interview sehr herzlich danken. 

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July 2016

Radeln für Kinderherzen

"PSD-Fahrt" startet am Sonntag

Professor Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler - Kinderkardiologie am DHZB und leidenschaftlicher Fahrradfahrer. Auch er wird bei der PSD-Fahrt dabei sein.

Professor Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler - Kinderkardiologie am DHZB und leidenschaftlicher Fahrradfahrer. Auch er wird bei der PSD-Fahrt dabei sein.

Bald ist soweit:

Zum dritten Mal startet am Sonntag, den 3. Juli 2016 die „PSD HerzFahrt“ auf dem Tempelhofer Feld: Eine gemeinsame Aktion des ADFC Berlin, des „Berliner helfen e.V.“ und der PSD Bank Berlin-Brandenburg. Für jede gefahrene Runde spendet die PSD Bank Berlin-Brandenburg vier Euro zugunsten der Klinik für Angeborene Herzfehler am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB). 

Beginn ist um 15:00, die Fahrt dauert bis ca. 18:00 Uhr. Eine Runde ist ca. 5 Kilometer lang.
Der beste Eingang aufs Tempelhofer Feld ist von Tempelhofer Damm aus. 

Der Gesamtbetrag fließt in die Anschaffung eines sogenannten „NIRS“-Geräts, mit dem die Sauerstoffversorgung des Gehirns junger Herzpatienten während einer Operation kontinuierlich und schonend überwacht werden kann. Ziel ist es, einen möglichst großen Teil der Gesamtkosten von 30.000 Euro zu „er-radeln“.

Eingeladen sind alle, die gerne Rad fahren, egal wie schnell. Ob Kinder, Alltagsradler und ambitionierte Sportler - wir freuen uns auf Sie!

Hintergrundinformationen zum NIRS-Monitoring 

Während großer Herzoperationen übernimmt meist eine Herz-Lungen-Maschine die Funktion dieser Organe. Trotz modernster Technik wissen die Mediziner, dass sie vor allem die Sauerstoffversorgung des Gehirns in dieser Phase genau beobachten müssen. 

Sogenannte Nahinfrarotspektroskopie („NIRS“) - Geräte ermöglichen eine kontinuierliche und gefahrlose Messung des Sauerstoffgehalts im Gewebe.

Dazu wird den Patienten nur eine harmlose Sonde auf die Stirn geklebt, regelmäßige Blutentnahmen sind nicht mehr nötig. 

Bereits kleinste Veränderungen werden in Echtzeit angezeigt. So können die Ärzte wenn nötig sofort und gezielt reagieren, um Hirnschäden vorzubeugen – und darüber hinaus auch wissenschaftliche Erfahrung sammeln, wie sich das empfindliche Organ in Zukunft noch besser schützen lässt.

„Natürlich bekommt jedes herzkranke Kind am DHZB die bestmögliche medizinische Versorgung“, sagt Prof. Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler am Deutschen Herzzentrum Berlin, „wir sind darüber hinaus jedoch immer bemüht, die Qualität unserer Arbeit weiterzuentwickeln. Dazu gehört nicht nur die Behandlung des Herzens, sondern auch der Schutz aller anderen Organe.  Aus diesem Grund soll immer auch neueste Technik und weiterführender Forschung eingesetzt werden, was die Kosten der knappen Forschungsbudgets häufig aber übersteigt. Um die Diagnostik und Therapie für Kinder mit angeborenen Herzfehlern dennoch stetig verbessern zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen.“

Das Deutsche Herzzentrum Berlin mit seinen Kliniken für Angeborene Herzfehler - Kinderkardiologie und für die Chirurgie der Angeborenen Herzfehler - Kinderherzchirurgie gehört zu den weltweit führenden Zentren für Kinderherzmedizin.

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July 2016

Aufsehenerregende Studie

DHZB-Team publiziert neue Behandlungsschemata für Kunstherz-Patienten

Mechanische Kreislauf-Unterstützungssysteme, meist als Kunstherzen bezeichnet, können bei vielen Patienten mit unheilbarer Herzschwäche die Wartezeit bis zu einer Transplantation überbrücken und gelten zunehmend auch als dauerhafte Alternative für eine Organverpflanzung. 

Eine seltene, aber schwere Komplikation dieser Systeme ist die Bildung von Thrombosen (Blutgerinnseln). Diese können sich vor allem dort bilden, wo das Blut – etwa aufgrund von Engstellen - nicht optimal fließen kann. 

Ein Team aus Chirurgen, Kardiologen und Ingenieuren des Deutschen Herzzentrums Berlin hat über einen Zeitraum von fast sechs Jahren (Oktober 2009 bis Juli 2015) den Blutfluss innerhalb von über 650 Kreislauf-Unterstützungssystemen des Typs „Heartware LVAD“ wissenschaftlich untersucht. 

Aufgrund dieses bislang einmalig großen Datenmaterials konnten die Mediziner des DHZB erstmals genau beschreiben, an welchen Stellen des Systems es zu Störungen des Blutflusses kommen kann und diese Störungen auch hinsichtlich ihres Schweregrades bewerten und klassifizieren. 

Als Resultat dieser Erkenntnisse entwickelte das DHZB-Team ein genaues Schema zur bestmöglichen Diagnose und Therapie der Behinderungen des Blutflusses in „Heartware HVAD“-Kunstherzsystemen. 

Insbesondere die am DHZB entwickelten Verfahren zur „Ausspülung“ von Blutgerinnseln im Ansaugbereich der Herzpumpe haben dazu geführt, dass einer Vielzahl von Patienten der bislang nötige, belastende und riskante Austausch des Systems erspart werden konnte. 

Das Projekt und seine Ergebnisse wurden jetzt im „Journal of the American College of Cardiology (JACC)“ veröffentlicht, einem der bedeutendsten herzmedizinischen Fachorgane weltweit. 

Schon innerhalb der ersten Tage nach der Publikation gab es zahlreiche positive Resonanz in der Fachwelt. So bezeichnete ein Mediziner des renommierten „Texas Children's Hospital“ in Houston die Arbeit der DHZB-Experten als „eine der besten Publikationen, die ich in Bezug auf Kreislauf- Unterstützungssysteme je gesehen habe“. 

Das Deutsche Herzzentrum Berlin betreibt das größte Kunstherz-Programm der Welt. Mehr zum Thema erfahren Sie hier.

Zur JACC-Publikation kommen Sie hier. 

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July 2016

PSD-Herzfahrt mit Rekordbeteiligung

35.000 Euro Unterstützung für das DHZB

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Diesmal mussten die roten Schirme wirklich nur fürs beeindruckende Abschluss-Luftbild aufgespannt werden: Nach eher widrigen Bedingungen in den Vorjahren startete die dritte „PSD-Herzfahrt“ auf dem Tempelhofer Feld diesmal bei bestem Fahrradwetter – und mit einer Rekordbeteiligung von über 1200 Teilnehmern.

Die Gemeinschaftsaktion von „Berliner helfen e.V.“ (einer Initiative der Berliner Morgenpost), des ADFC Berlin und der PSD Bank Berlin-Brandenburg kommt der Arbeit der  Kinderherz-Mediziner am Deutschen Herzzentrum Berlin zugute: Für jede gefahrene Runde versprach die PSD-Bank eine Spende von vier Euro. Dank 7200 gefahrener Runden von knapp fünf Kilometern wurden so 28.800 Euro „er-radelt“.

Die PSD Bank rundete allerdings großzügig auf – und überreichte Prof. Felix Berger im DHZB einen Scheck über 35.000 Euro. Mit der Spende können zwei „Nah-Infrarotspektroskopie (NIRS)“-Geräte finanziert werden. Sie ermöglichen  die kontinuierliche und gefahrlose Messung der Sauerstoffversorgung des Gehirns von Kindern während und nach einer Herzoperation. 

Prof. Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler – Kinderkardiologie am DHZB war - wie in den Vorjahren - selbst bei der HerzFahrt am Start und brachte es als ambitionierter Hobbyradler in den vorgegebenen Zeit von weniger als 3 Stunden auf stolze 14 Runden – 3 mehr als im Vorjahr!

Einen Film zur PSD-Herzfahrt sehen Sie hier!

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July 2016

DHZB-Team gewinnt Ideenwettbewerb von FU Berlin und Charité

Auszeichung für faszinierende Forschung in der Kinderherzmedizin

Die Preisträger, stellvertretend für Ihr ganzes Team: Dr. Boris Schmitt und Kai Riemer

Die Preisträger, stellvertretend für Ihr ganzes Team: Dr. Boris Schmitt und Kai Riemer

Mit ihrem Forschungsprojekt „GrOwnValve“, das schon in naher Zukunft zu einer deutlich verbesserten Therapie für viele herzkranke Kinder führen könnte, haben DHZB-Kinderkardiologe Dr. med. Boris Schmitt und sein Team jetzt den von der Charité und der FU Berlin ausgerufenen Ideenwettbewerb „Research to Market Challenge“ in der Kategorie Gesundheitswirtschaft gewonnen. 

Boris Schmitt und seine Arbeitsgruppe arbeiten seit Jahren an der Entwicklung von biologischen Herzklappen, die aus körpereigenem Gewebe des Patienten hergestellt werden können. Die Forschungsarbeit konzentriert sich dabei zunächst auf die Pulmonalklappe, die als Ventil zwischen rechter Herzkammer und Lungenarterie wirkt. 

„Etwa jedes zehnte Kind mit einem angeborenen Herzfehler benötigt im Laufe seines Lebens eine neue Pulmonalklappe“, so Dr. Boris Schmitt, „bislang stehen uns dafür künstliche Prothesen aus Metall und Kunststoff oder Ersatzklappen aus tierischen Gewebe zur Verfügung“. Doch beide Systeme haben Nachteile, weiß der Kinderkardiologe: 

„Biologische Ersatzklappen rufen Immunreaktionen des Körpers hervor. Obwohl diese bis zu einem gewissen Grad mit Medikamenten unterdrückt werden können, schädigt die körpereigene Abwehr das Gewebe der Klappe, so dass sie irgendwann wieder ausgetauscht werden muss. Junge Patienten benötigen deshalb mehrere Eingriffe in ihrem Leben.

Ersatzklappen aus Metall oder Kunststoff sind zwar deutlich länger haltbar, können aber gefährliche Blutgerinnsel (Thrombosen) hervorrufen. Die Patienten müssen deshalb ihr Leben lang blutverdünnende Medikamente einnehmen.“

Bei der Behandlung herzkranker Kinder aber hätten beide Varianten einen entscheidenden Nachteil, so Schmitt: „Sie wachsen nicht mit.“ 

Die Lösung: Eine Pulmonalklappe aus körpereigenem Material, das dem Patienten ambulant und minimalinvasiv am Herzbeutel entnommen wird. Mit Hilfe von Daten aus dem Computer- oder Magnetresonanztomographen wird nun im Labor eine 

individuell passgenaue Herzklappe hergestellt, bereits eine Woche später kann sie dem Kind mit einem Herzkatheter minimalinvasiv eingesetzt werden. Eine Herzoperation ist also nicht nötig. 

