Juni 2010

Zwischen Gruseln und Faszination

Girls’ Day im DHZB

 
04

„Cool“, das Wort war im OP 7 ständig zu hören, fasziniert oder fassungslos standen junge, in OP-Kleidung vermummte Mädchen ab 12 Jahren und betrachteten wie Herzchirurginnen souverän mit Elektromessern, Knochensäge, Rippenspreizer möglichst eindrucksvoll umgingen und mit der Lupenbrille ein „dramatisches“ Outfit zeigten. Feuer und Flamme waren rund 120 Mädchen, um Einblicke in die eher männlich dominierte Arbeitswelt im Operationssaal durch das DHZB zu erhalten.
Innerhalb kürzester Zeit waren die im Internet angebotenen Plätze der Veranstaltung ausgebucht, und es zeigte sich, dass sogar noch weitere Mädchen kamen – erfreulicherweise auch aus den Familien der DHZB-Mitarbeiter. Der Girls’ Day hat in diesem Jahr rund 10.000 jungen Mädchen typische Männerberufe aus Handwerk, Technik, IT oder Medizin vorgestellt. Dieser Berufsfindungstag wurde von mehr als 250 Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Handwerksfirmen etc. maßgeblich unterstützt. Zweck ist es, junge Mädchen und Frauen für sogenannte Männerberufe zu interessieren, über deren Bedingungen sie meist viel zu wenig wissen. Mittlerweile gibt es auch einen Boys’ Day, um Jungen weiblich dominierte Berufe „schmackhaft“ zu machen. Das DHZB als internationale bekannte Hochleistungsklinik nahm nach guten Ersterfahrungen nun bereits zum dritten Mal am Girls’ Day teil. Die Herzchirurginnen Dr. Eva-Maria Walter und Samira Hübler, die Kardiotechnikerin Maria Farkas, die Physician Assistant /OTA Katrin Klünner stellten in der Moderation von Pressesprecherin Dr. Barbara Nickolaus dar, wie langjährig und umfassend die Ausbildung für die Arbeit im OP ist und wie körperlich beanspruchend sie sich erweist, zugleich aber seelisch besonders befriedigend ist. „Wenn ein Mensch, der fast nicht mehr lebt, nach der OP wieder ein normales Leben leben kann, dann ist das wie ein Geschenk, auch für den Operateur“, so übereinstimmend beide Chirurginnen.

nach obenzurück


Suchen:

Schriftgröße wählen:

Sprache wählen: