
Das Gebäude
Das Deutsche Herzzentrum Berlin befindet sich auf dem Gelände der Charité Campus Virchow-Klinikum der Humboldt-Universität zu Berlin, ehemals Städtisches Rudolf-Virchow-Krankenhaus.
Das Rudolf-Virchow-Krankenhaus wurde im Jahr 1906 nach Plänen von Rudolf Virchow und dem Stadtbaurat Ludwig Hoffmann als Krankenstadt im Pavillonstil errichtet. Es war das größte und modernste Krankenhaus des Kaiserreiches. Im Hauptgebäude, das dem Augustenburger Platz zugewandt ist, befanden sich, um einen Ehrenhof gruppiert, die Ärzte- und Schwesternwohnungen und die Geburtshilfliche- Gynäkologische Abteilung.
Weitere Abteilungen beherbergten die Pavillons rechts und links der Mittelallee, deren Bäume 1906 aus dem Tiergarten, wo sie der Anlage der Siegesallee weichen mussten, in den Wedding umgeppflanzt wurden.
Nach den schweren Zerstörungen des II. Weltkrieges konnte die Gesamtanlage in ihrer ursprünglichen Form nicht wieder hergestellt werden.
Die ehemalige Gynäkologie wurde von 1983 bis 1986 nach Plänen der Münchner Architekten von Werz, Ottow, Bachmann und Marx wieder aufgebaut und für die Zwecke des Herzzentrums mit modernen Anbauten, die sich der historischen Form anpassen, ergänzt. Von der Hoffmannschen Architektur blieb insbesondere das künstlerisch gestaltete Treppenhaus erhalten, das sich jedem Besucher beim Betreten des Deutschen Herzzentrums Berlin prachtvoll präsentiert. Den Architekten gelang es, Neubauten und Funktionsbereiche voller modernster Technik mit dem historischen Altbau harmonisch zu verbinden.
Im historischen Treppenhaus finden wechselnde Kunstausstellungen und zeitweise auch Musikveranstaltungen statt.






