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03.05.2017

Guter Einstieg in die Forschung

DHZB-Mediziner werden in Förderprogramme der Charité aufgenommen.

Forschung für Kinderherzen: PD Dr. Katharina Schmitt, Lisa Maria Rosenthal, Dr. Constanze Pfitzer und Dr. Oliver Miera

Forschung für Kinderherzen: PD Dr. Katharina Schmitt, Lisa Maria Rosenthal, Dr. Constanze Pfitzer und Dr. Oliver Miera

Dr. Lisa-Maria Rosenthal, Fachärztin in Ausbildung an der DHZB-Klinik für Angeborene Herzfehler –  Kinderkardiologie wurde jetzt in das „Junior Clinician Scientist Program“ am Berlin Institute for Health (BiH) der Charité aufgenommen. 

Sie folgt damit auf Ihre Kollegin Dr. Constanze Pfitzer, die bereits seit Juli 2016 als Junior Clinician Scientist unterstützt wird.

Dr. Oliver Miera, Oberarzt an der Klinik, wurde als „BIH Clinical Fellow“ aufgenommen. Damit verbunden ist eine Forschungsförderung über 75.000 Euro. 

Das BIH-Programm

Mit dem „Junior Clinician Scientist Track“ wird wissenschaftlich interessierten Medizinern der Einstieg in eine kombinierte klinisch-wissenschaftliche Karriere erleichtert. Die Förderung als Junior Clinician Scientist bietet ihnen Zeit zum Erlernen zentraler wissenschaftlicher Fähigkeiten und soll den Grundstein für ein eigenes Forschungsprojekt legen.

Wer als „Junior Clinician Scientist“ beim BiH der Charité aufgenommen wird, kann über zwei Jahre hinweg 20 Prozent der Arbeitszeit von der Klinik für die Forschungsarbeit freigestellt werden, da der entsprechende Teil seines Gehalts durch das Förderprogramm übernommen wird. 

Die Hürden sind allerdings hoch, denn das BIH-Gremium erwartet umfangreiche und stimmige Anträge sowie – nach deren positiver Bewertung – eine überzeugende mündliche Darstellung der Bewerber.

Am anderen Ende des Förderungsspektrums durch das BIH steht das „BIH Clinical Fellows“ - Programm: Hier werden erfahrene Oberärztinnen und Oberärzte bei der Realisierung klinisch relevanter Weiterentwicklungen unterstützt. 

Die Forschungsprojekte

Dr. Lisa-Maria Rosenthal widmet sich als leitende Studienärztin der genetischen Untersuchung von Patienten mit einem schweren angeborenen Herzfehler, dem sogenannten „Hypoplastischem Linksherzsyndrom“. 

Das Ziel der Forschung, so Lisa-Maria Rosenthal, sei die Erstellung eines „genetischen Risikoprofils“, in dem der Krankheitsverlauf der Patienten im Zusammenhang mit genetischen Veränderungen wissenschaftlich beobachtet werde. „Langfristig wollen wir erkennen können, welche Genmutationen für ein höheres Komplikationsrisiko in den ersten Lebensjahren unserer Patienten stehen und unsere Behandlung darauf abstimmen“, schildert die Ärztin. Das Forschungsprojekt wird vom Experimental and Clinical Research Center der Charité sowie dem DHZB gemeinsam durchgeführt. 

Dr. Constanze Pfitzer ist seit Juli 2016 Stipendiatin im Junior Clinician Scientist Program und betreut als Studienärztin die „Long-Term Early Development Research (LEADER)“-Studie am DHZB. Dabei werden  Kinder mit bestimmten angeborenen Herzfehlern nach der entsprechenden Korrekturoperation über einen Zeitraum von drei Jahren hinsichtlich ihrer kognitiven, motorischen und sprachlichen Entwicklung regelmäßig und strukturiert nachuntersucht.

„Wir wissen, dass sich Sprache, Wahrnehmungsvermögen und motorische Fähigkeiten von Kindern mit Angeborenen Herzfehlern oft langsamer entwickeln als bei gesunden Kindern“, sagt Dr. Pfitzer, „bisher gibt es allerdings nur sehr wenige Studien, die diese Verzögerungen langfristig, systematisch und detailliert dokumentieren. Diese Studie soll dazu beitragen, diese Forschungslücke zu schließen.“

Beide Ärztinnen werden von DHZB-Oberärztin PD Dr. Katharina Schmitt als Mentorin betreut. 

Dr. Oliver Miera ist ebenfalls Oberarzt und leitet die Intensivstation der Klinik für Angeborene Herzfehler – Kinderkardiologie am DHZB. 

Seine Arbeit, die jetzt vom „Clinical Fellow“-Programm unterstützt wird, befasst sich mit Kindern, die wegen unheilbarer Herzmuskelschwäche an eine künstliche Kreislaufpumpe  angeschlossen werden müssen, meist zur Überbrückung der Wartezeit auf eine Herztransplantation. 

Ein Risikofaktor bei dieser Therapie ist die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) im System der Pumpe. Dr. Miera will nun im Rahmen einer europaweiten Studie Daten aus mehreren Kinderherzzentren sammeln und wissenschaftlich analysieren - mit dem Ziel, das Thromboserisiko besser einschätzen und entsprechend medikamentös gegensteuern zu können.   

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