„Die Herzklappe aus körpereigenem Gewebe ruft keine Abstossungsreaktionen hervor, sie hält länger als eine Prothese aus tierischem Material, sie passt sich dem Organismus an  - und sie ist in der Herstellung sogar ziemlich günstig“, fasst Boris Schmitt zusammen. 

Was klingen mag wie schöne Science-Fiction, ist bereits Realität: „Wir können diese Klappen herstellen und wissen aus Tierexperimenten, dass sie funktionieren“, so Schmitt. Bis die „GrOwnvalve“ - eine Wortschöpfung aus englisch „to grow (wachsen)“, „own (körpereigen)“ und „valve (Herzklappe)“ - aber mit restloser Sicherheit bei Kindern eingesetzt werden kann, sind noch viele ausführliche Tests nötig.

Bereits innerhalb der nächsten vier Jahren wollen Boris Schmitt, der DHZB-Ingenieur Kai Riemer und ihr Team aber die Marktzulassung für die GrOwnValve erreichen und damit vielen herzkranken Kindern ein erheblich verbessertes Behandlungsangebot machen können. 

Langfristig wollen die DHZB-Forscher auch andere Herzklappen aus körpereigenem Material formen. „Vor uns liegt noch ein langer Weg“, sagt Dr. Schmitt, „aber wir sind überzeugt, dass er der richtige ist“. 

Der Gewinn des „Research to Market Challenge“- Wettbewerbs ist dafür eine Bestätigung. Und das Preisgeld von 1500 Euro? „Fließt natürlich ins Projekt!“, sagt Boris Schmitt. 

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August 2016

Medaillenregen für DHZB-Patienten

Rainer Weckeck gewinnt im Pétanque, Darts und Floorball

Dreimal Edelmetall: Rainer Weckeck aus Erkrath

Dreimal Edelmetall: Rainer Weckeck aus Erkrath

Rainer Weckeck (55) aus Erkrath (NRW), der 2003 im Deutschen Herzzentrum Berlin herztransplantiert wurde, hat bei den Europameisterschaften der Organtransplantierten und Dialysepatienten im finnischen Vantaa eine Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen gewonnen: Im Pétanque bzw. Boule (Gold im Einzel, Silber im Doppel), Darts (Bronze) sowie mit einer deutsch-britisch-belgischen Auswahl im Floorball, einer Unterart des Hallen-Hockeys (Bronze). 

Bei den Europameisterschaften der Organtransplantierten und Dialysepatienten treffen sich alle zwei Jahre Sportlerinnen und Sportler aus ganz Europa, die nach einer Organtransplantation oder als Dialysepatienten im Sport aktiv bleiben. Wettbewerbe werden in den Leichtathletikdisziplinen, im Radfahren, Schwimmen, Tennis, Tischtennis und Golf sowie in Pétanque, Darts und Bowling ausgetragen. Von den ca. 470 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der EM 2016 kamen 40 aus Deutschland. 

Bei Rainer Weckeck wurde im Jahre 1993 bei einer Routine-Untersuchung eine dilatative Kardiomyopathie diagnostiziert, eine krankhafte Vergrößerung und Schwäche des Herzmuskels. Viele Jahre schränkte die Erkrankung sein Leben nicht zu sehr ein. Doch dann verschlechterte sich sein Zustand, zuletzt war eine Organverpflanzung die letzte Chance. Am 10. Oktober 2003 wurde Rainer Weckeck schließlich transplantiert. 

Rainer Weckeck arbeitet nun längst wieder als leitender Angestellter eines großen Handelskonzerns, es geht ihm gut, und das Boulespiel ist seit vielen Jahren seine Leidenschaft.  

Die EM-Medaillen trägt Rainer Weckeck mit Stolz. Viel wichtiger als der Sieg sei aber die öffentlichkeitswirksame Teilnahme an den Wettbewerben, sagt er: „Wir wollen zeigen, wie die Bereitschaft zur Organspende bewirkt hat, dass unheilbar kranke Menschen wieder in ein aktives Leben eintreten konnten.“ Für Rainer Weckeck ein doppelt wichtiges Anliegen, denn auch sein älterer Bruder musste wegen der gleichen Erkrankung bereits herztransplantiert werden. 

Ein kleines Stück seien Gold, Silber und Bronze auch Siege fürs DHZB-Team, so Weckeck: „Ohne die Ärzte und Pflegekräfte dort wäre das nicht möglich gewesen.“

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August 2016

Sicher in der „Wolke“

Erfolgreicher Abschluss eines Pilotprojekts zur sicheren Nutzung von „Cloud-Computing“ im medizinischen Bereich

Der Gedanke ist für Privatleute wie Unternehmen gleichermaßen verlockend: Daten und Programme nicht mehr auf den eigenen Rechnern oder Servern zu speichern, sondern sie übers Internet einfach auszulagern. Um Sicherheit, ausreichende Speicherkapazität und regelmäßige Updates kümmert sich der Anbieter. Die Zukunft der IT-Welt ist offenbar also ziemlich „wolkig“ - das „Cloud Computing“ gewinnt rasant an Bedeutung. 

In der Medizin ist die „Cloud“ allerdings nach wie vor ein Tabu: Denn die Technologie gilt für die hochsensiblen Patientendaten als nicht sicher genug. Dabei lägen die Vorteile doch auf der Hand: Eine Vielzahl von Daten - wie etwa Laborwerte oder Medikamentendosierungen - könnten bei der Verlegung eines Patienten von einer Datenbank in die andere übertragen werden und wären dort sofort verfügbar, ohne dass es zu Verlusten oder Übertragungsfehlern kommt. 

Das DHZB und mehrere Partner haben sich deshalb an einem Technologiewettbewerb zur Entwicklung und Erprobung innovativer, sicherer und rechtskonformer Cloud Computing-Lösungen beteiligt, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im September 2010 gestartet hat: Insgesamt 50 Millionen Euro Fördergelder wurden für Projekte bereitgestellt, die mit der Entwicklung konkreter Pilot-Anwendungen die Vorteile von Cloud-Computing demonstrieren können. 

Aus 116 Einreichungen wurden nur 14 Projekte ausgewählt – darunter auch „TRESOR“ - der Vorschlag eines Konsortiums aus Deutschem Herzzentrum Berlin (DHZB), dem Paulinenkrankenhaus, der TU Berlin mit den Bereichen „S-Net“ und „IKM“ sowie den Software/und IT-Unternehmen „medisite“, „T-Systems“ und der Cloud-Beratungsagentur „ubiry“.

Ziel der Projektpartner: Der prototypische Aufbau eines Cloud-Systems zum Nachweis der Machbarkeit und Sicherheit des Vorhabens. „Ein solches Pilotprojekt macht gerade im medizinischen Bereich viel Sinn“, sagt Dr. Joseph Walenta, der das Projekt auf Seite des DHZB geleitet hat, „denn die Anforderungen an Datenschutz und Ausfallsicherheit sind extrem hoch. Was also in diesem Bereich funktioniert, wird auch den Ansprüchen anderer Nutzer ganz sicher gerecht“. 

Als exemplarische Szenarien für den Cloud-Betrieb wählten die Projektpartner die Übermittlung der medizinischen Verlaufsdokumentation fiktiver Test-Patienten vom DHZB zur Berliner Partnerklinik Paulinenkrankenhaus sowie den Online-Zugriff auf einen cloudbasierten Service, der in Sekunden  die - mitunter gefährlichen - Wechselwirkungen von verordneten Medikamenten ermittelt und übersichtlich anzeigt. 

Die verschlüsselte Übergabe von Patientendaten, die Online-Überprüfung von Arzneimitteln auf Wechselwirkungen – das klingt zunächst sehr simpel. Das „TRESOR“ - Team aber wollte ein flexibles System schaffen, das offen steht für eine Vielzahl von Anwendungen, unterschiedlichen Systemen, Nutzern und Anbietern – bei gleichzeitiger Einhaltung aller relevanten Vorgaben, vor allem des Rechtsrahmens. 

Dazu entwickelten die Forscher einen sogenannten „Cloud-Broker“  und einen „Cloud-Marktplatz“ - Software, die unterschiedliche Ressourcen unter Berücksichtigung der Unternehmensrichtlinien, gesetzlicher Vorschriften und Sicherheitstechnologien vermittelt, bündelt und zugänglich macht. Kontrolle und Sicherheit ermöglicht dabei ein eigens entwickelter „Proxy“, also eine Netzwerk-Schnittstelle, zur Authentifizierung, Autorisierung oder Abrechnung und zur absolut sicheren Ende-zu-Ende Verschlüsselung der Daten. Und: Das Team feilte an Workflows und Benutzeroberflächen, die für Ärzte und Pflegende praxistauglich sind. 

Nach drei Jahren Laufzeit und überraschend gewährter neunmonatiger Verlängerung wurde das Projekt nun erfolgreich beendet. Alle Nachweise zur Machbarkeitund vollständiger Datensicherheit, die das Team sich vorgenommen hatte, konnten in der Praxis  erbracht werden. 

Das heißt natürlich nicht, dass die Arbeit jetzt stillsteht, so Joseph Walenta: „Jeder Projektpartner, ob im medizinischen oder IT-Bereich, wird die in diesem Projekt gemeinsam erworbenen Erkenntnisse in seinem Fachgebiet  erweitern und verwerten - das war eine ausdrückliche Bedingung für die Bewilligung der Fördergelder“ 

Bis die „Wolke“ in der Medizin zum IT-Alltag wird, sind allerdings noch rechtliche Hürden zu nehmen. Denn die Verwaltung von Patientendaten per Cloud-Computing ist nach wie vor eine rechtliche Grauzone: Nach dem Strafgesetzbuch macht sich strafbar, wer Berufsgeheimnisse unbefugten Personen zugänglich macht. Und dabei ist streng genommen unerheblich, ob diese Geheimnisse sicher verschlüsselt wurden - und damit für Unbefugte gar nicht verwertbar sind - oder nicht. 

Selbst wenn also ein Cloud-Dienst wie TRESOR sämtliche Datenschutz-Bestimmungen erfüllt, bleibt seine Nutzung durch den Arzt strafbewehrt. 

Das TRESOR-Projekt könnte zum politischen Umdenken beitragen, bilanziert Joseph Walenta: „Wir konnten eine vollständige Sicherheit der Patientendaten demonstrieren. Und gleichzeitig zeigen, dass viele Risiken für unsere Patienten gesenkt werden könnten, etwa durch die Erhöhung der Therapiesicherheit und die Verbesserung ihrer klinikübergreifenden stationären Versorgung.

Im Laufe von fast vier Jahren Projektarbeit haben 96 Mitarbeiter des DHZB sowie 22 IT-Spezialisten der Tochtergesellschaft GHIB an „TRESOR“ mitgewirkt. „Jeder Einzelne war wichtig“, so Joseph Walenta „und jedem Einzelnen gebührt entsprechend großer Dank!“

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September 2016

Mikrosensor hilft herzkranken Menschen

Am Deutschen Herzzentrum Berlin wird ein neuartiges Implantat eingesetzt, das direkt am Herzen den Blutdruck misst und drahtlos überträgt. Es ermöglicht den Ärzten eine bessere Überwachung von Patienten mit schwerer Herzschwäche.

