Sabine Zander, Leiterin des OP-und Anästhesiefunktionsbereichs

Die Funktionspflegeteams des OP- und Anästhesiebreichs im Deutschen Herzzentrum Berlin sind direkt der Klinikleitung für Herz- Thorax- und Gefäßchirurgie zugeordent.

Über 60 Pflegekräfte und operationstechnische Assistenten (OTA) sorgen im OP-Bereich unserer Klinik für die Vor- und Nachbereitung sowie für den reibungslosen Ablauf jeder Operation. Für die fachliche Weiterbildung und Qualifikation sind fünf Praxisanleiterinnen zuständig. Zum OP-Programm gehören konventionelle herz- und gefäßchirurgische Operationen ebenso wie endoskopische / minimalinvasive Eingriffe und Katheter-Interventionen bei Patienten jeden Alters. Entsprechend breit gefächert sind die Anforderungen an das Pflegepersonal im sicheren Umgang mit den Instrumenten.

Gemeinsam mit den Anästhesisten sorgen die Funktionspflegerinnen und -Pfleger der Anästhesie für die Vorbereitung und Durchführung einer professionellen und sicheren Anästhesie auch bei hochkomplexen und viele Stunden dauernden Eingriffen. Beim Säugling ebenso wie beim hochbetagten Patienten, beim geplanten Eingriff ebenso wie beim akuten Notfall.

Das Deutsche Herzzentrum Berlin betreibt eine eigene OTA-Schule: Hier erfahren Sie mehr!

Und hier finden Sie unsere Stellenausschreibungen für den OP-Bereich!

OP-Pflegerin Florentine über den Beruf

Florentine über ihre Arbeit

OP-Pflegerin Florentine über den Beruf

Florentine hat die Zeit ihrer Ausbildung und Tätigkeit am DHZB als Wartesemester genutzt. Sie studiert inzwischen Medizin, arbeitet aber nach wie vor nebenher als OP-Pflegerin am DHZB. 

"Was ich am OP-Bereich positiv empfinde: Man weiß nicht, wer das ist. Das hört sich jetzt vielleicht erst einmal komisch an. Aber man bekommt sozusagen einen anonymen Menschen anvertraut, und egal, was er jemals gemacht hat oder wie er ist, es ist einfach ein Mensch und der ist hier, weil er unsere Hilfe braucht – und wir machen das.

In der Herzchirurgie kann noch so viel Neues kommen – und wenn man das mag, also nie stagnieren und immer das Gleiche machen möchte, dann ist man hier genau richtig.

Am Anfang war man froh, wenn man erst mal nur was Kleines machen konnte. Aber wenn man schon ein bisschen länger hier ist, dann freut man sich natürlich auf die „großen“ Sachen, wie eine Herztransplantation oder eine Lungentransplantation, Notfälle. Richtig entscheiden, schnell arbeiten, darum geht es dann besonders. 

Ein besonderes Erlebnis? Wenn wir Lungen transplantieren und eine Spenderlunge das erste Mal beatmet wird und sich entfaltet – das ist einfach wunderschön. Man sieht richtig, wie das Leben zurückkommt. Das kann man nicht beschreiben, da muss man dabei gewesen sein. Und bei einem solchen Eingriff Teil des Teams zu sein – das ist großartig."

Anästhesiepfleger Thomas über seinen Beruf

Anästhesiepfleger Thomas über seinen Beruf

"Sobald der Patient da ist, ist man für den da, versucht ihn zu beruhigen und ihm die Angst zu nehmen. 

Man hat ja etwa zehn Minuten mit den Patienten, dann schlafen sie. Und das sind zehn Minuten, die sind einfach nur für den Patienten drin! Die Menschen liegen hier hilflos auf dem Tisch, sie wissen, dass sie gleich am Herzen operiert werden. Und sie sind allein, ohne Angehörige. Bei allem Stress – wir müssen in dieser kurzen Zeit für die Menschen da sein. 

In der Herzchirurgie kommt immer was Neues. Man wird also immer wieder gefordert. Und je länger man da ist, desto besser weiß man, welche Notfälle passieren können. Du musst hier immer hellhörig sein und schnell reagieren können. 

Man kommt sich in dem Job manchmal vor wie ‘ne Krake, die acht Arme hat. Ja, nach acht Stunden ist man schon fertig. Aber die Leute sind einfach ok. Die sind im Notfall sofort alle da. Man kann sich auf die verlassen. Und das ist ein gutes Gefühl. Und der Grund, warum ich hier bin!"