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10.07.2017

Bestätigte Vorteile

Die von Prof. Dr. Volkmar Falk (Ärztlicher Direktor des DHZB) als Principal Investigator (PI) geleitete multizentrische „RESPOND“-Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit der „Lotus“ TAVI-Klappe wurde jetzt im European Heart Journal vorgestellt.

Der katheterbasierte Ersatz der Aortenklappe (TAVI) hat sich als Standardbehandlung bei Patienten mit symptomatischer Aortenstenose und erhöhtem Operationsrisiko längst etabliert.

Trotz geringer Komplikationsraten birgt das minimalinvasive TAVI-Verfahren aber weiterhin Herausforderungen und Risiken. So erfordert etwa die präzise Platzierung der Herzklappe eine große Erfahrung und Sicherheit des ausführenden Arztes: Denn ist die Ersatzklappe mit dem sie umgebenden Haltegerüst einmal entfaltet, kann sie nicht mehr neu positioniert werden.

Ein weiteres mögliches Problem sind Undichtigkeiten zwischen dem Rand der künstlichen Aortenklappe und dem umgebenden Gewebe.  

Die in den USA entwickelte „Lotus“-Klappe kann auch nach der Entfaltung neu positioniert werden. Außerdem verfügt sie über eine Art Dichtring, der Undichtigkeiten zwischen Ersatzklappe und Aortenklappenannulus vermindern soll. 

Frühere Studien haben Sicherheit und Wirksamkeit an kleineren und enger umgrenzten Patientenkollektiven bereits nachgewiesen. Die vorliegende „RESPOND“-Studie bestätigt nun diese Resultate anhand der 30-Tage Ergebnisse bei einem weitaus größeren untersuchten Kollektiv von über 1000 Patienten aus 41 Zentren in Europa, Lateinamerika und Neuseeland. 

Die RESPOND Studie wird zur Bewertung auch längerfristiger Ergebnisse (bis zu 5 Jahren) fortgesetzt. 

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