Abteilung Kinderkardiologie klein

Leistungsstatistik 2010

 

Abb. 12 - Klappenimplantationen bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern 1988-2010

Bei angeborenen Herzfehlern sind Klappenoperationen besonders häufig. Wenn auch die Rekonstruktionen unter Erhalt der eigenen Klappen zunehmen und einen zunehmenden Stellenwert einnehmen, so ist der operative Ersatz der Pulmonalklappe und der Aortenklappe noch nicht wegzudenken. Im Bereich der Aortenklappenoperationen  ist der autologe Aortenklappenersatz  (dunkelgrau) mit der eigenen Pulmonalklappe in Aortenposition, die sogenannte Ross-Operation, eine besondere Spezialität des Deutschen Herzzentrum Berlin. Bei der Pulmonalklappenoperation ist der nichtoperative Ersatz mit Hilfe der kathetergestützten Implantation einer Stentklappe (Melodyklappe orange) eine alternative Möglichkeit minimal-invasiv einen Herzklappenersatz vorzunehmen. In Deutschland verfügen hier das Deutsche Herzzentrum Berlin zusammen mit dem Herzzentrum München über die größte Einzelzentrumserfahrung. Aus diesen Gründen bilden die beiden Herzzentren eine strategische Partnerschaft und fungieren als internationales Trainings- und Ausbildungszentrum. In Berlin konnte als Alternative  zur Melodyklappe auch die Edwards Sapien Klappe für den interventionellen Klappenersatz eingeführt werden.

n = 1440

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Abb. 13 - Pulmonalklappenimplantationen bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern 1988-2010

Mit der Einführung des interventionellen Pulmonalklappenersatz mit der Melody-Klappe (lila Säule) im Jahre 2007  hätte man einen Rückgang der operativen Zahlen (Summe aus Anzahl der Xenograft-, Homograft- und mechanische Klappen-Ops) um den Anteil an interventionell implantierten Klappen erwartet. Die durchschnittliche Anzahl von 50 Pulmonalklappenoperationen der letzten 6 Jahre jedoch konnte trotz der  Weiterentwicklung der interventionellen Klappenimplantation sogar auf 70 im jahre 2010 gesteigert werden. Das bedeutet, dass der Anteil der interventionell implantierten Klappen auch mit einer Neurekrutierung von Patienten für den operativen Klappenersatz einhergegangen sein muss.

n = 896

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