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Auszug aus der Jubiläumsbroschüre
 

Kooperationen und neue Geschäftsfelder

Das Modell "Deutsches Herzzentrum Berlin" wurde von den Stiftungsgebern bewusst auf weitreichende Kooperationsbeziehungen abgestellt. Dies fand nicht nur in der Stiftungssatzung und in dem Kooperationsvertrag, der 1984 mit der Freien Universität abgeschlossen wurde, seinen Ausdruck, sondern bereits auch in der Standortentscheidung, durch die die Kooperation mit dem damaligen Rudolf-Virchow-Krankenhaus faktisch begründet wurde. Beide Elemente sind heute Gegenstand aktueller Verträge mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Von besonderer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit dem Krankenhauskonzern Vivantes – Netzwerk für Gesundheit, in die auch der Partner für die Weiterbehandlung der herzchirurgischen Patienten, das Paulinen- Krankenhaus, einbezogen ist. Alle zuweisenden Kliniken und niedergelassenen Ärzte im In- und Ausland werden ebenso als unverzichtbare Kooperationspartner des DHZB angesehen wie eine Vielzahl von ö ffentlichen Einrichtungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen, die mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin auf anderen Ebenen erfolgreich zusammenarbeiten.

Der Ausbau der Kooperationen und der Kooperationsfelder stellen für das DHZB Elemente des indirekten Wachstums dar, da das DHZB aufgrund seiner Zweckbestimmung und bedingt durch seine Rechtsform, ausgewiesen als "Non-Profit-Einrichtung" , nur begrenzte wirtschaftliche Wachstumsmöglichkeiten hat.

Das DHZB ist somit bei dem Erschließen von Wirtschaftlichkeitsreserven und neuer Geschäftsfelder auch auf seine Kooperationspartner angewiesen. Der Bogen an Beispielen spannt sich hierfür von dem Erbringen von DHZB-Labor- und sonstigen spezifischen Dienstleistungen für andere Gesundheitsbetriebe und den niedergelassenen Bereich über die Behandlung von ausländischen Patienten bis zur Auftragsforschung für die Industrie.

Im Rahmen seiner Möglichkeiten besitzt und betreibt das DHZB allein und in Zusammenarbeit mit Partnern verschiedene Komplementäreinrichtungen wie z. B. das DHZB-Hotel "Gästehaus Axel Springer" und die DHZB-Dienstleistungs-GmbH, die German Heart Institute Berlin-GmbH, die CMR-Akademie GmbH, die Unterstützungskasse des Deutschen Herzzentrums Berlin (e.V.), die Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätte des DHZB und die Akademie für Kardiotechnik.

Auf dem ambulanten Sektor der Patientenversorgung beschränken sich die Aktivitäten des DHZB hauptsächlich auf die Teilnahme von angestellten Ärzten der einzelnen Abteilungen an der vertragsärztlichen Versorgung im Rahmen der durch den Zulassungsausschuss der kassenärztlichen Vereinigung erteilten persönlichen Ermächtigungen.

Diese Ermächtigungen sind sowohl von den Zugangsvoraussetzungen der Patienten als auch von den zugelassenen Leistungsarten und -volumina sehr eingeschränkt und bergen zudem erhebliche Unwägbarkeiten und Risiken. Die tatsächlich erforderlichen ambulanten Leistungen lassen sich mit diesem Instrument nicht hinreichend abdecken.

Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz wurden den Krankenhäusern neue Möglichkeiten zur Beteiligung an der ambulanten Versorgung eröffnet. Hiervon hat das DHZB 2004 Gebrauch gemacht und ein Medizinisches Versorgungszentrum gem. § 95 SGB V gegründet. In diesem MVZ, das in der Rechtsform einer GmbH geführt wird, werden seit 2005 Arztpraxen bzw. entsprechende Zulassungen implementiert, um von dieser Basis aus mit allen DHZB-spezifischen ambulanten Leistungen die Zentrumsfunktion der Gesamteinrichtung stärken zu können.

Auf den anderen Feldern, die durch das GKV-Modernisierungsgesetz für die Krankenhäuser eröffnet wurden, wie z. B. DMP – Disease-Management- Programme und Integrierte Versorgung, ist das DHZB entweder bereits im Rahmen von Kooperationen tätig oder bei der Ausarbeitung bzw. in der Vorschlagsphase verschiedener Projekte.

Die Begründung und die Entwicklung der verschiedenen Kooperationsmodelle, die gute und auf Synergien angelegte Zusammenarbeit mit den Partnern sowie das Engagement des DHZB auf komplementären, neuen Leistungsfeldern sind auch in der Zukunft bestimmend für die erfolgreiche Aufgabenerfüllung des Deutschen Herzzentrums Berlin.

 
Auszug aus der Jubiläumsbroschüre
20 Jahre Deutsches Herzzentrum Berlin
Mit freundlicher Genehmigung der FR&P Werbeagentur


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Verwaltungsdirektor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Michael Höhn

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