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01.08.2016

Medaillenregen für DHZB-Patienten

Rainer Weckeck gewinnt im Pétanque, Darts und Floorball

Dreimal Edelmetall: Rainer Weckeck aus Erkrath

Dreimal Edelmetall: Rainer Weckeck aus Erkrath

Rainer Weckeck (55) aus Erkrath (NRW), der 2003 im Deutschen Herzzentrum Berlin herztransplantiert wurde, hat bei den Europameisterschaften der Organtransplantierten und Dialysepatienten im finnischen Vantaa eine Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen gewonnen: Im Pétanque bzw. Boule (Gold im Einzel, Silber im Doppel), Darts (Bronze) sowie mit einer deutsch-britisch-belgischen Auswahl im Floorball, einer Unterart des Hallen-Hockeys (Bronze). 

Bei den Europameisterschaften der Organtransplantierten und Dialysepatienten treffen sich alle zwei Jahre Sportlerinnen und Sportler aus ganz Europa, die nach einer Organtransplantation oder als Dialysepatienten im Sport aktiv bleiben. Wettbewerbe werden in den Leichtathletikdisziplinen, im Radfahren, Schwimmen, Tennis, Tischtennis und Golf sowie in Pétanque, Darts und Bowling ausgetragen. Von den ca. 470 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der EM 2016 kamen 40 aus Deutschland. 

Bei Rainer Weckeck wurde im Jahre 1993 bei einer Routine-Untersuchung eine dilatative Kardiomyopathie diagnostiziert, eine krankhafte Vergrößerung und Schwäche des Herzmuskels. Viele Jahre schränkte die Erkrankung sein Leben nicht zu sehr ein. Doch dann verschlechterte sich sein Zustand, zuletzt war eine Organverpflanzung die letzte Chance. Am 10. Oktober 2003 wurde Rainer Weckeck schließlich transplantiert. 

Rainer Weckeck arbeitet nun längst wieder als leitender Angestellter eines großen Handelskonzerns, es geht ihm gut, und das Boulespiel ist seit vielen Jahren seine Leidenschaft.  

Die EM-Medaillen trägt Rainer Weckeck mit Stolz. Viel wichtiger als der Sieg sei aber die öffentlichkeitswirksame Teilnahme an den Wettbewerben, sagt er: „Wir wollen zeigen, wie die Bereitschaft zur Organspende bewirkt hat, dass unheilbar kranke Menschen wieder in ein aktives Leben eintreten konnten.“ Für Rainer Weckeck ein doppelt wichtiges Anliegen, denn auch sein älterer Bruder musste wegen der gleichen Erkrankung bereits herztransplantiert werden. 

Ein kleines Stück seien Gold, Silber und Bronze auch Siege fürs DHZB-Team, so Weckeck: „Ohne die Ärzte und Pflegekräfte dort wäre das nicht möglich gewesen.“

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