27.05.2009:
Prof. Hetzer kämpft für verändertes Transplantationsgesetz
Neues Medizingerät am DHZB zum Transport schlagender Spenderherzen
Transplantierte erzählen über ihr Schicksal
Immer weniger schwerkranke Menschen können aus Mangel an Spenderorganen transplantiert werden und damit wieder ein lebenswertes Leben gewinnen. Insgesamt sanken die Zahlen an Organspenden 2008 bundesweit um fast 9 Prozent. Zwar sind rund 80 Prozent aller Bundesbürger für eine Organspende, aber gerade einmal 14 Prozent tragen tatsächlich einen Organspenderausweis. Jährlich sterben mehr als 1000 Patienten auf der Warteliste.
Auch am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) mit einem der bundesweit größten Transplantationsprogramme sinken die Transplantationszahlen für Herz, Lunge und die Kombination von Herz und Lunge. Der Ärztliche Direktor des DHZB Prof. Dr. Roland Hetzer kämpft für die Änderung des derzeit geltenden Transplantationsgesetzes und befürwortet die in anderen Ländern erfolgreiche Widerspruchsregelung.
Ein neuartiges medizintechnisches Gerät (Spezial-Herzlungenmaschine), in dem ein schlagendes Spenderherz mit warmem sauerstoffreichen Spenderblut durchspült wird, erlaubt seit kurzem eine annähernde Verdopplung der Transportzeit von Spenderorganen auch aus weit entfernten Ländern. Hinzu kommt, dass keine Gewebeschäden, wie sie bei der bislang üblichen Kältekonservierung auftreten, mehr nachweisbar sind, sodass mehr und qualitativ bessere Herzen zur Transplantation zur Verfügung stehen.
Aus Anlass des „Tages der Organspende“ stellen wir Ihnen vier Patienten und ihre Schicksale vor und zeigen Ihnen die neue Maschine zur Blutperfusion von schlagenden Spenderherzen auf einer
Pressekonferenz
Dienstag, 2. Juni 2009, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
Die Referenten sind: Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor
Oberarzt PD Dr. Christoph Knosalla, Herzchirurg
Vier Patienten nach Herz- bzw. Lungentransplantation

