Altersverteilung der Patienten 2017

Der Anteil an erwachsenen Patienten zur stationären Therapie (Operation, diagnostischer Herzkatheter oder Interventioneller Herzkatheter) liegt zwischen 15 und 30%. Lediglich im ambulanten Sektor beträgt dieser Anteil 50%, was erneut unterstreicht, dass Patienten mit angeborenen Herzfehlern im Erwachsenenalter einen hohen Bedarf  an spezialisierter interdisziplinärer Versorgung aufweisen. Als zertifiziertes überregionales Zentrum mit besonderer Expertise für die Behandlung dieser EMAH-Patienten (EMAH = Erwachsener mit Angeborenem Herzfehler)  stellen wir einen wichtigen Baustein in der medizinischen Betreuung dieser häufig multimorbiden Patienten dar. Seit nunmehr  schon 7 Jahren sind wir ein von den Fachgesellschaften DGPK, DGK und DGTHG zertifiziertes Überregionalen Schwerpunktzentrum für Erwachsene mit Angeborenen Herzfehlern.

Prozentuale Altersverteilung der Patienten (1990 – 2017)

Der Trend, zunehmend mehr Diagnostik und Therapie ab dem Schulalter in den ambulanten Sektor zu verlagern, lässt sich an den Zahlen ablesen. Bis zum Eintritt in das  Schulalter sind idealerweise alle zu korrigierenden Herzfehler operiert, so dass neben dem Bedarf einer eventuellen stationären Nachbehandlung die ambulante Betreuung klar im Vordergrund steht. Dieser Trend bleibt bis ins mittlere Erwachsenenalter gut nachvollziehbar. Ab dem 40. Lebensjahr kommt es wieder zu einem Anstieg der Notwendigkeit einer stationären Versorgung, was  mit einer Zunahme der Erkrankungsintensität der Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) speziell derer mit einem komplexen oder multipel voroperierten Herzfehler einhergeht.