Überblick

In den Industrienationen leiden ca. ein bis zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung an einer schweren Herzschwäche (Herzinsuffizienz), das sind EU-weit bis zu zehn Millionen Menschen. Patienten mit Herzinsuffizienz im Endstadium wird wenn möglich ein Spenderherz transplantiert. (Mehr zur Organtransplantation am DHZB) Oft steht jedoch kein geeignetes Organ zur Verfügung. Die Implantation von mechanischen Kreislauf-Unterstützungssystemen (Ventricular Assist Devices, VAD) – sogenannte Kunstherzen – ermöglicht dann häufig eine lebenserhaltende Unterstützung der Pumpfunktion des insuffizienten Herzens.

Trotz weitreichender technischer und medizinischer Fortschritte auf diesem Gebiet weisen die heute auf dem Markt befindlichen Kreislauf-Unterstützungssysteme Nachteile im längerfristigen Einsatz auf.

Hier setzt die Forschungsarbeit des "Zurich Heart" Projekts an.

Das Projekt

Rund zwanzig Forschungsgruppen des DHZB, der Hochschulmedizin Zürich (einer Kooperation der Zürcher Universität und der ETH Zürich) sowie der Zürcher Universitätsspitäler bündeln ihre Kompetenzen, um sowohl die Verbesserung bestehender Technologien als auch die Erforschung völlig neuer Konzepte für Kreislauf-Unterstützungssysteme zu realisieren.

Dazu gehören innovative Komponenten zur kontaktlosen Übertragung der Antriebsenergie, verbesserte Oberflächen zur Verhinderung von Embolien, hocheffiziente und adaptive Regelungs- und Sensortechnik zur Optimierung der Pumpleistung und Strömung, hyperelastische Hybridmembranen und weiche Materialien, die der menschlichen Physiologie näher kommen als die bisher verwendeten starren Systeme. 

Langfristig strebt das Konsortium die Entwicklung eines von Grund auf neu konzipierten Kunstherzens an.

Das Projekt wird geleitet von Prof. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZB, Prof. Dimos Poulikakos, Leiter des Labors für Thermodynamik in neuen Technologien am Institut für Energietechnik der ETH Zürich, sowie  Prof. Edoardo Mazza, stellv. Leiter des Instituts für Mechanische Systeme an der ETH Zürich.

Hier erfahren Sie mehr über das "Zurich Heart" Projekt