Atriumseptumdefekt (ASD, PFO)

ASD vor OP
Grafiken von Jan Bazing und Prof. Boulos Asfour mit freundlicher Zustimmung der IDHK

Definition und Indikation

Es besteht ein Defekt in der Vorhofscheidewand. Die Hypertrophie und Dilatation des rechten Ventrikels stellt eine Indikation zum Verschluss dar. Weitere Indikationen können Symptome der Rechtsherzbelastung oder paradoxe Embolien sein.

Diagnostik

Ein Atriumseptumdefekt kann diagnostiziert werden durch:

  • Echokardiographie-Transthorakal: Lokalisation ASD, Lagebeziehung und Randsaum zu Hohlvenen, AV Klappen und Aortenklappe, AV Klappenfunktion, RV und LV Funktion. 
  • Echokardiographie-Transösophageal: Bei Verdacht auf Lungenvenenfehlmündung und bei der Evaluation der Möglichkeit eines Schirmverschlusses.  
  • Herzkatheter / MRT: Nur bei besonderen Fragestellungen: fragl. fehlmündende Lungenvenen oder im Rahmen eines interventionellen ASD Verschlusses. Auch bei großem ASD bei älteren Patienten zur Abschätzung des Lungengefäßwiderstandes bzw. dessen Reagibilität besteht eine Indikation zum Herzkatheter. 

Intervention / Operation

Bei geeignetem ASD wird der interventionelle Verschluss bevorzugt. Sollte dieser aufgrund eines unzureichenden Randsaums nicht möglich sein, ist eine Operation erforderlich. Diese kann auf Wunsch der Eltern auch über eine kosmetisch vorteilhafte posterolaterale Thorakotomie möglichst im Alter von drei bis sechs Jahren erfolgen. 

Mögliche Komplikationen im Langzeitverlauf

Die Prognose des Kindes ist bei dem zugrunde liegenden Herzfehler gut.

Empfehlung in der Weiterbehandlung

Wir empfehlen bei Verwendung eines Flickens zum Verschluss des ASD's die Endokarditis-Prophylaxe zu den bekannten Indikationen für ein halbes Jahr nach Operation fortzusetzen.