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Christian Maier
Pressesprecher

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15.03.2010

Pressekonferenz

Zeitenwende in der Thrombosetherapie?

Mehr als 600.000 Patienten sind vom lebensgefährlichen Thromboserisiko betroffen
Patienten zeigen Blutgerinnungswert-Selbstkontrolle mit Taschengerät

Rund 600.000 Menschen bedürfen dauerhaft einer medikamentösen Thrombose verhindernden Therapie, z. B.  nach Operationen wie Hüftgelenkersatz, künstlichen Herzklappenersatz, Kunstherz-Implantation oder aber bei Vorhofflimmern, nach Herzinfarkt, Schlaganfall und bei Herzinsuffizienz etc.

 

Häufig entwickelt sich an einer geschädigten Gefäßwand ein Blutpfropf, der in Herz- oder Hirngefäße abwandert und zum lebensgefährlichen Infarkt oder zur Embolie führt. Der große Pathologe Rudolf Virchow wies bereits im 19. Jahrhundert auf die drei Faktoren einer Embolie und ihrer fatalen Folgen hin. Da die Blutgerinnung kein stabiler Vorgang ist, bedarf es einer sorgfältigen ärztlichen Überwachung der Patienten unter einer blutgerinnungshemmenden Therapie, um z. B. einer übermäßigen Blutungsneigung rechtzeitig vorzubeugen. Patienten unter entsprechender Therapie können in Kursen auch das Blutgerinnungs-Selbstmanagement erlernen und zuhause mithilfe eines kleinen Taschengerätes (INR-Testgerät) ihre Gerinnungswerte messen und die Dosierung ihrer Medikamente dem Wert anpassen. Mittlerweile führen dies rund 160.000 Patienten in Deutschland durch. Seit rund 15 Jahren schult in Berlin MTBASA (Medizin-Technische Beratungsstelle der Arbeitsgemeinschaft Selbstkontrolle der Antikoagulation) und hat bereits 8000 Patienten in der Methodik des Gerinnungsselbstmanagements unterwiesen. Vor einem Jahr erhielten neuartige, sogenannte Faktor Xa- und Thrombin-Inhibitoren in Tablettenform eine Zulassung für Hochrisikofälle und zur Prophylaxe von Thrombosen. Die Zulassung auch zur Therapie wird in diesem Jahr erwartet. Diese neuen Medikamente könnten die Thrombosevorbeugung und Therapie stark verändern.

 

Wir möchten Ihnen im Vorfeld eines vom DHZB und MTBASA veranstalteten Symposiums zur möglichen Zeitenwende in der Antikoagulationstherapie Informationen zu den neuen Entwicklungen und zur Selbstkontrolle bei der Gerinnungstherapie geben auf einer

Pressekonferenz

Montag, 15. März 2010, 12.00 Uhr

Deutsches Herzzentrum Berlin, Treffpunkt Eingangshalle im  EG

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

 

Referenten:     Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor DHZB

                     Prof. Dr. Hanno Riess, Stellv. Dir. der Klinik für Hämatologie und Onkologie

                     Charité, Virchow-Klinikum

                     Ines Hartwig-Zaidan, MTA, Leiterin MTBASA

                     Patienten, die das Gerinnungs-Selbstmanagement demonstrieren

 

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus

Pressesprecherin DHZB

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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