Mike Bartsch und DHZB-Kardiologe Dr. Felix Schönrath

Mike Bartsch und DHZB-Kardiologe Dr. Felix Schönrath

Bereits mit 30 hatte Mike Bartsch aus Brandenburg zwei Herzinfarkte. Er hat überlebt und konnte zunächst wieder arbeiten. Doch sein Herz blieb krank. Mike Bartsch musste schließlich frühzeitig in Rente gehen, seine Herzklappen mussten operiert werden, er brauchte einen Schrittmacher und Defibrillator.

Der heute 49jährige ist einer von über 1,8 Millionen Menschen, die in Deutschland an einer Herzinsuffizienz leiden, deren Herz also kaum noch in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. Eine Herzinsuffizienz kann sich auch kurzfristig rapide verschlechtern und damit akut lebensbedrohlich werden. Sie gilt als dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Deshalb müssen Herzinsuffizienz-Patienten wie Mike Bartsch möglichst engmaschig überwacht werden.

Ein sehr wichtiger Faktor dabei ist der sogenannte Pulmonalarteriendrucks („PA-Druck“), der bisher allerdings nur per Herzkatheter in der Klinik gemessen werden konnte. Das hat sich jetzt geändert: Am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) können die Ärzte Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz nun eine winzige Messsonde in die Pulmonalarterie implantieren. Dieser Eingriff erfolgt minimalinvasiv und risikoarm, schon am nächsten Tag werden die Patienten in der Regel wieder nach Hause entlassen.

Mit einem speziellen Auslesegerät außerhalb des Körpers kann der Patient nun jeden Tag seinen PA-Druck messen und ihn online auf eine gesicherte Website übertragen. Die Ärzte am DHZB verfügen damit über eine kontinuierliche Diagnosemöglichkeit, ohne dass der Patient in die Klinik kommen muss. Das „CardioMEMS“ System aus den USA ist das erste und bislang einzige Gerät dieser Art.

„Häufig ist das erste spürbare Symptom für eine Verschlechterung der Herzleistung eine Gewichtszunahme durch Wasseransammlungen im Körper, weil das Blut sich in den Gefäßen staut“, erläutert Kardiologe Dr. Felix Schönrath, Oberarzt am DHZB: „Mit der neuen Überwachungstechnik können wir frühzeitig und schonend mit Medikamenten eingreifen, noch bevor es zu solchen belastenden Komplikationen kommt.“

Diese winzige Messsonde wird in die Pulmonalarterie des Patienten implantiert

Diese winzige Messsonde wird in die Pulmonalarterie des Patienten implantiert

„CardioMEMS“ soll dabei nicht nur zur Lebensqualität von Herzinsuffizienz-Patienten beitragen, sondern auch Kosten sparen helfen: Klinische Studiendaten belegen bereits, dass das System teure stationäre Klinikaufenthalte infolge von Herzinsuffizienz um bis zu 37 Prozent reduziert.

Mike Bartsch aus Brandenburg trägt nun als einer der ersten Patienten des DHZB das winzige Messgerät in seiner Brust. Die Implantation verlief ohne Komplikationen. Der Mikrosensor kommt ohne Batterien aus und soll ein Leben lang halten.

Mike Bartsch weiß zwar, dass das neuartige System ihn nicht wieder gesund macht. Aber: „Dass die Experten am DHZB mein Herz nun immer im Blick haben, ohne dass ich dabei in die Klinik muss - das ist schon eine ebenso angenehme wie beruhigende Vorstellung.“

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September 2016

„Unschätzbarer Nutzen“

Zum 12.Mal haben sich Kinderherz-Spezialisten beim „DHZB Lange Symposium“ zum Erfahrungsaustausch in Berlin getroffen.

Das Organisationsteam des 12. DHZB Lange Symposiums

Das Organisationsteam des 12. DHZB Lange Symposiums

Das Dutzend ist voll: Bereits zum zwölften Mal sind am vergangenen Wochenende hochkarätige Spezialisten aus allen Kontinenten der Einladung des DHZB gefolgt, um sich über neueste Entwicklungen und Verfahren im Bereich der Kinderherz-Medizin auszutauschen.

Das zweitägige „DHZB Lange Symposium“, benannt nach dem Gründer der Abteilung für Angeborene Herzfehler / Kinderkardiologie am DHZB, Prof. Dr. med. Peter Lange, gilt mittlerweile als eines der bedeutendsten Symposien auf diesem Gebiet.

Thematischer Schwerpunkt in diesem Jahr waren atrio-ventrikuläre Septumdefekte, also kombinierte Fehlbildung des Herzens im Bereich von Vorhof, Kammer und Scheidewand, bei denen es zu offenen Verbindungen der Vorhöfe und der Hauptkammern kommt.

In 32 Vorträgen berichteten 25 Spezialisten aus dem DHZB und anderen weltweit führenden Herzzentren sowohl über konkrete Therapiemöglichkeiten als auch über Forschungsprojekte und -Ergebnisse. 

„Angeborene Fehlbildungen des Herzens sind oft extrem komplex und vielgestaltig, entsprechend differenziert müssen die Behandlungsstrategien angelegt sein“, erläutert Gastgeber Prof. Dr. med. Felix Berger, Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler / Kinderkardiologie am DHZB: „Der detaillierte Erfahrungsaustausch, die Möglichkeit der direkten Nachfrage und die unmittelbare persönliche Diskussion untereinander sind daher für uns Ärzte und damit auch für unsere Patienten immer wieder von unschätzbarem Nutzen.“

Lange-Symposium...

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September 2016

Provisorium beendet

DHZB-Patientenaufnahme in neu gestalteten Räumen

Wieder an gewohnter Stelle - die DHZB-Aufnahme

Wieder an gewohnter Stelle - die DHZB-Aufnahme

Rund vier Monate war die Patientenaufnahme des DHZB wegen Umbau- und Renovierungsarbeiten in Bürocontainern untergebracht. Dieses Provisorium ist nun beendet, die Abteilung ist wieder zurückgezogen ins Hauptgebäude.  

Wichtigste Neuerung für die Patientinnen und Patienten des DHZB: Zur Vermeidung langer Wartezeiten stehen nun drei Aufnahmeplätze gleichzeitig zur Verfügung, wer nur eine kurze Information benötigt, kann sich zusätzlich ganz ohne Wartezeit am Infotresen helfen lassen. 

„Wir danken allen Mitarbeiterinnen, vor allem aber unseren Patientinnen und Patienten sehr herzlich für Ihr großes Verständnis angesichts der Enge in den Containern“, sagt Frau Tina Casper, stellvertretende Leiterin der Aufnahme - und fügt lachend hinzu: „An so viel Platz müssen wir uns jetzt erstmal wieder gewöhnen!“

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September 2016

Doppeltes Kunstherz

Harald Becker aus Thüringen ist der erste Patient weltweit, dem das derzeit modernste Kunstherz-System vom Typ „Heartmate 3“ an beiden Herzhälften implantiert werden konnte. Nach den erfolgreichen Eingriffen am DHZB ist der Rentner wieder zu Hause

Patient Harald Becker und DHZB-Herzchirurg Dr. Evgenij Potapov

Patient Harald Becker und DHZB-Herzchirurg Dr. Evgenij Potapov

Am 21. Oktober 1993 erleidet Harald Becker aus Gera in Thüringen einen schweren Herzinfarkt, der sein Herz schwer und unheilbar schädigt. 

Mit Hilfe von Medikamenten und einem implantierten Herzzschrittmacher kann der heute 64jährige zwar den Umständen entsprechend gut weiterleben, nach einer Grippeerkrankung im November 2015 verschlechtert sich sein Zustand aber dramatisch: „Ich konnte mich immer weniger bewegen und schließlich kaum noch atmen“, erinnert sich Harald Becker. 

Anfang 2016 steht fest, dass nur eine Herztransplantation oder eine implantierte künstliche Herzpumpe Harald Becker am Leben erhalten können. Seine Aussichten auf ein Spenderorgan sind jedoch minimal. Ein Kunstherz ist also angesichts seines lebensbedrohlich geschwächten Herzens die einzige Möglichkeit. 

Der Patient informiert sich in verschiedenen Kliniken und entscheidet sich schließlich für das Deutsche Herzzentrum Berlin. „Ich bin dort hervorragend aufgeklärt und beraten worden“, so Harald Becker, „und dass am Berliner Herzzentrum die mit Abstand meisten Operationen dieser Art gemacht werden, hat mir die Entscheidung zusätzlich leicht gemacht.“ 

Am 8. April 2016 wird Harald Becker operiert. Die Spezialisten Prof. Thomas Krabatsch und Dr. Evgenij Potapov implantieren ihrem Patienten eine künstliche Rotor-Pumpe direkt an die linke Herzkammer (Ventrikel). Sie ist übernimmt dort dauerhaft die Pumpfunktion des unheilbar geschwächten Muskels. 

„Die linke, größere Herzkammer pumpt das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge in den Körper“, erläutert Oberarzt Evgenij Potapov, „in den meisten Fällen reicht die Unterstützung dieser Kammer durch eine mechanische Kreislaufpumpe aus, um den gesamten Blutkreislauf zu stabilisieren.“ 

Harald Beckers Herz ist jedoch so schwer geschwächt, dass auch die rechte Herzkammer, die das „verbrauchte“ Blut aus dem Körper in die Lunge pumpt, mechanisch unterstützt werden muss. Zunächst hoffen die Spezialisten, dass sich diese Herzkammer durch den Einsatz eines Kurzzeit-Pumpsystems ausserhalb des Körpers erholt. 

Nach einigen Wochen müssen die Chirurgen diese Hoffnung aber aufgeben. Gemeinsam mit ihrem Patienten entschließen sie sich, Harald Becker auch an der rechten Herzhälfte eine dauerhafte Unterstützungspumpe anzuschließen. Wie schon am linken Ventrikel verwenden sie ein „HeartMate 3“, das derzeit modernste System auf dem Markt. 

Harald Becker ist damit der weltweit erste Patient, dem dieses Gerät an beiden Herzkammern implantiert wurde. 

In der Fachwelt sorgte die Pionierleistung der DHZB-Chirurgen für Aufsehen und wurde in der führenden internationalen Fachzeitschrift „Journal of Heart-Lung-Transplantation“ veröffentlicht, um die Erfahrung der Berliner Spezialisten auch anderen Kunstherz-Teams weltweit verfügbar zu machen.  

„Ohne den Eingriff hätte Herr Becker kaum eine Chance gehabt, längerfristig zu überleben“, sagt Prof. Thomas Krabatsch, Leiter des Kunstherz-Programms am DHZB, „mit der Implantation eines zweiten Kunstherzens aber hatten wir die Chance, ihm auch eine langfristig gute Lebensqualität ermöglichen zu können.“ 

Die Zuversicht der DHZB-Spezialisten war berechtigt: Harald Becker erholte sich gut von den Operationen und konnte schließlich in eine Reha-Klinik entlassen werden. Seit gut einer Woche ist Becker nun wieder zu Hause in Gera, zur Freude und Erleichterung seiner Frau. Nach der langen Liegezeit sind seine Beinmuskeln noch schwach, aber er kann wieder frei atmen, gehen und auch Treppensteigen.  

