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11.05.2015

DHZB setzt neues Verfahren zur Neuroprotektion bei Kunstherz-Patienten ein

Blutgerinnsel (Thromben) können bei Patienten mit Kunstherzsystemen zu Schlaganfällen führen. In manchen Fällen können diese Gerinnsel auch zu einer Fehlfunktion der implantierten Pumpe führen (sog. Pumpenthrombose).

In diesen Fällen muss entweder die Pumpe ausgetauscht werden, oder, falls das nicht möglich ist, durch ein spezielles Manöver das Gerinnsel ausgewaschen werden. Dieses Verfahren ist mit einem deutlich erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden.
Das VAD-Team des DHZB hat nun eine katheterbasierte Methode zum Schutz vor Schlaganfällen erstmals bei LVAD-Patienten erfolgreich eingesetzt. Bei der Methode, die ursprünglich für den Einsatz bei katheterbasierten Klappenimplantationen entwickelt wurde, wird ein Filter vor die Kopfschlagadern platziert, sodass fortgespülte Gerinnsel keine Blutgefäßverschlüsse im Gehirn auslösen können.
Prof. Krabatsch, Leiter des VAD-Teams am DHZB, zeigt sich zuversichtlich, das der Einsatz der Filter-Technologie in kritischen Fällen die Komplikationsrate weiter senken kann. Im Jahr 2014 hat das DHZB 162 Patienten mit Herzunterstützungssystemen versorgt.

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