November 2009:
Comic-Helden werben für Organspende

Unter dem Motto „Das kannst Du auch - Organspenden heißt Leben retten“ begann eine große Plakataktion im Rahmen der von Prof. Hetzer initiierten Organspende- Kampagne. Superman und seine Heldin zeigen mit einem Augenzwinkern, dass jeder als Organspender zum Lebensretter und damit Superhelden werden kann - vorausgesetzt er trägt einen Organspendeausweis in seiner Brieftasche oder im Portemonnaie. Zweimal zwei Wochen gab es insgesamt fünf Motive: Wie Superman über Berlin fliegt, eine Frau aus dem Flammeninferno reißt oder ein Kind aus einem Hurrikan rettet usw. Berlins Licht-Werbetafeln an Bushaltestellen, U-Bahnhöfen und sonstigen öffentlichen Bereichen waren nicht zu übersehen. Wie der Organisator der Aktion, Oberarzt Dr. Reinhard Pregla erklärte, werden T-Shirts, Spenderausweise, Flyer undWerbung auf einem BVG-Bus und viele weitere Aktionen folgen. Zahlreiche Förderer gibt es unterdessen: Gesellschaft der Freunde desDeutschenHerzzentrums Berlin, Wall-AG, Verlag Axel Springer, Telekom- AG, Techniker Krankenkasse, Video- World usw. Sie haben sich finanziell und mit eigenenWerbe-Ideen (jetzt oder später) in die Kampagne eingebracht und helfen mit, „dass Bewusstsein hin zur Spende“ zu bewegen. Gerade auch junge Menschen sollen angesprochen werden, denn sie tragen die Organspende-Idee in die nächste Generation.
In einer Pressekonferenz bestellten Karsten Heintzsch und Björn Löper als freie Creative die von ihnen entwickelten Superman- Plakate vor. Die beiden anwesenden lungentransplantierten Patienten fanden die Idee „wichtig“. Der an Mukoviszidose erkrankte Marcel Mertens (28 Jahre alt) und der an chronischer Atemwegsobstruktion (COPD) erkrankte Jurist Dietrich Koth (59 Jahre alt) erklärten, ohne Transplantation hätten sie keine Überlebenschance gehabt. Prof. Hetzer wiederholte wie in den letzten Wochen seit Beginn der Kampagne „ich bin ein erklärter Verfechter der Widerspruchslösung“. Man solle sich zu einer Änderung im Transplantationsgesetz entschließen, um den Lebenden eine Chance zu bieten. Er hoffe, das Problembewusstsein durch die Kampagne anzustoßen bzw. zu verstärken. Auch die in einer anderen Pressekonferenz des DHZB vorgestellten Patienten äußerten sich sehr angetan von der Idee, für die Organspende zu werben und damit für das Leben.