Aus seiner Brust kommen nun zwei dünne Stromkabel, sie verbinden die beiden Turbinen am Herzen mit den Akkus und Steuereinheiten, die Harald Becker in zwei kleinen Taschen nun immer mit sich tragen muss. „Ganz klar, das ist lästig“, gibt Harald Becker zu, „aber es ist ein sehr geringes Opfer dafür, dass ich noch lebe und es mir jetzt wieder so viel besser geht.“

Hintergrundinformationen: 

Mechanische Kreislaufunterstützungssysteme, die vereinfacht nicht ganz korrekt als „Kunstherzen“ verallgemeinert werden, sind Pumpsysteme, die die Funktion eines unheilbar geschädigten Herzmuskels übernehmen. 

Meist wird direkt an der linken Kammer des erkrankten Herzens (das im Körper des Patienten bleibt) eine nur wenige Zentimeter große Pumpe eingesetzt und mit der Hauptschlagader (Aorta) verbunden. Die Pumpe ist durch ein Kabel mit einer Steuereinheit und Akkus außerhalb des Körpers verbunden, die der Patient in einem kleinen Rucksack oder einer kleinen Tasche mit sich trägt. 

Die Patienten können so häufig ein weitgehend normales Leben außerhalb der Klinik führen, ihrem Beruf nachgehen und auch Sport treiben. 

In der Fachsprache werden solche Pumpsysteme kurz als VAD („Ventricular Assist Device“) bezeichnet. Je nach Notwendigkeit kann ein VAD auch an der rechten oder an beiden Kammern des Herzens eingesetzt werden. 

Patienten mit einem VAD stehen meist auf der Warteliste für ein Spenderherz, immer häufiger werden Kunstherz-Systeme aber auch zu einer dauerhaften Alternative zur Transplantation, da nicht genügend Spender zu Verfügung stehen oder auch weil der Zustand eines Patienten eine Transplantation nicht zulässt. 

In einigen Fällen erholt sich das eigene Herz der Patienten während der Entlastung durch die künstliche Pumpe sogar, so dass sie wieder entfernt werden kann. 

Das Deutsche Herzzentrum Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Volkmar Falk betreibt das größte Kunstherz-Programm der Welt, seit 1988 wurden bereits über 2.600 Unterstützungssysteme implantiert.

Dank dieser Erfahrung und intensiver Forschungsarbeit können die Patienten nicht nur immer länger, sondern auch mit immer besserer Lebensqualität auf ein Spenderorgan warten oder auch dauerhaft mit einem VAD leben. 

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January 1970

Ausbildung auf höchstem Niveau

Der 22. Kurs der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am DHZB ist nach dreijähriger Ausbildung erfolgreich zu Ende gegangen.

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Nach rund 2300 Stunden Theorie, 2800 Stunden Praxis und drei harten Prüfungen darf gefeiert werden: 13 Absolventinnen und 1 Absolvent des 22. Kurses der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am DHZB sind fit für den Start ins Berufsleben. 

„Wir haben selten so einen leistungsstarken Kurs gehabt“, sagt Kursleiter Christoph Steinbrügge, „und das hat sich mit den durchweg guten bis sehr guten Prüfungsnoten auch bestätigt.“

Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am DHZB gibt es seit 1992, insgesamt wurden hier bereits ca. 440 Pflegefachkräfte ausgebildet. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen dabei praktische Einsätze in sämtlichen klinischen Fachbereichen, von der Chirurgie und Inneren Medizin bis hin zu Neurologie, Geburtshilfe oder ambulanten Pflegediensten.  

Entsprechend finden die praktischen Ausbildungsanteile nicht nur am DHZB selbst, sondern auch in zahlreichen kooperierenden Kliniken statt, mit dem Ergebnis einer optimalen Ausbildung.

Die DHZB-Ausbildung genießt einen exzellenten Ruf und die AbsolventInnen sind entsprechend gefragt. 8 von ihnen haben sich für das DHZB als zukünftigen Arbeitgeber entschieden. 

Mehr zur Gesundheits- und Krankenpflegeschule finden Sie hier

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September 2016

Ausbildung auf höchstem Niveau

Der 22. Kurs der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am DHZB ist nach dreijähriger Ausbildung erfolgreich zu Ende gegangen

Stolz und erleichtert: Die AbsolventInnen des 22. Kurses und Kursleiter Christoph Steinbrügge (links)

Stolz und erleichtert: Die AbsolventInnen des 22. Kurses und Kursleiter Christoph Steinbrügge (links)

Nach rund 2300 Stunden Theorie, 2800 Stunden Praxis und drei harten Prüfungen darf gefeiert werden: 13 Absolventinnen und 1 Absolvent des 22. Kurses der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am DHZB sind fit für den Start ins Berufsleben. 

„Wir haben selten so einen leistungsstarken Kurs gehabt“, sagt Kursleiter Christoph Steinbrügge, „und das hat sich mit den durchweg guten bis sehr guten Prüfungsnoten auch bestätigt.“

Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am DHZB gibt es seit 1992, insgesamt wurden hier bereits ca. 440 Pflegefachkräfte ausgebildet. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen dabei praktische Einsätze in sämtlichen klinischen Fachbereichen, von der Chirurgie und Inneren Medizin bis hin zu Neurologie, Geburtshilfe oder ambulanten Pflegediensten.  

Entsprechend finden die praktischen Ausbildungsanteile nicht nur am DHZB selbst, sondern auch in zahlreichen kooperierenden Kliniken statt, mit dem Ergebnis einer optimalen Ausbildung.

Die DHZB-Ausbildung genießt einen exzellenten Ruf und die AbsolventInnen sind entsprechend gefragt. 8 von ihnen haben sich für das DHZB als zukünftigen Arbeitgeber entschieden. 

Mehr zur Gesundheits- und Krankenpflegeschule finden Sie hier

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October 2016

„Praxisschock“ schon im Studium

Zum sechsten Mal startet ein europaweit einzigartiger Masterstudiengang für klinische Psychologie

Die Teilnehmerinnen des 6. Studienjahrgangs Medical Psychology

Die Teilnehmerinnen des 6. Studienjahrgangs "Medical Psychology"

Die Schwächen ihres abgeschlossenen Bachelor-Studiums der Psychologie wurden Lena Hasselberg bei ihren ersten Einsätzen im Deutschen Herzzentrum Berlin schnell bewusst: „Wie ich professionell mit einem Patienten umgehen soll, der plötzlich weinend vor mir steht - das hatte ich nie gelernt.“

Inzwischen hat sich daran bereits einiges geändert. Denn die 26jährige absolviert seit einem Jahr den europaweit einzigartigen Psychologie-Masterstudiengang mit der Vertiefungsrichtung "klinische Psychologie und deren Anwendung in der Krankenversorgung". Der von der privaten und staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin und dem Deutschen Herzzentrum Berlin gemeinsam angebotene Studiengang verbindet Hochschullehre mit intensiver praktischer Klinikerfahrung.

„Früher hat man 'Praxisschock' gesagt – wir machen das schon im Studium“, sagt Prof. Wolfgang Albert. Der Diplom-Psychologe und Arzt für Psychosomatik leitet die psychosomatische Abteilung am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB), die bereits bei der Gründung der Klinik im Jahr 1986 eingerichtet wurde. Denn von Anfang an sei den Kardiologen und Chirurgen bewusst gewesen, wie wichtig bei aller High-Tech-Medizin auch die psychologische Betreuung für den Genesungsprozess ist, so Albert: „Schwere Herzerkrankungen und ihre oft komplexe und langwierige Therapie können natürlich auch eine große seelische Belastung sein, die genauso professionell behandelt werden muss wie das rein körperliche Leiden“.

Der Psychosomatiker und sein Team hatten allerdings ein zunehmendes Nachwuchsproblem: „Es bewarben sich zwar immer viele gut ausgebildete Psychologen“, sagt Albert, „aber keiner davon hatte Krankenhaus-Erfahrung.“ Im Jahr 2011 vereinbarten die Steinbeis-Hochschule Berlin und DHZB deshalb die Zusammenarbeit zum Master-Studiengang, der etwa zur Hälfte aus praktischer Arbeit direkt im Herzzentrum besteht.

Im ersten Semester begleiten die Studentinnen und Studenten das Psychosomatik-Team des DHZB zunächst nur, erst nach und nach betreuen sie auch eigene Fälle und müssen sich praktisch wie wissenschaftlich mit ihnen auseinandersetzen: Transplantationspatienten, in deren Brust das Herz eines verstorbenen Menschen weiter schlägt, Menschen, die nur mit Hilfe einer künstlichen Pumpe am Herzen überleben können oder Eltern von Säuglingen mit schweren angeborenen Herzfehlern, die bereits kurz nach der Geburt stundenlange riskante Operationen durchstehen müssen.

„Die ersten Einsätze in der Klinik sind unglaublich intensiv, vieles geht einem auch persönlich sehr nahe“, sagt Studentin Lena Hasselberg. „Aber wir werden auch in dieser Hinsicht wirklich gut betreut und lernen in vielen Gesprächen, uns mit den eigenen Gefühlen auseinander zu setzen.“

Mit fast 600 Euro pro Monat ist das zweijährige Studium zwar nicht billig – dafür haben Lena Hasselberg und ihre Kommilitonen aber nach ihrem Abschluss auch gute Aussichten, denn die Absolventen des einzigartigen Studiengangs sind gefragt: „Eine praxisorientierte und fundierte psychologische Betreuung von Patienten und ihren Angehörigen wird für alle Kliniken immer wichtiger“, so Prof. Wolfgang Albert. Lena Hasselbergs Fazit nach der Hälfte ihrer Regelstudienzeit fällt durchweg positiv aus: „Die Referenten, die Kommunikation mit der Institutsleitung, die Wertschätzung unserer Arbeit – ich bin begeistert“.

Vor allem aber werde ihr immer wieder bewusst, wie viel klinische Praxis sie erleben dürfe, gerade im Gespräch mit Teilnehmern anderer Masterstudiengänge: „Da müssen Studenten in Gesprächssituationen den Patienten spielen – und das haben wir hier garantiert nicht nötig.“

Alle Informationen zum Studium, den Voraussetzungen und zur Bewerbung finden Sie hier

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October 2016

Bestätigte Qualität

Die Bachelor-Studiengänge „Cardiovascular Perfusion“ und „Physician Assistance“ von Steinbeis-Hochschule Berlin und DHZB sind für weitere sieben Jahre akkreditiert und damit europaweit voll anerkannt

Die staatlich anerkannte Steinbeis-Hochschule ist die größte deutsche private Hochschule mit Promotionsrecht und bietet in Kooperation mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) mehrere Bachelor bzw. Masterstudiengänge an. 

So wurden im Studiengang „Bachelor of Science Cardiovascular Perfusion“ bereits 55 Absolventen für den Beruf des Kardiotechnikers qualifiziert. Zu dessen Aufgaben gehören neben der Steuerung der Herz-Lungen-Maschine bei Operationen am Herzen auch die Bedienung von Systemen zur Kreislauf-Unterstützung, Herzschrittmachern und Defibrillatoren.

