Übersicht

Die sekundären Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen sind vielfältig. Der bedeutendste Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen ist Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie). Weitere Risikofaktoren sind erhöhte Blutfette (Hyperlipidämie) sowie Diabetes mellitus Typ 2. 

Hyperlipidämie

Erhöhte Blutfettwerte bzw. Fettstoffwechselstörungen gehören wie der Bluthochdruck zu den bedeutendsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Das statistische Bundesamt in Deutschland schätzt, dass 43,9 Prozent aller Frauen und 35,5 Prozent aller Männer ab einem Alter von über 65 Jahren davon betroffen sind.

Das Gesamtcholesterin wird aus HDL- (High Density Lipid) und LDL-Cholesterin (Low Density Lipid) gebildet. Es sollte einen Spiegel von über 190 mg / 100 ml, ab dem das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (u.a. Herzinfarkte und Schlaganfall), Diabetes mellitus und Bluthochdruck stark ansteigt, nicht überschreiten. Die Behandlung besteht aus einer medikamentösen Therapie. Sport und Gewichtsreduktion beeinflussen den Therapieerfolg positiv. 

Diabetes mellitus

Als Diabetes mellitus werden verschiedene Stoffwechselerkrankungen bezeichnet, denen ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand gemeinsam ist. In der Altersgruppe der über 65-Jährigen leiden in deutschland circa 17,4 Prozent aller Frauen und 18,7 Prozent aller Männer an Diabetes mellitus. Die häufigste Form ist die Typ 2 Diabetes, auch Altersdiabetes genannt. Die Ursachen für erhöhte Blutzuckerwerte sind unter anderem genetische Prädispositionen, fehlende Bewegung und Übergewicht. Langzeitfolgen sind eine erhöhte Sterblichkeit sowie schwerwiegende Folgeerkrankungen. Ungefähr 65 Prozent aller Patienten mit Diabetes mellitus versterben an einer kardiovaskulären Erkrankung. 

Behandlung am DHZB

Während eines stationären Aufenthaltes ist die Behandlung sekundärer kardiovaskulärer Risikofaktoren (u.a. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus) besonders wichtig. Denn die frühe Diagnose, die Entwicklung eines geeigneten Therapieplans und die Sicherstellung einer entsprechenden ambulanten Weiterbetreuung  sind notwendig, um das Risiko einer Herzerkrankung zu minimieren. Für Präventivmaßnahmen und eine ausführliche Aufklärung steht unseren Patienten während des gesamten Aufenthalts ein hochspezialisiertes Fachpersonal zur Seite.