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21.08.2015

Große Herausforderung – großer Erfolg

Forschungsverbund von DHZB-Kinderkardiologe Titus Kühne wird von EU-Kommission gefördert

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Der Antrag war harte Arbeit, die Aussicht auf Erfolg alles andere als sicher. Doch jetzt haben DHZB-Kinderkardiologe Titus Kühne und sein Mitarbeiter Marcus Kelm die Quittung für ihre Beharrlichkeit bekommen: Die Europäische Kommission hat ihrem Forschungsprojekt „EurValve“ Fördermittel in Höhe von fast 5 Millionen Euro bewilligt.

Ziel von „EurValve“ ist die Entwicklung und klinische Anwendung eines Decision Support Systems (DSS), also eines Systems zur Entscheidungsunterstützung bei der chirurgischen Behandlung von Herzklappenfehlern.

„Der richtige Zeitpunkt und die richtige Wahl der Methode eines Eingriffs sind für den Erfolg der Therapie natürlich entscheidend“, sagt Titus Kühne, „und genau hier setzen wir an: Wir wollen ein digitales System aufbauen, einrichten und testen, mit dem sowohl Erfolgschancen als auch Risiken verschiedener Therapiemethoden wesentlich zuverlässiger eingeschätzt werden können – und zwar ganz individuell für jeden einzelnen Patienten.“

Die Forscher wollen dazu nicht nur eine umfassende Datenbank über Patienten, Umweltfaktoren und wissenschaftlicher Literatur aufbauen, sondern müssen auch die Rahmenbedingungen und Algorithmen schaffen, um diese Datenfülle auch aussagefähig und klinisch anwendbar zu machen.

Eine gewaltige wissenschaftliche, klinische und logistische Herausforderung für den EurValve-Verbund, an dem europaweit 13 Einrichtungen beteiligt sind. Und nicht zuletzt für den DHZB-Kinderkardiologen und Charité-Professor Titus Kühne, der den klinischen Teil des Projekts leitet. Am Antrag für das Projekt haben am DHZB die Klinik für Angeborene Herzfehler / Kinderkardiologie und die Klinik für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie zusammengearbeitet.

Finanziell ist der Weg für die Forscher nun ein großes Stück weit frei – dank der Förderung aus Brüssel. Zur Gratulation zu seinem und Dr. Kelms Erfolg bestehe kein Anlass, meint Titus Kühne. Wir sehen das anders: Denn wie man nachlesen kann, werden von der EU-Kommission nur 4% aller beantragten Mittel bewilligt.

Christian Maier (Pressesprecher)

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