Zudem haben DHZB und Steinbeis-Hochschule im Jahr 2005 den deutschlandweit ersten Studiengang „Bachelor of Science Physician Assistant“ angeboten. Die Absolventen sind als sogenannte Arztassistenten tätig, mit umfangreichen Kenntnissen, praktischen Fähigkeiten und Befugnissen zur Entlastung der Ärzte ohne Einbußen an Qualität und Sicherheit in der Behandlung. Im Verlauf des Studiengangs können sich die Teilnehmer auf medizinische Bereiche wie OP, Intensiv- oder Normalstation spezialisieren.

Das Berufsbild existiert in den USA oder Großbritannien seit Jahrzehnten und gewinnt auch in Deutschland erheblich an Bedeutung und Ansehen. Mittlerweile existieren gleichartige Studienangebote in mehreren Bundesländern. 

Die beiden Studiengänge wurden bereits im Jahr 2011 erstmalig akkreditiert.

Nach intensiver Überprüfung wurde diese Zulassung und damit europaweite Anerkennung nun um weitere sieben Jahre verlängert. Beide Studiengänge zusammen haben bislang 147 Absolventen hervorgebracht.

„Die Absolventen dieser noch jungen Studiengänge sind sehr gefragt“, sagt Frank Merkle, Leiter der DHZB-Akademie für Kardiotechnik, „wir freuen uns, dass unser frühzeitiges und langfristig intensives Engagement zur akademischen Ausbildung in diesen Bereichen mit der erneuten Akkreditierung einmal mehr bestätigt wurde.“

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October 2016

Bundesweit "top"

DHZB zählt laut „Focus“-Klinikliste erneut zu den besten Herz-Krankenhäusern Deutschlands

Das Cover der Focus-Klinikliste

Das Cover der "Focus"-Klinikliste

Sowohl die Klinik für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie als auch die Klinik für Innere Medizin–Kardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin zählen laut der jetzt erschienenen Klinikliste des Magazins „Focus Gesundheit“ wie schon im Vorjahr zu Deutschlands besten Fachkliniken für Herzmedizin. 

Für den bundesweiten Vergleich wurden nach Angaben von „Focus“ die gesetzlich vorgeschriebenen detaillierten Klinik-Qualitätsberichte ausgewertet und mehr als 14.000 niedergelassene Haus- oder Fachärzte sowie die Chefärzte aller befragten Kliniken befragt, welche Häuser sie empfehlen würden.

Hinzu kommt die umfangreiche Abfrage detaillierter Daten zur medizinischen und pflegerischen Versorgungsqualität bei den Kliniken selbst. 

Hinzu kommt die umfangreiche Abfrage detaillierter Daten zur medizinischen und pflegerischen Versorgungsqualität bei den Kliniken selbst. 

„Wir freuen uns über diese erneute Bestätigung unserer täglichen gemeinsamen Arbeit und sehen die positive Bewertung natürlich auch als Ansporn, unseren Patienten auch weiterhin Herzmedizin auf höchsten Niveau anzubieten“, sagt Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZB. 

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October 2016

„Ans Aufgeben habe ich nie gedacht“

Ein Team der Charité und des DHZB hat Sarah Schönhoff in einer 19stündigen Operation Lunge und Leber eines Organspenders eingesetzt. Jetzt wurde sie nach Hause entlassen.

Sarah Schönhoff (mitte), zusammen mit Pflegekräften und Ärzten des DHZB und der Charité

Sarah Schönhoff (mitte), zusammen mit Pflegekräften und Ärzten des DHZB und der Charité

Schon im Kleinkindalter leidet Sarah Schönhoff aus Mirow in Mecklenburg häufig unter schwerer Bronchitis, doch erst kurz vor Sarahs viertem Geburtstag bekommen ihre Eltern endlich Klarheit: Sarah leidet unter Mukoviszidose, einer angeborenen und unheilbaren Stoffwechselerkrankung, die Körpersekrete zähflüssig macht. Betroffen sind davon in den meisten Fällen vor allem die Lungen der Patienten: Sie verkleben und sind extrem anfällig für Infektionen, die Atmung wird immer mehr behindert.

Sarah Schönhoff lernt, mit der Krankheit zu leben. „Tägliche Inhalationen, Atemtraining, das hat einfach zum normalen Leben für mich dazugehört“, sagt sie. Obwohl sie immer wieder ins Krankenhaus muss, schafft sie mühelos die mittlere Reife - als Jahrgangsbeste. Sarah Schönhoff macht eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bei der Bundespolizei, wird übernommen und arbeitet ab 2010 in Potsdam.    

Ein Jahr lang geht alles gut, doch dann macht sich die Krankheit immer deutlicher bemerkbar. Sarah Schönhoff reduziert ihre Arbeitszeit, nach einer schweren Pilzinfektion wird sie dauerhaft krank geschrieben und im August 2013 berentet. „Als Mukoviszidose-Patientin weißt du, dass es irgendwann soweit kommen kann“, sagt sie, „aber dass es bei mir schon so früh passiert, das war schon bitter. Denn der Job hat mir großen Spaß gemacht“.  

Sarah Schönhoff zieht zurück in ihre Heimatstadt Mirow, in die Nähe ihrer Eltern. Etwa anderthalb Jahre geht es ihr noch vergleichsweise gut. Doch dann erkrankt sie an Grippe und wird Mitte März 2015 stationär im Virchow-Klinikum der Berliner Charité aufgenommen, wo sie seit bereits Jahren behandelt wird. Am 26.3. kommt sie auf die Warteliste für eine Doppel-Transplantation. Denn die Mukoviszidose hat nicht nur die Lunge, sondern auch ihre Leber irreparabel beschädigt. 

Anfang Dezember verschlechtert sich Sarahs Schönhoffs Zustand dramatisch. Sie muss an eine Maschine angeschlossen werden, die die Atemfunktion der Lunge ersetzt. Es wird zu einer Frage von Tagen, ob Sarah Schönhoff durch eine Transplantation noch gerettet werden kann. 

Am 15. Dezember kommt der Anruf der Eurotransplant-Zentrale in Holland: Es gibt passende Organe. „Mein größter Wunsch war es, dass ich noch vor Weihnachten transplantiert werde“, sagt sie, „und vielleicht hat das ja doch jemand gehört“.

Sarah Schönhoff wird ins Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) gebracht, wo Herzen und Lungen transplantiert werden können. Eine kombinierte Transplantation von Lunge und Leber wurde in den vergangenen zehn Jahren bundesweit nur 14 Mal durchgeführt. Den Ärzten ist bewusst, dass die OP angesichts von Sarahs Zustand besonders riskant wird. Doch es ist die einzige Chance für die Patientin.

Sarah Schönhoff und DHZB-Chirurg PD. Dr. Christoph Knosalla, der ihr die Spenderlunge eingesetzt hat

Sarah Schönhoff und DHZB-Chirurg PD. Dr. Christoph Knosalla, der ihr die Spenderlunge eingesetzt hat

Am 16. Dezember um 4 Uhr morgens beginnt das OP-Team von DHZB-Oberarzt Dr. Christoph Knosalla mit dem Eingriff und ersetzt Sarah Schönhoffs zerstörte Lunge durch das Spenderorgan. Anschließend kommt Dr. Robert Öllinger vom Virchow-Klinikum mit seinen Kollegen in den DHZB-OP. Der leitende Oberarzt für Transplantationschirurgie setzt Sarah die neue Leber ein.

Insgesamt dauert die Operation 19 Stunden. Sie ist geglückt. Aber gerettet ist Sarah Schönhoff damit noch nicht: „Von der Arbeit des Teams auf der Intensivstation hängt für den Patienten ebenso viel ab vom Erfolg des Eingriffs selbst. Wir wussten, dass die ersten Tage und Wochen kritisch werden können“, sagt DHZB-Chirurg Christoph Knosalla.

Gemeinsam mit Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und Psychologen macht sich Sarah Schönhoff nun auf den mühsamen Weg zurück ins Leben. Weil sie vor der Transplantation kaum noch atmen konnte, ist ihre Atemmuskulatur ebenso zurückgebildet wie die Muskeln ihrer Beine. Und sie muss lernen, der neuen Lunge zu vertrauen.

Immer wieder kommt es zu schweren Komplikationen.  Immer wieder muss Sarah Schönhoff zurück auf die Intensivstation. Und immer wieder gibt es Momente der Niedergeschlagenheit und der Enttäuschung. „Aber ans Aufgeben habe ich nie gedacht“, sagt Sarah, „weder vor noch nach der Transplantation“.

An den unbekannten Spender ihrer Lunge und ihrer Leber dagegen denkt Sarah oft. „Ich weiß nicht ob es ein Mann war oder eine Frau, ich weiß nicht, wo und wie dieser Mensch gelebt hat. Aber ich weiß, dass er mir seine Organe gespendet und mir damit das Leben gerettet hat.“

Nach 587 Tagen im Krankenhaus ist Sarah Schönhoff nun aus dem Deutschen Herzzentrum Berlin entlassen worden. Ihre Mutter hat sie abgeholt: mit Sarahs eigenem Seat Ibiza. „Autofahren, wieder selber kochen können, wieder im eigenen Bett schlafen, ich kann es noch kaum glauben“, sagt sie.

Sarah Schönhoff weiß: Die Transplantation hat sie nicht von ihrer angeborenen Erkrankung geheilt. Sie ist sich auch bewusst, dass es immer wieder Rückschläge geben kann. Doch dran will sie jetzt nicht denken. Sondern einfach nur ihr neues Leben genießen.

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October 2016

„Jederzeit wieder!“

Intensivpflegekräfte des DHZB halten Vorträge bei kinderherzmedizinischem Kongress in Schanghai

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Maren Grabicki und Michael Wappler im "Shanghai International Convention Center"

Mit leichtem Jet-Lag, aber starken Eindrücken sind DHZB-Kinderkrankenschwester Maren Grabicki und ihr Kollege Michael Wappler vom 6. Jahreskongress der asiatisch-pazifischen Gesellschaft für Kinderherzmedizin in Schanghai zurückgekehrt.

Nach einer Anfrage der Veranstalter für Vorträge aus dem Pflegebereich hatte die DHZB-Pflegedirektion den beiden Mitarbeitern aus der DHZB-Klinik für Angeborene Herzfehler die Reise zum asienweit größten Kongress für Kinderherzmedizin ermöglicht und sie dafür auch freigestellt.

„Für Ärztinnen und Ärzte ist die Teilnahme an Kongressen meist selbstverständlich“, sagt Nermin Cabrera Fugardo, stellvertretende Pflegedirektorin am DHZB, „wir wollen diese Möglichkeit nun zunehmend auch im Pflegebereich etablieren und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend unterstützen.“

Michael Wappler, Gesundheits- und Krankenpfleger mit Weiterbildung für pädiatrische Intensivpflege am DHZB, referierte über die neuen medizinischen, pflegerischen und sozialen Herausforderungen, die das – dank verbesserter Therapiemöglichkeiten – zunehmend höhere Lebensalter von Patienten mit schweren angeborenen Herzfehlern mit sich bringt.

Maren Grabicki, Kinderkrankenschwester mit Weiterbildung zur pädiatrische Intensivpflege beschrieb detailliert den pflegerischen Umgang von Kindern mit dem Kreislaufunterstützungssystem „Berlin Heart Excor Pediatric“. Das Deutsche Herzzentrum Berlin verfügt über die weltweit meiste Erfahrung mit diesem einzigen für Kleinkinder zugelassenen Kunstherz-System.

