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04.04.2018

Kompetenter Zuwachs

Mit Dr. Doreen Schreiber verstärkt eine erfahrene Spezialistin für Herzrhythmusstörungen das Team der Klinik für Innere Medizin-Kardiologie am DHZB

Dr. Doreen Schreiber mit Prof. Jin-Hong Gerds-Li (links) und Klinikdirektor Prof. Burkert Pieske

Dr. Doreen Schreiber mit Prof. Jin-Hong Gerds-Li (links) und Klinikdirektor Prof. Burkert Pieske

Die neue „Oberärztin Rhythmologie“ im Team von Professor Jin-Hong Gerds-Li (Leiter Elektrophysiologie) am DHZB ist Fachärztin für Kardiologie mit der Zusatzqualifikation Rhythmologie und von der „European Heart Rhythm Association“ als Spezialistin für Elektrophysiologie zertifiziert. 

Zuletzt war Dr. Schreiber als rhythmologische Oberärztin in Zürich tätig, davor mehrere Jahre am Universitären Herzzentrum des Universitätsklinikums Hamburg- Eppendorf. 

Ihr klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt vor allem im Bereich der verschiedenen Ablationsstrategien bei Vorhofflimmern sowie der Analyse des Vorhofsubstrates und der Vorhof-Fibrose (siehe Hintergrund unten) 

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Professor Gerds-Li und dem gesamten Team, auf neue medizinische Herausforderungen darauf, die Entstehung des Universitären Herzzentrums Berlin miterleben und mitgestalten zu können“, sagt Doreen Schreiber, die sich am DHZB „sehr herzlich und kollegial aufgenommen“ fühlt. 

Besonders wichtig sei ihr dabei der enge kollegiale Kontakt zu den kooperierenden Kliniken und den niedergelassenen Ärzten der Region, sagt Dr. Schreiber. Und: „Trotz der großen technischen Fortschritte gerade auch in meinem Fachgebiet dürfen wir nie vergessen, dass Empathie und Zuwendung immer ein entscheidender Bestandteil guter Herzmedizin bleiben werden!“

HINTERGRUND 

Von Vorhofflimmern, dem Fachgebiet von Dr. Doreen Schreiber, sprechen Ärzte, wenn der Herzmuskel im Bereich der Vorhöfe aufgrund einer gestörten Übertragung der elektrischen Reizleitung zu schnell und ungeordnet arbeitet. 

Aktive Fehlzündkerzen in den Lungenvenen lösen das Vorhofflimmern aus. 

Bei einigen Patienten kann eine sogenannte Vorhof-Fibrose, eine Umwandlung von Herzmuskelgewebe in Bindegewebe, zusätzlich zur Aufrechterhaltung des Vorhofflimmerns beitragen. 

Vorhofflimmern gilt als häufigste Herzrhythmusstörung, mindestens 10 Prozent aller Menschen über 70 Jahre in Deutschland und zunehmend auch jüngere Patienten sind betroffen. 

Sie leiden häufig unter deutlichem Leistungsabfall, Schlafstörungen oder Herzrasen, ihr Risiko für eine fortschreitende Herzinsuffizienz und für Schlaganfälle ist erhöht. 

Vorhofflimmern kann medikamentös behandelt werden, in diesem Fall werden aber nur die Symptome behandelt. Eine ursächliche Behandlung ist die sogenannte Katheterablation von Vorhofflimmern (Lungenvenenisolation), die im Rahmen einer „Elektrophysiologischen Untersuchung (EPU)“ durchgeführt wird. 

Dabei wird ein spezieller Herzkatheter über die Blutgefäße bis exakt an das Areal der gestörten Reizleitung vorgebracht. Durch Hochfrequenzstrom wird die wenige Millimeter lange Metallspitze des Katheters erhitzt und das Gewebe auf diese Weise punktuell verödet. In den Händen eines erfahrenen und kundigen Kardiologen kann dieses Verfahren mit geringem Risiko und optimalem Therapieerfolg durchgeführt werden. 

In der Klinik für Innere Medizin-Kardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin unter Leitung von Prof. Dr. med. Burkert Pieske verfügt ein hochqualifiziertes und erfahrenes Team über sämtliche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. 

In der Spezialsprechstunde unserer kardiologischen Ambulanz werden Patienten mit Herzrhythmusstörungen fachkundig und individuell beraten. 

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