„Unsere jeweils etwa 300 Zuhörer hatten großes Interesse und viele Nachfragen“ berichtet Michael Wappler, „auch für uns selbst war der Kongress mit Teilnehmern aus 23 Nationen fachlich wie auch menschlich eine wirklich bereichernde Erfahrung".

Im Xinhua-Uniklinikum

Im "Xinhua"-Uniklinikum

Dafür sorgte auch der Besuch der kinderherzchirurgischen Intensivstation der „Xinhua“-Uniklinik in Schanghai, die den Kongress ausgerichtet hat. „Wir wurden dort mit großer Herzlichkeit empfangen, es gab sehr viel Zeit und dank einer tollen Dolmetscherin auch problemlose Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch“, so Michael Wappler, „wir nehmen viel neues Wissen, persönliche Eindrücke und Kontakte unserer Kolleginnen und Kollegen mit nach Hause“.

Das Fazit Michael Wapplers nach seiner ersten China-Reise in aller Kürze: „Tolle Betreuung, sehr erfüllte Tage und: Jederzeit wieder!“

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October 2016

Vom Fachvortrag bis zum Mini-Spielfilm

DHZB wieder erfolgreich am Berliner Pflegekongress beteiligt

Der Infostand des DHZB im Roten Rathaus und das Praxisanleiter-Team

Der Infostand des DHZB im Roten Rathaus und das Praxisanleiter-Team

Wie schon in den Vorjahren hat sich das Deutsche Herzzentrum als Kooperationspartner am 6. Berliner Pflegekongress mit Informationsstand und Vorträgen beteiligt.

Neben den Referaten der Fachkräfte setzten sich die Schülerinnen und Schüler des 23. Kurses der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am DHZB in einem selbst produzierten Video szenisch mit der Herausforderung auseinander, im oft hektischen Pflegealltag die Achtsamkeit im Umgang mit den Patienten und auch untereinander nicht zu verlieren. Und dafür gab's sogar einen kleinen Preis. 

Der herzliche Dank der Pflegedirektion gilt allen, die zur aktiven Beteiligung und gelungenen Darstellung der DHZB-Pflege beigetragen haben, ob bei der Einrichtung und Betreuung des DHZB-Stands oder bei der Vorbereitung und Durchführung der Vorträge.

Preisgekrönt: Der 23. Kurs der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am DHZB

Preisgekrönt: Der 23. Kurs der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am DHZB

„Gerade in Berlin mit einer sich deutlich verändernden Bevölkerungsstruktur und den damit verbundenen Herausforderungen müssen wir das Berufsbild der Pflege nachhaltig stärken und für den Nachwuchs attraktiver machen“, sagt die stellvertretende DHZB-Pflegedirektorin Nermin Cabrera Fugardo, „der Berliner Pflegekongress als Forum für praktische Erfahrungen, Ideen und Diskussion ist dabei alljährlich ein wichtiger Beitrag“. 

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November 2016

„Herz unter Stress“ - Patientenseminar am 26.November

Bluthochdruck, Diabetes, hohes Cholesterin: Wie schützt man sich vor „stillen Killern“ für Herz und Gefäßsystem?

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Bluthochdruck, Diabetes und hohe Cholesterinspiegel können unerkannt und unbehandelt dramatische Folgen haben: Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlicher Herztod. Wie groß ist mein Risiko? Was kann, was muss ich beachten? Und wie ist der aktuelle Stand der Medizin? 

Antworten zu diesen und weiteren Fragen zu Risiken und aktuellen Möglichkeiten der Diagnose, Therapie und Risikovorsorge gibt es bei einem kostenlosen Informationsseminar, das die kardiologischen Kliniken der Charité / Campus Virchow- Klinikum und des Deutschen Herzzentrums Berlin gemeinsam anbieten. 

Die Veranstaltung wird vom Direktor der beiden Kliniken, Prof. Dr. Burkert Pieske geleitet. Prof. Pieske, sein Stellvertreter Prof. Dr. Wilhelm Haverkamp und DHZB Oberarzt PD Dr. Daniel Messroghli werden darüber hinaus über Diagnostik und Therapie von Herzmuskelschwäche und Herzrhythmusstörungen sprechen und den Gästen für alle Fragen gerne zur Verfügung stehen. 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der von der Deutschen Herzstiftung e.V. alljährlich initiierten „Herzwochen“ statt:  Bundesweit werden im November über 1000 Informationsveranstaltungen angeboten. Dieses Jahr stehen die Herzwochen unter dem Motto „Herz unter Stress“; Schwerpunkt der Informationskampagne sind Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten. 

Programm-Flyer...

Datum: Samstag, 26.11.2016, 9:00-11:00 Uhr 

Charite-Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow Klinikum, Mittelallee 10/11, Hörsaal 6. 

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung war ursprünglich im „Weißen Saal“ des Deutschen Herzzentrums angekündigt. Der Ort musste leider kurzfristig verlegt werden.

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November 2016

Voller Erfolg für Doppel-Premiere

Kunstherz-Experten aus Europa und den USA beim "Gipfeltreffen" für Kunstherz-Medizin

Die Gastgeber aus dem DHZB (v.l.): Prof. Volkmar Falk (Ärztlicher Direktor), Oberarzt PD Dr. Evgenij Potapov, VAD-Koordinator Friedrich Kaufmann und Oberarzt Prof. Thomas Krabatsch

Die Gastgeber aus dem DHZB (v.l.): Prof. Volkmar Falk (Ärztlicher Direktor), Oberarzt PD Dr. Evgenij Potapov, VAD-Koordinator Friedrich Kaufmann und Oberarzt Prof. Thomas Krabatsch

Führende Experten aus Europa und den USA auf dem Gebiet der mechanischen Kreislaufunterstützung sind Ende vergangener Woche in Berlin zusammengekommen, um Erfahrungen, Fortschritte und Herausforderungen auf dem Gebiet der mechanischen Kreislaufunterstützung auszutauschen und zu diskutieren. 

Systeme zur mechanischen Kreislaufunterstützung werden oft als „Kunstherzen“ bezeichnet. Sie unterstützen oder übernehmen bei unheilbar herzkranken Patienten die Pumpfunktion des Herzmuskels. Mehr darüber erfahren Sie hier. 

Bereits ab 1995 wurde vom Deutschen Herzzentrum Berlin alle zwei Jahre ein „Mechanical Circulatory Support (MCS) – Kongress zum internationalen Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der mechanischen Kreislaufunterstützung ausgerichtet.  

2014 wurde das erfolgreiche Symposium mit dem „European Mechanical Circulatory Support Summit (EUMS)“ vereint, der bislang vom Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen und der Pariser Universitätsklinik „La Pitié Salpêtrière“ ausgerichtet wurde. 

Der 11. EUMS wurde erstmalig in Berlin und unter Schirmherrschaft der Europäischen Fachgesellschaft für Herz-Thoraxchirurgie EACTS abgehalten. Die doppelte Premiere war ein voller Erfolg: Rund 450 Teilnehmer hatten sich angemeldet, um die Vorträge der hochkarätigen Experten aus Europa und den USA verfolgen und diskutieren zu können. 

„Unser herzlicher Dank gilt allen, die zum Erfolg des ersten „European Mechanical Support Summit“  hier in Berlin beigetragen haben“, sagt Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin, „die Zusammenarbeit der EACTS mit den Teams aus Paris, Bad Qeynhausen und Berlin hat sich mit diesem Symposium mehr als bewährt“. 

Einen ausführlichen Bericht für Ärzte über den Kongress finden Sie hier.  

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November 2016

Bestätigte Kompetenz

DHZB-Klinik für Angeborene Herzfehler-Kinderkardiologie erneut als überregionales Zentrum zur Behandlung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) zertifiziert

Nur ein kleiner Teil des Teams der DHZB-Klinik für Angeborene Herzfehler-Kinderkardiologie: Die Oberärzte Dr. Oliver Miera, Dr. Stephan Schubert, Dr. Katharina Schmitt und Klinikdirektor Prof. Felix…

Nur ein kleiner Teil des Teams der DHZB-Klinik für Angeborene Herzfehler-Kinderkardiologie: Die Oberärzte Dr. Oliver Miera, Dr. Stephan Schubert, Dr. Katharina Schmitt und Klinikdirektor Prof. Felix Berger

Dank intensiver Forschung und technischer Fortschritte hat sich die Diagnostik und Therapie auch schwerer angeborener Herzfehler in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Heute erreichen über 90 Prozent der Patienten das Erwachsenenalter. 

Viele von Ihnen benötigen allerdings lebenslang eine hochspezialisierte Versorgung, die Erfahrung, kontinuierliche Forschung und entsprechende Kenntnis der aktuell besten Behandlungsmöglichkeiten voraussetzt. 

Ob diese Bedingungen erfüllt sind, kann seit 2011 auf Antrag von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) geprüft und im Erfolgsfall zertifiziert werden. 

Dabei werden unter anderem Leistungszahlen, Behandlungsabläufe, personelle Ressourcen und räumliche Gegebenheiten, aber auch Fortbildung und Forschung äußerst detailliert abgefragt und begutachtet.

Die Abteilung für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin war 2011 eine der ersten Kliniken, die von der DGK und DGPK als „überregionales EMAH-Zentrum für die Behandlung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern“ zertifiziert wurde. 

Nach erneuter kritischer Prüfung wurde dieses „EMAH-Zertifikat“ nun bis 2021erneuert. 

„Die Auszeichnung durch das erneuerte EMAH-Zertifikat ist die Bestätigung einer Leistung, die nur in fachübergreifender Zusammenarbeit erbracht werden kann“, so Klinikdirektor Prof. Felix Berger, „von Ärztinnen und Ärzten, den Pflegekräften, Psychologen und Sozialarbeitern. Und sie ist zugleich Ansporn für uns alle, auch weiterhin jeden Patienten mit angeborenem Herzfehler bestmöglich zu begleiten – ein Leben lang“.

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November 2016

Mit ganzem Herzen Journalist

Vor einem Jahr wurde dem heute 80jährigen Dieter Kronzucker am DHZB eine neue Aortenklappe implantiert.

Prof.Falk/Dieter_Kronzucker

Er war gerade in Prag, am nächsten Tag muss er weiter nach Bilbao, zwischendurch ist er für einige Tage in Berlin und kommentiert in diversen TV-Sendungen den Wahlausgang in den USA – nach dem typischen Alltag eines 80jährigen hört sich das nicht gerade an. Und wie ein 80jähriger wirkt Dieter Kronzucker auch wahrhaftig nicht, als er dem DHZB einen kurzen Besuch abstattet, wo ihm Prof. Volkmar Falk und sein Team vor einem Jahr eine neue Herzklappe eingesetzt haben. 

„In meinem Alter wird man entweder als 'Zeitzeuge' oder als 'lebende Legende' angekündigt“, meint Kronzucker lachend – doch diese Bezeichnungen sind ebenso klischeehaft wie zutreffend:  Dieter Kronzucker war als Reporter im Vietnamkrieg, er war Korrespondent in Spanien, Portugal, Asien, Afrika, Nord- und Lateinamerika, er hat den „Weltspiegel“ moderiert und das „Heute Journal“ gegründet. 

Außerdem war Kronzucker Professor für Fernsehjournalismus und Dokumentation an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film und lehrt seit 2008 Kommunikationsmanagement an der privaten SRH Hochschule Berlin. „Ich unterrichte hier im Sommersemester“, sagt Kronzucker, „da komme ich oft zum Tennisspielen beim TC Blau-Weiß im Grunewald, wo ich seit vielen Jahren Mitglied bin“. 

Reporter, Moderator, Buchautor, Hochschuldozent: Bei seiner bis ins hohe Alter unermüdlichen Arbeit hat Dieter Kronzucker nie Herzbeschwerden. Dennoch diagnostiziert sein Kardiologe im Herbst vergangenen Jahres eine schwerwiegende Verengung der Aortenklappe im Herzen. Die Klappe muss ersetzt werden, bevor es zu ernsthaften Problemen kommt. 

Kronzucker entscheidet sich für die Operation am Deutschen Herzzentrum Berlin. Am 17. November 2015 wendet der Ärztliche Direktor Prof. Volkmar Falk bei seinem Patienten das sogenannte TAVI-Verfahren an: Dabei wird eine Ersatzklappe aus tierischem Gewebe über einen Katheter durch die Blutgefäße von der Leiste bis ins Herz vorgeschoben und anstelle der erkrankten Klappe aufgespannt. 

Der Eingriff gelingt problemlos, Kronzucker erholt sich schnell. Medizinisch wie menschlich fühlt er sich am DHZB gut aufgehoben: „Professor Falks Kompetenz steht außer Frage. Und ich bin stets äußerst zuvorkommend, aber nie aufdringlich behandelt worden“ sagt er, „eine Kombination, die ich sehr schätze“.

Seit der Operation am DHZB ist der prominente Journalist beschwerdefrei, er spielt wieder regelmäßig Tennis und freut sich auf den Winter, wo er von seinem Hauptwohnsitz im bayrischen Tegernsee aus wieder Skifahren wird - „denn nach der OP habe ich doch mal einen Winter ausgesetzt“.

Kronzucker denkt zwar darüber nach, seine regelmäßige Lehrtätigkeit bald aufzugeben. Doch dafür hat er schon wieder ein neues Buch im Kopf: „Das kann ich schreiben wo und wann ich will, unabhängig von Vorlesungsplänen“. Und wer Dieter Kronzucker kennen gelernt hat, dürfte keine Zweifel haben: Dieses Projekt war nicht sein letztes.

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January 1970

Auf höchstem Niveau und von ganzem Herzen

Neues Video über die Pflege am DHZB

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Rund 500 Pflegekräfte sind am Deutschen Herzzentrum Berlin tätig. Sie alle müssen jeden Tag ihr Bestes geben, ob im OP, der Intensiv- und Anästhesiepflege, den Ambulanzen oder den Pflegestationen. 

In unserem neuen Video sprechen einige von Ihnen offen darüber, was der Beruf für sie bedeutet. Und warum Pflege am DHZB trotz – oder gerade wegen - der großen Herausforderungen ein Traumjob sein kann. 

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January 1970

Auf höchstem Niveau und von ganzem Herzen

Pflege am DHZB – unser neues Video

Bildschirmfoto_2016-11-20_um_19.49.07.png

Rund 500 Pflegekräfte sind am Deutschen Herzzentrum Berlin tätig. Sie alle müssen jeden Tag ihr Bestes geben, ob im OP, der Intensiv- und Anästhesiepflege, den Ambulanzen oder den Pflegestationen. 

In unserem neuen Video sprechen einige von Ihnen offen darüber, was der Beruf für sie bedeutet. Und warum Pflege am DHZB trotz – oder gerade wegen - der großen Herausforderungen ein Traumjob sein kann. 

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November 2016

Auf höchstem Niveau und von ganzem Herzen

Unser neues Video über die Pflege am DHZB

PflegeVideo.png

Rund 500 Pflegekräfte sind am Deutschen Herzzentrum Berlin tätig. Sie alle müssen jeden Tag ihr Bestes geben, ob im OP, der Intensiv- und Anästhesiepflege, den Ambulanzen oder den Pflegestationen.
In unserem neuen Video sprechen einige von Ihnen offen darüber, was der Beruf für sie bedeutet. Und warum Pflege am DHZB trotz – oder gerade wegen - der großen Herausforderungen ein Traumjob sein kann.

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November 2016

„Geschützte Zeit“ für bessere Forschung

DHZB-Herzchirurg wird ins „Clinical Scientist“ Programm der Charité aufgenommen.

Dr. med. Alexander Meyer

Dr. med. Alexander Meyer

Dr. Alexander Meyer, Arzt in Ausbildung zum Herzchirurgen an der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Deutschen Herzzentrum Berlin, wurde jetzt in das „Clinical Scientist Program“ am Berlin Institute for Health (BiH) der Charité aufgenommen. 

Das Förderprogramm ermöglicht Ärztinnen und Ärzten eine strukturierte Facharztweiterbildung mit genug „geschützter Zeit“ für klinische und grundlagenorientierte Forschung. Dabei geht es vor allem um Translation, also die Umsetzung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung.  

Angehende Fachärzte sind angesichts enger Klinikbudgets meist vollständig in die klinische Praxis eingebunden und müssen ihre Forschungsarbeit in der Freizeit erledigen.  Diese „Feierabendforschung“ führt oft zu einer erheblichen Doppelbelastung, so dass einige junge Mediziner entweder ihre klinische Forschung abbrechen oder sogar  Deutschland verlassen. So kommen Ergebnisse aus der Grundlagenforschung erst spät oder gar nicht beim Patienten an. 

Wer als „Clinical Scientist“ beim BiH der Charité aufgenommen wird, kann von der Klinik für die Forschungsarbeit freigestellt werden, da der entsprechende Teil seines Gehalts durch das Förderprogramm übernommen wird. 

Darüber hinaus absolvieren die Teilnehmer ein fachübergreifendes Curriculum und werden so optimal auf eine Karriere als klinische Forscher vorbereitet. Am Ende des Programms steht die abgeschlossene Facharztausbildung und im Idealfall auch die Habilitation. 

Ingesamt werden durch das 2011 gestartete Programm bereits über 100 Ärztinnen und Ärzte gefördert. 

Dr. Alexander Meyer hat vor seiner Laufbahn als Mediziner bereits eine Ausbildung zum Informatiker abgeschlossen. Entsprechend bewegt sich auch seine Forschungsarbeit im EDV-Bereich: „Auf großen Intensivstationen wie im DHZB werden von einer Vielzahl von Messinstrumenten, aber auch vom Labor umfangreiche Datenmengen generiert“, so Meyer, „oft aber liegen diese Daten in unterschiedlichen Formaten vor und sind nicht miteinander kompatibel“. 

Ziel seiner Arbeit sei nun zunächst, diese Daten mit einer zentralen Software zu sammeln, zu vereinheitlichen und zu vernetzen. Im nächsten Schritt will Meyer Algorithmen entwickeln, die alle diese Daten „intelligent“ und lernend in Bezug zu einander setzen können. 

Diese künstliche Intelligenz soll letztendlich das Risiko bedeutender Komplikationen in der herzchirurgischen Intensivmedizin für jeden Patienten genau und kontinuierlich bewerten und den behandelnden Ärzten entsprechende Handlungsempfehlungen geben. 

„Wir wollen eine ärztliche Entscheidung damit gewiss nicht ersetzen, können Sie aber erleichtern“, sagt Meyer, „denn künstliche Intelligenz kann subtile Muster in den kontinuierlich eingehenden Daten häufig viel früher erkennen als der Mensch“. 

Ermutigt und unterstützt von seinen beiden Mentoren, Prof. Volkmar Falk (Ärztlicher Direktor des DHZB) und Prof. Titus Kühne (DHZB-Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie), hat Meyer wochenlang an seinem Antrag gefeilt und musste sich nach dessen erfolgreicher Bewertung noch einem kritischen Kolloquium stellen. 

Die Mühe hat sich gelohnt: Mit dem Beginn des neuen Jahres kann sich Alexander Meyer als „Clinical Scientist“ nun sowohl seiner klinischen Ausbildung als auch der Forschungsarbeit mit ganzer Kraft widmen. Und seinen Feierabend dennoch mit der Familie statt mit „Big Data“ verbringen.  

Weitere Informationen zum „Clinical Scientist Program“ am Berlin Institute for Health der Charité finden Sie hier. 

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November 2016

Europaweit einzigartig

4. DHZB-Masterstudiengang „Medical Psychology“ erfolgreich beendet

Akademisch gekrönte Häupter: Die Absolventinnen und Absolventen des 4. Studiengangs

Akademisch gekrönte Häupter: Die Absolventinnen und Absolventen des 4. Studiengangs

Zum vierten Mal wurde ein Masterstudiengang Psychologie mit der Vertiefungsrichtung „Klinische Psychologie und deren Anwendung in der Krankenversorgung“ erfolgreich beendet. Der Studiengang ist eine Kooperation von Steinbeis-Hochschule Berlin und Deutschem Herzzentrum Berlin (DHZB). Er verbindet intensiv betreute praktische Klinik-Erfahrung am DHZB mit der Vermittlung theoretischen Wissens an der Steinbeis-Hochschule und gilt als europaweit einmalig.

Der habilitierte Psychosomatiker und Diplom-Psychologe Prof. Dr. Wolfgang Albert leitet seit dem Bestehen des DHZB die psychosomatische Abteilung. „Eingriffe wie beispielsweise die chirurgische Behandlung angeborener Herzfehler, Transplantationen oder die Implantation mechanischer Kreislaufpumpen bedeuten für Patienten und ihre Angehörigen eine oft schwere seelische Belastung, die im Sinne einer ganzheitlichen Medizin professionell begleitet werden sollte“, beschreibt Prof. Albert die Aufgabe seiner Abteilung. 

Der Mangel an Psychologen mit bereits im Studium vermittelter Klinik-Erfahrung führten 2011 zur Einrichtung des Studiengangs „Medical Psychology“ an der staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin in Zusammenarbeit mit dem DHZB.

Das zweijährige Programm zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung von psychologischen und medizinischen Inhalten aus: Studierende erlangen im Rahmen ihrer theoretischen Ausbildung vertiefte Kenntnisse im Bereich der klinischen Psychologie und erwerben medizinisches Grundlagenwissen. Darüber hinaus werden Fachkenntnisse über psychologische Aspekte bei körperlichen Erkrankungen gelehrt. So werden die Studierenden zu Spezialisten auf medizinnahen Arbeitsfeldern ausgebildet.

Die mutige Initiative war erfolgreich, bis heute wurden nahezu alle Absolventen sofort nach Abschluss eingestellt. Wie vielfältig die Einsatzbereiche sind, zeigen die zukünftigen Aufgaben der Absolventinnen und Absolventen des jüngsten Studiengangs: In einer Reha-Klinik, in der Neuro-Geriatrie, in der Forensik, als Stationspsychologin in der Orthopädie oder als Psychologin im betreuten Wohnen. 

Alle Informationen zum Studium, den Voraussetzungen und zur Bewerbung finden Sie hier.

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December 2016

DHZB-Website als beste Klinik-Website Deutschlands ausgezeichnet

Online-Auftritt des DHZB gewinnt Wettbewerb von mehr als 300 Kliniken

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Das Deutsche Herzzentrum Berlin hat den Wettbewerb „Deutschlands beste Klinik-Website 2016“ gewonnen. Er fand zum 14. Mal statt und gilt als größter und renommiertester Wettbewerb dieser Art. Über 300 Kliniken hatten dieses Jahr teilgenommen. 

„Deutschlands beste Klinik-Website“ ist ein wissenschaftliches Projekt, das sich mit der Analyse und Bewertung von medizinischen Webseiten befasst. Es wird von dem Arzt und Betriebswirtschaftler Prof. Dr. Dr. Frank Elste geleitet und von Novartis Pharma unterstützt. 

Die teilnehmenden Webseiten werden nach den „MiM (Marketing in der Medizin) - Kriterien“ von einer Arbeitsgruppe der Heidelberger Universität in einem zweistufigen Juryverfahren geprüft. Bewertet werden sämtliche relevanten Kriterien wie Benutzerfreundlichkeit und Verständlichkeit, Informationsqualität, Design oder die Integration von Social Web-Funktionen. 

Die DHZB-Website wurde nach monatelanger Vorarbeit im Sommer dieses Jahres in komplett überarbeiteter Form online gestellt.

„Wir freuen uns sehr über diese Bestätigung unserer Bemühungen, die DHZB-Website für Patienten, Angehörige, Ärzte und die Medien gleichermaßen informativ und ansprechend zu gestalten“, sagt Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZB: „Die Auszeichnung ist zugleich ein großer Ansporn für das gesamte Team, unseren Online-Auftritt kontinuierlich zu verbessern.“

  

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January 1970

„Einfach wieder frei sein“

Als Tobias Schulze (34) im Oktober für einen TV-Beitrag gefilmt wurde, stand er seit 5 Monaten auf der Warteliste für eine Doppeltransplantation von Herz und Lunge. Kurz danach wurde der Eingriff durchgeführt. Jetzt wurde Tobias Schulze entlassen.

Tobias Schulze und PD Dr. Christoph Knosalla

Tobias Schulze und PD Dr. Christoph Knosalla

Tobias Schulze kommt 1982 mit einem schweren angeborenen Herzfehler zur Welt, eine chirurgische Behandlung ist nicht möglich. Er wächst in Cunnewalde bei Bautzen in Sachsen auf. Seine Kindheit und Jugend verlaufen noch weitgehend normal, er macht eine Ausbildung zum Informatik-Kaufmann und beginnt zu arbeiten. Doch 2009 muss er berentet werden, sein Herz ist zu schwach. Und auch seine Lunge ist durch den Rückstau des Bluts inzwischen unheilbar geschädigt. 

Einige Jahre lebt Tobias Schulze mit der Hilfe von kreislaufstärkenden Medikamenten noch weiter. Doch Anfang März wird er als Notfall ins Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) eingeliefert; Ende Mai kommt er auf die Warteliste für eine Herz-Lungentransplantation. Nun beginnt das quälende Warten im Krankenhaus, im Bewusstsein, das jede Minute der ersehnte Anruf kommen könnte, dass es aber auch noch Monate dauern kann.  

Im DHZB lernt Tobias den 17jährigen „Ogi“ kennen, der ebenfalls auf eine Doppeltransplantation wartet. „Stern TV“ dreht einen TV-Beitrag über diese ungewöhnliche Freundschaft. Am Abend des 25. Oktober, noch vor der Ausstrahlung des Beitrags, kommt eine Krankenschwester in Tobias' Zimmer: „Eurotransplant“ die zentrale Koordination für Organspenden in acht europäischen Ländern, hat ein passendes Organ gemeldet. 

„Gefühlschaos“ - mit diesem einem Wort fasst Tobias Schulze seinen Zustand in diesem Moment zusammen. „Angst hatte ich aber keine mehr. Mir war klar, dass ich mich ab jetzt völlig den Ärzten anvertrauen muss. Und dass es gut gehen wird“. 

Ein spezialisierter Herzchirurg des DHZB prüft am Entnahmeort die Organe, gibt telefonisch grünes Licht und macht sich auf den Rückweg nach Berlin. Um 2 Uhr morgens wird Tobias in den OP gebracht. „Ich habe mich an der Schleuse von meinen Eltern verabschiedet, das Team der Anästhesie hat sich vorgestellt. Und dann weiß ich nichts mehr.“ 

In einer zehnstündigen Operation setzen DHZB-Oberarzt Dr. Christoph Knosalla und sein Team ihrem Patienten die Spenderorgane ein. Der Eingriff verläuft ohne Komplikationen, etwa eine Woche später ist Tobias wieder vollständig bei Bewusstsein und beginnt seinen Weg zurück ins Leben. Weil seine Muskeln völlig verkümmert sind, muss er langsam wieder gehen lernen, doch mit Hilfe des Teams aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten geht es täglich bergauf. 

Nach etwa einem Monat wird Tobias Schulze von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt.  Und schließlich geben die Ärzte grünes Licht für die Entlassung aus dem DHZB in die Reha-Klinik. 

 „Wenn es gut läuft, bin ich vielleicht noch in diesem Jahr wieder zu Hause“, hofft er. 

Gerade 200 Meter schaffte Tobias Schulze vor der Transplantation noch zu Fuß. Inzwischen sind es viereinhalb Kilometer. 

Auch wenn er nie etwas über den Spender seiner Organe erfahren darf, denkt er oft in großer Dankbarkeit an den Verstorbenen und seine Familie. Pläne für seine Zukunft hat Tobias noch keine:  „Einfach wieder frei sein“ - das reiche ihm für den Anfang völlig, sagt er. Ein erstes Ziel hat er sich aber schon gesetzt: „Ich will mit meinem sechsjährigen Neffen Maximilian beim Rennen mithalten können“, sagt Tobias, „und der ist für sein Alter ganz schön schnell“!

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December 2016

„Einfach wieder frei sein“

Als Tobias Schulze (34) im Oktober für einen TV-Beitrag gefilmt wurde, stand er seit 5 Monaten auf der Warteliste für eine Doppeltransplantation von Herz und Lunge. Kurz danach wurde der Eingriff durchgeführt. Jetzt wurde Tobias aus dem DHZB entlassen.

Tobias Schulze und PD Dr. Christoph Knosalla

Tobias Schulze und PD Dr. Christoph Knosalla

Tobias Schulze kommt 1982 mit einem schweren angeborenen Herzfehler zur Welt, eine chirurgische Behandlung ist nicht möglich. Er wächst in Cunewalde bei Bautzen in Sachsen auf. Seine Kindheit und Jugend verlaufen noch weitgehend normal, er macht eine Ausbildung zum Informatik-Kaufmann und beginnt zu arbeiten. Doch 2009 muss er berentet werden, sein Herz ist zu schwach. Und auch seine Lunge ist durch den Rückstau des Bluts inzwischen unheilbar geschädigt. 

Einige Jahre lebt Tobias Schulze mit der Hilfe von kreislaufstärkenden Medikamenten noch weiter. Doch Anfang März wird er als Notfall ins Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) eingeliefert; Ende Mai kommt er auf die Warteliste für eine Herz-Lungentransplantation. Nun beginnt das quälende Warten im Krankenhaus, im Bewusstsein, das jede Minute der ersehnte Anruf kommen könnte, dass es aber auch noch Monate dauern kann.  

Im DHZB lernt Tobias den 17jährigen „Ogi“ kennen, der ebenfalls auf eine Doppeltransplantation wartet. „Stern TV“ dreht einen TV-Beitrag über diese ungewöhnliche Freundschaft. Am Abend des 25. Oktober, noch vor der Ausstrahlung des Beitrags, kommt eine Krankenschwester in Tobias' Zimmer: „Eurotransplant“ die zentrale Koordination für Organspenden in acht europäischen Ländern, hat ein passendes Organ gemeldet. 

„Gefühlschaos“ - mit diesem einem Wort fasst Tobias Schulze seinen Zustand in diesem Moment zusammen. „Angst hatte ich aber keine mehr. Mir war klar, dass ich mich ab jetzt völlig den Ärzten anvertrauen muss. Und dass es gut gehen wird“. 

Ein spezialisierter Herzchirurg des DHZB prüft am Entnahmeort die Organe, gibt telefonisch grünes Licht und macht sich auf den Rückweg nach Berlin. Um 2 Uhr morgens wird Tobias in den OP gebracht. „Ich habe mich an der Schleuse von meinen Eltern verabschiedet, das Team der Anästhesie hat sich vorgestellt. Und dann weiß ich nichts mehr.“ 

In einer zehnstündigen Operation setzen DHZB-Oberarzt Dr. Christoph Knosalla und sein Team ihrem Patienten die Spenderorgane ein. Der Eingriff verläuft ohne Komplikationen, etwa eine Woche später ist Tobias wieder vollständig bei Bewusstsein und beginnt seinen Weg zurück ins Leben. Weil seine Muskeln völlig verkümmert sind, muss er langsam wieder gehen lernen, doch mit Hilfe des Teams aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten geht es täglich bergauf. 

Nach etwa einem Monat wird Tobias Schulze von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt.  Und schließlich geben die Ärzte grünes Licht für die Entlassung aus dem DHZB in die Reha-Klinik. 

 „Wenn es gut läuft, bin ich vielleicht noch in diesem Jahr wieder zu Hause“, hofft er. 

Gerade 200 Meter schaffte Tobias Schulze vor der Transplantation noch zu Fuß. Inzwischen sind es viereinhalb Kilometer. 

Auch wenn er nie etwas über den Spender seiner Organe erfahren darf, denkt er oft in großer Dankbarkeit an den Verstorbenen und seine Familie. Pläne für seine Zukunft hat Tobias noch keine:  „Einfach wieder frei sein“ - das reiche ihm für den Anfang völlig, sagt er. Ein erstes Ziel hat er sich aber schon gesetzt: „Ich will mit meinem sechsjährigen Neffen Maximilian beim Rennen mithalten können“, sagt Tobias, „und der ist für sein Alter ganz schön schnell“!

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December 2016

Geschenk noch vor Weihnachten

PSD Bank spendet für DHZB-Kinderkardiologie

Klinikdirektor Prof. Felix Berger (2.v.l.) und die Oberärzte Dr. Katharina Schmitt, Dr. Björn Peters und Dr. Oliver Miera

Klinikdirektor Prof. Felix Berger (2.v.l.) und die Oberärzte Dr. Katharina Schmitt, Dr. Björn Peters und Dr. Oliver Miera

Die Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie am DHZB dankt für ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Die PSD Bank Berlin-Brandenburg hat dem Team von Klinikdirektor Prof. Felix Berger 5.000 Euro für Forschungsarbeiten gespendet.  Die Klinik gehört nun zu den „PSD-Zukunftspartnern“, die von der Bank im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements kontinuierlich gefördert werden. Bereits im Juli hatte die PSD Bank die DHZB-Kinderkardiologie im Rahmen der der dritten „PSD-Herzfahrt“ mit 35.000 Euro unterstützt. 

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